Netzanschluss und Netzentgelte: So kommt die Energie in´s Unternehmen
In Deutschland werden sieben Netzebenen unterschieden, wobei im Fachsprachgebrauch, entgegen der normalen numerischen Darstellung, die Netzebene 7 als niedrigste und die Netzebene 1 als höchste Netzebene bezeichnet wird. Die Strombezugsanlage eines Haushaltskunden ist beispielsweise auf Netzebene 7 angeschlossen und man spricht hier vom Bezug auf der niedrigsten Netzebene. Dabei finden sich am Abgang eines Niederspannungsnetzes aus einer Trafostation mehrere Netzanschlüsse. Diese Netzauslegung ist typisch für Wohnbebauung.
Klein- und Mittelbetriebe beziehen ihre Energie je nach Leistungsbedarf auf den höheren Netzebenen 6 bis 3. Die für die Netznutzung zu entrichtenden Tarife sind auf Netzebene 7 am höchsten und verringern sich beim Energiebezug auf einer höheren Netzebene, da der Netzebene 7 Kunde ja die unterlagerten Netzebenen mitbenutzen muss, damit die Energie bis zu seinem Hausanschluss gelangt. Bei Anlagen an Netzebene 6 wird ein eigener Niederspannungsanschluss direkt ab der Netzstation realisiert (typisch für größere Gewerbebetriebe), während bei Anlagen an Netzebene 5 ein 10 bzw. 20 kV-Mittelspannungsanschluss direkt ab der Netzstation erfolgt. Dabei wird eine kundeneigene Trafostation direkt in das 10 oder 20kV Netz eingeschleift. Dies ist typisch für sehr große Gewerbebetriebe.
Gewerbliche Stromkunden zahlen für den Anschluß an das Nieder- oder Mittelspannungsnetz einmalig einen sogenannten Baukostenzuschuß (BKZ). Der BKZ stellt einen verursachungsorientierten Beitrag für die erstmalige
Bereitstellung und die Vorhaltung (Reservierung) einer definierten Netzanschlussleistung an der Eigentumsgrenze des Netzbetreibers zum Anschlussnehmer dar. Er entspricht den vom Anschlussnehmer zu übernehmenden anteiligen, bei wirtschaftlicher Betriebsführung notwendigen Kosten für die Bereitstellung, Errichtung und Verstärkung von Netzanlagen. Diese Kosten werden jeweils beim Neuanschluss oder einer Erhöhung der Leistungsanforderung im vorgelagerten Netz fällig, unabhängig vom Zeitpunkt einzelner Netzausbaumaßnahmen. Die Erhebung des BKZ ist somit nicht unmittelbar an zeitnahe konkrete Netzerweiterungen oder Netzverstärkungen gekoppelt. Der BKZ ist in seiner Funktion von Netzanschlusskosten zu trennen; diese beziehen sich nicht auf das vorgelagerte Netz, sondern auf die unmittelbare Anbindung einer Kundenanlage an diese Netze. Die Netzanschlusskosten werden folglich ergänzend zum BKZ erhoben.
Über die Höhe der Netzentgelte entscheidet nicht allein die Tatsache, ob ein (gewerblicher) Verbraucher auf der niedrigsten oder einer höheren Netzebene seinen Strom bezieht. Auch die Preisregelungen des jeweiligen lokalen Netzbetreibers wirken sich maßgeblich auf die Höhe der Netzentgelte aus. Bei knapp tausend Netzbetreibern in Deutschland ergibt sich dabei ein Flickenteppich von Netzentgelten in unterschiedlicher Höhe. Da Kunden ihren Netzbetreiber nicht frei wählen können, sorgt allerdings eine staatliche Regulierung für eine gewisse Deckelung dieser Kosten. Seit der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes im Juli 2005 müssen Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur genehmigt werden. Nicht zuletzt durch die sogenannte Anreizregulierung hat die Bundesnetzagentur dabei bereits für nachhaltig sinkende Netzentgelte gesorgt.
Beim Bezug elektrischer Energie zahlt ein gewerblicher Verbraucher einen Leistungspreis, d. h. die Kosten pro kWh, und einen Arbeitspreis, d. h. die verbrauchten kWh. Wie bei vielen anderen Niederspannungskunden auch ist die Verbrauchsabrechnung vieler kleiner Betriebe in der Regel durch hohe Leistungspreise gekennzeichnet. Demgegenüber wird die Situation bei vielen Mittelspannungskunden durch niedrige Leistungspreise und hohe, ausgeprägte Lastspitzen bestimmt. Für die Netznutzung ist dabei die höchste Spitze des Jahres entscheidend. Eine Senkung der Lastspitze hat damit positive Auswirkung auf die Höhe der Netznutzungsentgelte.
Dirk Rohlfing
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
MarketingDigitale Transformation verändert das Beschaffungswesen grundlegend Die Gastronomie durchlebt einen fundamentalen Wandel. Während traditionelle Bestellprozesse über Telefon, Fax oder persönliche Lieferantenkontakte jahrzehntelang Standard waren, etablieren sich zunehmend digitale Beschaffungslösungen als Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. Moderne Gastronomiebetriebe erkennen die strategischen Vorteile automatisierter Bestellsysteme und cloudbasierter Einkaufsplattformen. Die Umstellung auf digitale Prozesse erfordert zwar anfängliche Investitionen, zahlt sich jedoch bereits kurzfristig durch Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen aus. Die Digitalisierung des Einkaufs bedeutet weit mehr als nur den Wechsel vom Telefonhörer zur Maus. Sie ermöglicht Echtzeit-Preisvergleiche, automatische Bestandsführung und vorausschauende Bedarfsplanung. Gastronomen profitieren von transparenten Lieferketten und können Schwankungen im Verbrauch präzise analysieren. Diese datengetriebene Herangehensweise reduziert Fehlerquellen und schafft Zeit für das Kerngeschäft: exzellente Bewirtung und Gästezufriedenheit. Besonders bei zeitkritischen Entscheidungen während des laufenden Betriebs erweisen sich digitale Systeme als unverzichtbare Unterstützung. Die permanente Verfügbarkeit von Produktinformationen, Lagerbeständen und Lieferzeiten ermöglicht schnelle Reaktionen auf spontane Anforderungen.
IT & SoftwareWer kennt es nicht? Man besucht eine Fachmesse oder ein Firmenevent, schlendert durch die Gänge und wird an fast jedem Stand mit den gleichen Flyern, Kugelschreibern und langen Vorträgen konfrontiert. Nach der dritten Präsentation schaltet der Kopf meistens ab. Die Informationen rauschen vorbei, und am Ende des Tages bleibt oft nur ein Stapel Visitenkarten übrig, zu denen man kaum noch ein Gesicht vor Augen hat. In einer Welt, in der Aufmerksamkeit das wertvollste Gut ist, stoßen klassische Marketing Methoden immer häufiger an ihre Grenzen. Die Erwartungshaltung des Publikums hat sich gewandelt. Niemand möchte mehr nur passiv beschallt werden; Menschen wollen Teil der Geschichte sein, sie wollen interagieren und etwas erleben. Hier kommt Gamification ins Spiel. Der Begriff klingt im ersten Moment vielleicht nach Spielerei, doch dahinter verbirgt sich eine knallharte Strategie. Es geht darum, bewährte Spielmechaniken in den geschäftlichen Alltag zu übertragen, um Barrieren zu brechen und echte Begeisterung zu entfachen.
