Startup·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
10. Mai 2023

12. Startup Sprint in Düsseldorf: Der Impuls-Marathon für Gründer:innen 

Vom Traum des eigenen Unternehmens zur Realität. Den Weg dorthin erleben motivierte Gründer:innen und die, die es werden wollen, das kommende Wochenende in Düsseldorf. In der Hochschule Düsseldorf findet vom 12. bis zum 14. Mai der 12. Startup Sprint statt. Kein langweiliger Workshop, sondern ein Mix aus Contest, Networking, Hackathon, Mentoring und Team-Brainstorming. Von der Idee bis zur Gründung – alles ist möglich innerhalb von nur drei Tagen!

Eine Unternehmensgründung ist kein Zuckerschlecken. Viele kennen die warnenden Statistiken: Nur jedes zehnte Start-up wird erfolgreich. 80 bis 90 Prozent aller Ideen scheitern innerhalb der ersten drei Jahre, zehn Prozent sogar innerhalb der ersten zwölf Monate nach der Gründung.

Meist tragen künftige Gründer:innen ihre Idee der Selbstständigkeit eine lange Zeit mit sich herum, bis der Mut “all in” zu gehen obliegt. Doch mit Mut und der Liebe zum Produkt sowie der stets antreibenden Motivation von Freiheit und Selbstbestimmtheit ist es nicht getan. Neben dem finanziellen Faktor sind es vor allem die Komponenten Zeit und Komplexität, die unterschätzt werden.

Vom Wirrwarr der Planlosigkeit zum Startup? Alles geht innerhalb von 54 Stunden – nichts muss

Vielen Gründer:innen fehlt es auch an Ansprechpartnern und fühlen sich entsprechend vor allem in der ersten Phase der Projektentwicklung alleine gelassen. Zahlreiche Anlaufstationen für Start-ups in spe sollen die Orientierungslosigkeit auffangen, auch Workshops und Seminare gibt es zu Hauf.

Diese vermitteln allerdings nur ein Gefühl für die Theorie, andere erwarten bereits ein fertiges Geschäftsmodell, Businessplan inklusive.

Alles zwar im Kern gute Ansätze, dabei wird aber die emotionale Komponente außer Acht gelassen, meint Georgis Tesfamariam. Der Mitausrichter und Gründer der contio GmbH richtet gemeinsam mit Isabell Nethke und Ingo Stefes (beide Uni Düsseldorf – Cedus), Ilja Michaelis (routine GmbH), Peter Hornik (digihub GmbH) sowie Steffi Rehm und Arne Groenewold (beide HSD Gründerzeit) den 12. Startup Sprint aus. Ziel der Plattform ist es, Jungunternehmerinnen und -unternehmern genau dort abzuholen, wo er vor 13 Jahren auch gewesen ist: Im Wirrwarr der endlosen Möglichkeiten.

Unter Gleichgesinnten: “Die emotionale Komponente ist die Wichtigste!”

Das Kernteam aus Michaelis, Stefes, Hornik und Tesfamariam lernten sich im Orgateam einer früheren Ausgabe der “Startup Weekend” kennen. Das weltweit tätige Netzwerk bietet 54-stündige Wettbewerbsveranstaltungen für Start-ups und generell für Akteure der Gründerszene um Unternehmertum zu fördern.

Das Team der Startup Sprint: Ingo Stefes, Ilja Michaelis, Peter Hornik und Georgis Tesfamariam.

Das Team der Startup Sprint: Ingo Stefes, Ilja Michaelis, Peter Hornik und Georgis Tesfamariam. Bilder: Screenshot Startupsprint/lp/team

Alle vier schwärmen heute noch von dem “krassen emotionalen Schub”, den ein Treffen mit hunderten Gleichgesinnten mit sich bringt: Wer vor einer Gründung steht, vielleicht gerade seinen Job gekündigt hat, brauche Begleiter, die so ticken wie er/sie selbst. Nicht selten wachse man in der Konsequenz über sich hinaus – die Ideen, die bei solch einem Treffen entstehen, seien unter anderen Umständen sicher nicht entstanden.

Ehrenamtlich viel gewonnen: 1.300 Teilnehmer – 300 Projekte – 15 Startups

Michaelis, Stefes, Hornik und Tesfamariam leben Spirit zur Selbstständigkeit – jeder für sich in einem anderen Unternehmen – blieben aber gemeinsam der Idee der Förderung der Startup-Kultur in und für die Region verbunden. Daraus entstand die Idee, das Format “Startup Weekend” weiterzuentwickeln. Ehrenamtlich und von Gründern für Gründer.

Der Startup Sprint startet dieses Jahr zum zwölften Mal. In der Hochschule Düsseldorf stellen 100 Teilnehmer:innen am kommenden Wochenende – Freitag., 12. Mai, bis Sonntag, 14. Mai, ihre Geschäftsidee vor. Daraus soll innerhalb von nur einem Wochenende ein Startup werden.

Die ersten Monate einer Gründung im ultimativen Schnelldurchlauf. Das geht – mit einem Team, mit dem gemeinsam an der Idee gefeilt wird (notfalls und nicht selten auch die ganze Nacht) und mit Hilfe von 13 hochkarätigen Mentor:innen, die sich über das Wochenende für 30-minütige Zeitslots buchen lassen. Am Sonntag werden die Pitches präsentiert und die Sieger der Kategorien “Best Pitch”, “Most Innovative” und “Best Overall” von einer vierköpfigen Jury (Eugenia Gagin – Dentalheld -, Jana Schandua – Granny Angels -, Lara Knebel – publicplan- und Steffi Rehm – HS Düsseldorf) gekürt.

Gründung im Schnelldurchlauf? Geht! Unfassbar, welche Effizienz in 3 Tagen möglich sei, so das Team der Startup Sprint.

Gründung im Schnelldurchlauf? Geht! Unfassbar, welche Effizienz in 3 Tagen möglich sei, so das Team der Startup Sprint.

Bereits über 1.300 Teilnehmer waren in den vergangenen elf Startup Sprints dabei, mehr als 300 Startup-Projekte wurden vorgestellt, 15 Startups sind daraus entstanden, darunter bis heute sehr erfolgreich agierende, wie dermanostic, faam.ly, BioHacks, Strivecast und intumind.

Gründungsidee ist nicht Pflicht – Gründerwille hingegen schon

Wichtig ist, dass man als Teilnehmer gar nicht unbedingt eine Idee mitbringen muss. Üblicherweise, so die Startup-Organisatoren, werden an einem Abend um die 30 Ideen vorgestellt. Und auch das sei noch zu viel. Am ersten Abend werden aus den ersten Vorstellungen zehn Projekte per Abstimmung gefiltert. Darum bilden sich Teams, die die kommenden 48 Stunden zusammenarbeiten werden.

Der Startup Sprint findet einmal im Jahr statt. Auch wenn es das Team gerne in kürzeren Abständen umsetzen würde – die Organisation rund um die Suche nach einer passenden Location, das Netzwerken, das Anschreiben von Investoren und das Zusammenspiel der passenden Mentoren ist zeitaufwendig. Schon jetzt ist man in Gedanken im kommenden Jahr und den tausend neuen Möglichkeiten, die ein einziges Wochenende mit sich bringen kann.

Mehr Infos und Resttickets gibt es unter www.startupsprint.de

Teilen:
Weitere Artikel
Terrassenüberdachung in Burghausen: Worauf Bauherren im Interview mit dem Fachbetrieb achten
Ratgeber
Terrassenüberdachung in Burghausen: Worauf Bauherren im Interview mit dem Fachbetrieb achten

Wer in Burghausen eine Terrassenüberdachung plant, sollte früh einen erfahrenen Fachbetrieb einbinden denn Statik, Material, Beschattung und Steuerung müssen zusammen gedacht werden. Eine Terrasse ist heute weit mehr als ein Stück Pflasterfläche vor dem Haus: Sie ist erweiterter Wohnraum, Rückzugsort und im besten Fall ein ganzjährig nutzbarer Lieblingsplatz. Voraussetzung dafür ist eine durchdachte Überdachung, die Wetterschutz, Architektur und Technik in Einklang bringt. Im Gespräch mit einem regionalen Meisterbetrieb wird deutlich, worauf es bei Planung, Material und Montage ankommt. Warum die Wahl des richtigen Fachbetriebs am Anfang steht „Die meisten Kunden unterschätzen, wie viele Entscheidungen vor dem ersten Bohren getroffen werden müssen“, erklärt ein erfahrener Handwerksmeister aus der Region. Statik, Dachneigung, Entwässerung, Beschattung, Beleuchtung und perspektivisch auch seitliche Verglasungen sollten frühzeitig zusammengedacht werden. Wer hier auf einen Experten für Terrassenüberdachung in Burghausen setzt, profitiert von einer Planung aus einer Hand – inklusive begleitender Gewerke wie Maurer-, Verputz- und Elektroanschlussarbeiten. Genau dieser ganzheitliche Ansatz unterscheidet einen Meisterbetrieb von reinen Verkaufsplattformen.

3 Min. LesezeitLesen
Premium Osmoseanlagen für Zuhause: Worauf es im Alltag wirklich ankommt
Verbraucher
Premium Osmoseanlagen für Zuhause: Worauf es im Alltag wirklich ankommt

Eine Premium Osmoseanlage für Zuhause liefert sauberes, wohlschmeckendes Trinkwasser direkt aus der Leitung und ist damit für viele Haushalte ein interessantes Qualitätsthema. Wer regelmäßig Wasserflaschen schleppt oder sich an Kalkrändern in Wasserkocher und Kaffeemaschine stört, denkt früher oder später über eine solche Anlage nach. Doch worauf kommt es bei einer wirklich hochwertigen Lösung an, und wann lohnt sich die Investition? Wir haben mit einem erfahrenen Anwendungstechniker gesprochen, der täglich mit Wasseraufbereitung zu tun hat und seine Antworten in diesem Interview für Sie zusammengefasst. Klares Wasser direkt aus der Leitung: Osmoseanlagen werden auch im Privatbereich zunehmend nachgefragt.

3 Min. LesezeitLesen
Zugkraft durch Spezialisierung: Wie die Seilerei Peter Weiß traditionelles Handwerk in moderne Wertschöpfungsketten integriert
Expertentalk
Zugkraft durch Spezialisierung: Wie die Seilerei Peter Weiß traditionelles Handwerk in moderne Wertschöpfungsketten integriert

Die Wirtschaft befindet sich im stetigen Wandel. Gerade für klassische Handwerksbetriebe bedeutet das oft, sich den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Während Massenproduktion und globale Lieferketten viele Märkte dominieren, zeigt sich gleichzeitig ein klarer Gegentrend: Die gezielte Besetzung von Nischen bietet wertvolle Chancen für Spezialisten. Ein passendes Beispiel für diese Entwicklung ist die Seilerei Peter Weiß. Der Betrieb hat einen Weg gefunden, alte Handwerkstechniken mit den heutigen Anforderungen von Geschäftskunden aus Industrie und Gewerbe zu verbinden. Geschäftsführer Peter Weiß leitet das Unternehmen und kennt die alltäglichen Herausforderungen des Marktes genau. Im folgenden Gespräch erläutert er die strategische Ausrichtung seines Spezialbetriebs. Dabei steht im Mittelpunkt, wie sich ein klassisches Handwerk in einer zunehmend automatisierten Wirtschaftslandschaft langfristig behaupten kann und welche Rolle Faktoren wie gezielte Spezialisierung sowie Nachhaltigkeit dabei spielen.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite