News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
21. Dezember 2018

Vergütung von Samenspenden: Europaweit bis zu 300 Euro Unterschied pro Spende

Hierzulande um bis zu 90 Euro pro Spende, europaweit um bis zu 300 Euro. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Telemedizin-Portals Fernarzt (www.fernarzt.de), welches die Vergütung für eine Spende in zwölf europäischen Nationen ermittelt hat.

Vergütung in Deutschland

Innerhalb Deutschlands wird eine Spende in Erlangen mit 130 Euro am höchsten vergütet. Zum Vergleich: Im letztplatzierten Hamburg ist die Bezahlung mit 40 Euro deutlich geringer.

Auf dem zweiten Rang befinden sich Essen und Düsseldorf, wo den Spendern eine Aufwandsentschädigung in Höhe von mindestens 100 Euro pro Abgabe ausgezahlt wird. In Düsseldorf sind dabei – je nach Qualität der Spende – bis zu 200 Euro pro Besuch möglich.

Den dritten Rang teilen sich die Standorte Berlin, München und Saarbrücken mit 80 Euro Aufwandsentschädigung. Dahinter folgt ein weiterer Standort in Berlin mit 50 Euro pro Abgabe.

Die Zahlungen erhalten die Spender dabei in der Regel nicht auf einen Schlag. In Erlangen werden beispielsweise 50 Euro zeitnah ausgezahlt. Die übrigen 80 Euro gibt es jedoch erst mindestens ein halbes Jahr später nach bestandenen medizinischen Gesundheits-Tests.

Europäischer Vergleich

In der Schweiz ist die Vergütung mit umgerechnet 297 Euro mit Abstand am höchsten. Den Angaben der Zürcher Institution zufolge wird die Aufwandsentschädigung nicht pro Besuch, sondern erst am Ende eines erfolgreichen Zyklus ausgezahlt. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 1.780 Euro. Der Spender muss dafür die Samenbank mindestens sechsmal besuchen und nach Erfolg in der Schweiz nicht mehr für weitere Spenden zugelassen.

Die zweithöchste Vergütung erhalten Spender in Erlangen mit 130 Euro, gefolgt von Essen und Düsseldorf mit 100 Euro. Auf dem vierten Platz befindet sich Prag: In der tschechischen Hauptstadt werden umgerechnet 77 Euro bezahlt. Besonderheit: Die Spender müssen dabei mindestens einen Abiturzeugnis vorweisen können.

Platz fünf und sechs des europäischen Vergleichs belegen Wien und Warschau mit einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 75 bzw. 70 Euro pro Spende.

In Brüssel und Sofia erhalten Spender hingegen keinen Fixbetrag für ihre Spenden, sondern eine Kostenerstattung für Anfahrt und Zeitaufwand, die von Fall zu Fall unterschiedlich berechnet wird. Damit teilen sich die Hauptstädte Belgiens und Bulgariens den letzten Platz im Europa-Vergleich. Den vorletzten Platz besetzt Helsinki mit einer Vergütung in Höhe von 32 Euro pro Spende. In London und Tallinn gibt es mit umgerechnet 38 Euro nur unwesentlich mehr. In Kopenhagen und Lissabon erhalten Spender 40 bzw. 42 Euro für ihre Dienstleistung.

Die Ergebnisse aller untersuchten Städte findet man unter: www.fernarzt.com/news/studien/verguetung-von-samenspenden/

Zur Methodik: Für die Untersuchung hat Fernarzt im Dezember 2018 nach Samenbanken in den Hauptstädten der 28 europäischen Nationen recherchiert und die dortige Vergütung pro Spende angefragt. Insgesamt konnten Zahlen aus 12 verschiedenen Ländern ermittelt werden.

Über Fernarzt: Fernarzt (www.Fernarzt.com) ist eine Telemedizin-Plattform, die ärztliche Online-Behandlungen einschließlich Medikamentenversand vermittelt – zu jeder Zeit und überall. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, einen Arzttermin wahrzunehmen. Sie sind in ihrer Mobilität eingeschränkt oder es mangelt ihnen an Zeit, auf einen Termin und dann erneut in der Praxis zu warten

Teilen:
Weitere Artikel
Rabatte mit Strategie: Wie Gutscheinmarketing im E-Commerce profitabel bleibt
Business
Rabatte mit Strategie: Wie Gutscheinmarketing im E-Commerce profitabel bleibt

Rabattaktionen gehören inzwischen zum festen Instrumentarium vieler Onlineshops. Sie können neue Kunden gewinnen, Kaufentscheidungen beschleunigen und den Absatz ausgewählter Produkte erhöhen. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass häufige Preisnachlässe die Marge belasten und Kunden daran gewöhnen, nur noch mit einem Gutschein zu bestellen. Erfolgreiches Gutscheinmarketing besteht deshalb nicht darin, möglichst hohe Rabatte zu verteilen. Entscheidend ist eine Strategie, bei der Zielgruppe, Zeitpunkt, Mindestbestellwert und wirtschaftliches Ziel aufeinander abgestimmt werden. Warum Kunden vor dem Kauf nach Gutscheincodes suchen

6 Min. LesezeitLesen
ZEG Berlin: Vom Ost-Berliner Forschungsinstitut zum europäischen Spezialisten für Real-World Evidence
Business
ZEG Berlin: Vom Ost-Berliner Forschungsinstitut zum europäischen Spezialisten für Real-World Evidence

Wenige Berliner Unternehmen verbinden die jüngere deutsche Geschichte so unmittelbar mit einem hochspezialisierten, international gefragten Geschäftsfeld wie die ZEG Berlin GmbH Zentrum für Epidemiologie und Gesundheitsforschung. Aus einem Forschungsinstitut der DDR-Akademie der Wissenschaften ist binnen drei Jahrzehnten ein Beratungs- und Forschungsunternehmen geworden, das Pharma- und Medizintechnikunternehmen in ganz Europa bei sicherheitsrelevanten Studien begleitet. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, findet auf der Unternehmensseite zeg-berlin.de Einblicke in Expertise, Leistungsspektrum und aktuelle Publikationen. Für Unternehmerinnen und Unternehmer aus anderen Branchen lohnt der Blick auf ZEG Berlin auch deshalb, weil das Beispiel zeigt, wie sich aus einer historischen Umbruchsituation heraus ein tragfähiges, hochspezialisiertes B2B-Geschäftsmodell entwickeln lässt. Wurzeln im geteilten Berlin: von der Akademie der Wissenschaften zur eigenständigen GmbH Die Geschichte von ZEG Berlin beginnt nicht 1990, sondern schon in den 1960er-Jahren am epidemiologischen Studienzentrum der Humboldt-Universität Berlin an der Charité. Dort arbeiteten die Epidemiologen Professor Siegfried Boethig und Professor Lothar A. J. Heinemann an bevölkerungsbezogenen Querschnittsstudien, zunächst mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Gesundheit. Boethig leitete zudem zeitweise die Cardiovascular Disease Unit der Weltgesundheitsorganisation in Genf. In dieser Zeit wirkten die Berliner Epidemiologen an internationalen Projekten wie der WHO-MONICA-Studie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem WHO-OC-Projekt zu oralen Kontrazeptiva und dem globalen INTERSALT-Projekt zum Zusammenhang zwischen Kochsalzaufnahme und Blutdruck mit. Ergänzend liefen an dem Institut die Präventionsprogramme CANON und CINDI, die auf die Vorbeugung nicht übertragbarer Erkrankungen zielten.

6 Min. LesezeitLesen
Einzelunternehmen gründen – der Praxisguide für 2026
Business
Einzelunternehmen gründen – der Praxisguide für 2026

Wer ein Einzelunternehmen gründen möchte, braucht weder Mindestkapital noch einen Gesellschaftsvertrag. Als natürliche Person können Sie direkt starten. Die Anmeldung beim Gewerbeamt und die steuerliche Erfassung über das Finanzamt genügen, die Gründungskosten bleiben meist unter 100 Euro. Dieser Praxisguide führt Sie Schritt für Schritt durch den Gründungsprozess 2026, liefert konkrete Steuervergleiche, zeigt Haftungsrisiken samt Gegenmaßnahmen und erklärt aktuelle Anforderungen wie die E-Rechnung-Pflicht. Das Wichtigste im Überblick Ein Einzelunternehmen lässt sich 2026 ohne Mindestkapital und Gesellschaftsvertrag gründen. Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung kosten zusammen meist unter 100 Euro.

11 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite