Vergütung von Samenspenden: Europaweit bis zu 300 Euro Unterschied pro Spende

Hierzulande um bis zu 90 Euro pro Spende, europaweit um bis zu 300 Euro. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Telemedizin-Portals Fernarzt (www.fernarzt.de), welches die Vergütung für eine Spende in zwölf europäischen Nationen ermittelt hat.
Vergütung in Deutschland
Innerhalb Deutschlands wird eine Spende in Erlangen mit 130 Euro am höchsten vergütet. Zum Vergleich: Im letztplatzierten Hamburg ist die Bezahlung mit 40 Euro deutlich geringer.
Auf dem zweiten Rang befinden sich Essen und Düsseldorf, wo den Spendern eine Aufwandsentschädigung in Höhe von mindestens 100 Euro pro Abgabe ausgezahlt wird. In Düsseldorf sind dabei – je nach Qualität der Spende – bis zu 200 Euro pro Besuch möglich.
Den dritten Rang teilen sich die Standorte Berlin, München und Saarbrücken mit 80 Euro Aufwandsentschädigung. Dahinter folgt ein weiterer Standort in Berlin mit 50 Euro pro Abgabe.
Die Zahlungen erhalten die Spender dabei in der Regel nicht auf einen Schlag. In Erlangen werden beispielsweise 50 Euro zeitnah ausgezahlt. Die übrigen 80 Euro gibt es jedoch erst mindestens ein halbes Jahr später nach bestandenen medizinischen Gesundheits-Tests.
Europäischer Vergleich
In der Schweiz ist die Vergütung mit umgerechnet 297 Euro mit Abstand am höchsten. Den Angaben der Zürcher Institution zufolge wird die Aufwandsentschädigung nicht pro Besuch, sondern erst am Ende eines erfolgreichen Zyklus ausgezahlt. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 1.780 Euro. Der Spender muss dafür die Samenbank mindestens sechsmal besuchen und nach Erfolg in der Schweiz nicht mehr für weitere Spenden zugelassen.
Die zweithöchste Vergütung erhalten Spender in Erlangen mit 130 Euro, gefolgt von Essen und Düsseldorf mit 100 Euro. Auf dem vierten Platz befindet sich Prag: In der tschechischen Hauptstadt werden umgerechnet 77 Euro bezahlt. Besonderheit: Die Spender müssen dabei mindestens einen Abiturzeugnis vorweisen können.
Platz fünf und sechs des europäischen Vergleichs belegen Wien und Warschau mit einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 75 bzw. 70 Euro pro Spende.
In Brüssel und Sofia erhalten Spender hingegen keinen Fixbetrag für ihre Spenden, sondern eine Kostenerstattung für Anfahrt und Zeitaufwand, die von Fall zu Fall unterschiedlich berechnet wird. Damit teilen sich die Hauptstädte Belgiens und Bulgariens den letzten Platz im Europa-Vergleich. Den vorletzten Platz besetzt Helsinki mit einer Vergütung in Höhe von 32 Euro pro Spende. In London und Tallinn gibt es mit umgerechnet 38 Euro nur unwesentlich mehr. In Kopenhagen und Lissabon erhalten Spender 40 bzw. 42 Euro für ihre Dienstleistung.
Die Ergebnisse aller untersuchten Städte findet man unter: www.fernarzt.com/news/studien/verguetung-von-samenspenden/
Zur Methodik: Für die Untersuchung hat Fernarzt im Dezember 2018 nach Samenbanken in den Hauptstädten der 28 europäischen Nationen recherchiert und die dortige Vergütung pro Spende angefragt. Insgesamt konnten Zahlen aus 12 verschiedenen Ländern ermittelt werden.
Über Fernarzt: Fernarzt (www.Fernarzt.com) ist eine Telemedizin-Plattform, die ärztliche Online-Behandlungen einschließlich Medikamentenversand vermittelt – zu jeder Zeit und überall. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, einen Arzttermin wahrzunehmen. Sie sind in ihrer Mobilität eingeschränkt oder es mangelt ihnen an Zeit, auf einen Termin und dann erneut in der Praxis zu warten
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