DBU fördert Start-ups aus Berlin, Den Haag und Aachen

„Für eine sozial und ökologisch nachhaltige Gesellschaft können wir mit Rohstoffen nicht so sorglos umgehen wie bisher“, sagt Fabian Vorländer, Koordinator des Green Start-up Programms der DBU. „Wir brauchen ein umfassendes Kreislaufdenken von der Produktentwicklung und Materialauswahl über die Reparier- und Modernisierungsfähigkeit von Waren bis zum Wiederverwenden und Recyceln. Viele Start-ups in unserer Förderung sind mit innovativen Ideen für eine solche Circular Economy wesentlicher Antrieb für gesellschaftliche Entwicklungen in diese Richtung.“
Elektrogeräte im Kreislauf belassen
Dazu gehört das Berliner Start-up Open Funk, das an materialeffizienten und einfach zu reparierenden Elektrogeräten arbeitet. „Unser erstes Produkt ist ein Küchenmixer, der mit gewöhnlichen Einmachgläsern benutzt wird“, sagt Paul Anca, einer der beiden Gründer. Die einzelnen Komponenten des Mixers seien nicht verklebt, könnten selbst ausgetauscht werden. Außerdem achte Open Funk auch bei der Produktion auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit. „Wir verwenden für die Herstellung recyceltes Plastik und Werkstoffe aus der Region. Die Montage erfolgt in Sozialbetrieben in Berlin“, so Anca. Ziel sei es, einen Markt für nachhaltige, sozial hergestellte und langlebige Elektrogeräte zu schaffen, um der Industrie ein gutes Beispiel für Produktverantwortung zu liefern. Die Vision von Open Funk: „Eine Welt zu schaffen, in der Elektrogeräte lokal produziert und repariert werden und für immer im Kreislauf bleiben“, sagt Anca.
Minimierung von Lebensmittelabfällen
Statt Elektroschrott will das Start-up Invisible Foods aus Den Haag Obst- und Gemüseabfälle reduzieren und entwickelt ein ganzes Paket innovativer Lösungen für Händlerinnen, Erzeuger und Verarbeitungsindustrie. Laut Umweltbundesamt werden jedes Jahr weltweit ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen. „Das entspricht auch etwa 30 Prozent der globalen Anbaufläche“, sagt Helena Gebhart von Invisible Foods. Ursache seien häufig Fehlplanungen bei der Verteilung von Lebensmitteln. „Wir analysieren mithilfe von künstlicher Intelligenz Daten der Händler aus den Vorjahren, um die Bestellmenge besser an die Nachfrage anzupassen“, so Gebhart. Entscheidend dafür sei ein selbstentwickeltes, bilddatengestütztes System. Mit diesem würden beim Wareneingang Qualität und Reifegrad von zum Beispiel Mangos erfasst, um Lebensmittelüberschüsse frühzeitig zu erkennen. Und auch für die Vermarktung der Überschüsse will Invisible Foods sorgen: „Mit unserer digitalen Plattform können übrig gebliebenes Gemüse oder überreife Früchte an die Verarbeitungsindustrie verkauft und zur Herstellung von Säften oder getrockneten Snacks verwendet werden“, so Gebhart.
Organische Reststoffe nachhaltig und regional verwerten
Hermetia Tech aus Aachen hingegen beschäftigt sich mit der stofflichen Verwertung von unvermeidlichen Rest- und Abfallstoffen aus der Lebensmittelverarbeitung. „Wir platzieren Insektenlarven in einem Container direkt auf dem Gelände der Produktionsstätte, zum Beispiel einer Großbäckerei, und füttern die Maden mit organischen Produktionsabfällen des Betriebes“, sagt Geschäftsführer Marius Wenning. Nach zwei Wochen werden die Larven abgeholt, getrocknet und als Proteinquelle an Futtermittelhersteller vermarktet. „So spart die Bäckerei Emissionen und Kosten, die sonst für Lagerung, Transport und Entsorgung der organischen Restmengen anfallen“, erklärt Wenning. Außerdem könne das nachhaltig und regional produzierte Insektenprotein Fischmehl im Tierfutter ersetzen, das sonst kosten- und ressourcenaufwendig importiert werde. Sogar die Hinterlassenschaften der Insekten sollen künftig Verwendung finden: „Das ist hochwertiger Dünger, den wir an lokale Landwirte verkaufen wollen“, so Wenning.
Über das Green Start-up Programm
Im Green Start-up Programm der DBU werden Unternehmensgründungen gefördert, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln.
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ArbeitslebenGegen den Fachkräftemangel setzt die Versicherungsbranche auf ein Bündel von Maßnahmen von der Ausbildungsoffensive über Employer Branding und Weiterbildung bis zur gezielten Direktansprache durch spezialisierte Personalberater. Denn erfahrene Fachkräfte gehen in Rente, während Digitalisierung und Regulatorik neue Spezialkompetenzen verlangen. Wie gravierend die Lage insgesamt ist, zeigt ein Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): 40,2 Prozent aller Betriebe in Deutschland meldeten im ersten Halbjahr 2022 einen Fachkräftebedarf ein Höchststand. 61,3 Prozent erwarteten Personalprobleme in den folgenden zwei Jahren, und rund 45 Prozent aller angebotenen Fachkräftestellen konnten 2022 deutschlandweit nicht besetzt werden. Für die Assekuranz ist das mehr als eine Randnotiz. Wer heute einen Aktuar, einen erfahrenen Underwriter oder einen IT-Architekten sucht, konkurriert in einem Markt, in dem qualifizierte Kandidaten kaum aktiv auf Jobsuche sind. Genau hier setzt spezialisiertes Recruiting an: Eine Headhunter Versicherung erreicht Schlüsselkräfte, die über klassische Stellenanzeigen praktisch nicht mehr ansprechbar sind.
LifestyleDie Leoba Liftsysteme GmbH aus Mössingen ist ein regionaler Spezialist für Treppenlifte, Plattformlifte und Hebebühnen und damit für Lösungen, die Menschen ein selbstständiges Leben im eigenen Zuhause ermöglichen können. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels in der Pflege und steigender Immobilienpreise gewinnt das Thema „Wohnen im Alter" zunehmend an Bedeutung auch wirtschaftlich. Wer im vertrauten Umfeld bleiben möchte, braucht praktikable Lösungen, die Sicherheit und Selbstständigkeit erhalten. Ein Portrait über Leoba Liftsysteme, einen Fachbetrieb, der nah am Lebensalltag seiner Kundinnen und Kunden agiert. Leoba Liftsysteme: Ein Fachbetrieb mit Wurzeln auf der Schwäbischen Alb Der Sitz der Leoba Liftsysteme GmbH liegt in Mössingen, eingebettet in die Landschaft der Schwäbischen Alb. Von dort aus betreut das Unternehmen Privatkundinnen und Privatkunden in Tübingen, Reutlingen, Stuttgart und der weiteren Region ebenso werden auch hochwertige Treppenlifte in Balingen geplant und installiert. Wer das Portfolio betrachtet, erkennt schnell: Leoba Liftsysteme versteht sich nicht als reiner Produktverkäufer, sondern als Anbieter individueller Mobilitätslösungen für das Zuhause. Sitzlifte, Plattformlifte, Rollstuhllifte, Senkrechtlifte und Hebebühnen bilden ein breites Sortiment, das auf unterschiedliche Wohnsituationen, Treppenformen und körperliche Voraussetzungen zugeschnitten wird.
