Wirtschaftslexikon·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
6. November 2013

Der Exit – ein strategischer Ausstieg mit Gewinn

Merkmale eines Exits

Viele Unternehmen bestehen aus mehreren Anteilshaltern. Dies ist nicht nur bei Aktiengesellschaften (grundkapital -geschaefte-_id29948.html’>Aktiengesellschaft -grundkapital-geschaefte-_id29948.html“>zur Aktiengesellschaft Definition) der Fall, bei denen jeder Mensch Anteile an dem Unternehmen erwerben kann. Auch bei Unternehmen, die keine AG sind, gibt es häufig verschiedene Anteilshalter, die an dem Unternehmen beteiligt sind. Dieses außerbörsliche Beteiligungskapital wird auch Private Equity (zur Private Equity Definition) genannt. Dieses Kapital wird wiederum von einer Beteiligungsgesellschaft (Venture Capital-Gesellschaft) gestellt. Gerade im Bereich der Venture Capital geht es darum, mit dem Kauf und Verkauf von Firmenanteilen Geld (zur Geld Definition) zu verdienen. Aus diesem Grunde spielt eine Exit-Strategie hier eine besonders wichtige Rolle. Daher wird die präzise Exit-Strategie meistens bereits bei Beginn der Venture Capital-Beziehung vertraglich festgelegt.

Doch nicht nur bei Venture Capital-Gesellschaften wird der Verkauf von Anteilen Exit genannt. Auch bei dem Verkauf einer Beteiligung durch Banken oder andere institutionelle Anleger spricht man von einem Exit.

Ziel einer Exit-Strategie

Erklärtes Ziel einer Exit-Strategie ist es, den Wert des einst angelegten Kapitals zu steigern. Dies geschieht meist in einem Zeitraum von fünf bis sieben Jahren. Der von vornherein festgelegte Exit hat daher zur Folge, dass die Anteilseigner in den ersten Jahren keinen großen Wert auf eine große Gewinnausschüttung legen. Der Fokus liegt darauf, den Wert des Unternehmens zu steigern, um dementsprechend den Verkaufswert des Unternehmens zum Zeitpunkt des Exits möglichst hoch zu gestalten.

Verschiedene Formen des Exit

Um als Anteilseigner aus einem Unternehmen auszusteigen, ein Divestment zu tätigen, gibt es verschiedene Optionen. Im englischen und mittlerweile auch deutschen Sprachraum konnten sich folgende Bezeichnungen durchsetzen:

  • Buy Back
  • Trade Sale
  • Secondary Purchase
  • Going Public (Börsengang)

Hinter diesen Begriffen verstecken sich folgende Vorgehensweisen:

1. Buy Back

Ein Buy Back bedeutet, dass ein Unternehmen die Anteile selbst von einem Anteilseigner zurückkauft. Ein Vorteil ist der Erhalt bestehender Unternehmensstrukturen. Nachteil ist ein hohes finanzielles Risiko für den Unternehmer.

2. Trade Sale

Trade Sale ist der Verkauf der Firmenanteile an einen industriellen Investor aus dem Arbeitsfeld des Unternehmens. Der Vorteil besteht darin, dass durch einen Investor aus dem Fachbereich Synergien entstehen können, die das Unternehmen vorantreiben. Der Nachteil besteht darin, dass der Unternehmer wohlmöglich etwas von seiner Unternehmenskontrolle aufgeben muss.

3. Secondary Purchase

Secondary Purchase bezeichnet den Wiederverkauf der Anteile an einen anderen Finanzinvestor. Durch diesen Verkauf kann das Unternehmen von der Branchenerfahrung des neuen Investors profitieren. Der Nachteil besteht darin, dass man als Unternehmer dem Investor ein Mitspracherecht bei strategischen Entscheidungen einräumen muss.

4. Börsengang

Die letzte Variante des Austritts ist der Börsengang eines Unternehmens. Im engeren Sinne ist dies kein Exit im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Vorbereitung des Verkaufs. Ist der Börsengang vollbracht, ist es nach einiger Zeit für den Anteilseigner einfach, die Anteile aufzugeben bzw. zu reduzieren.

Florian Weis

Teilen:
Weitere Artikel
Lebenslauf ohne Foto – wann er Ihre Chancen erhöht
Bewerbungen
Lebenslauf ohne Foto – wann er Ihre Chancen erhöht

Ein Lebenslauf ohne Foto ist in Deutschland vollständig zulässig. Niemand darf ein Bewerbungsfoto verlangen. Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bleibt das Foto freiwillig, die Entscheidung liegt allein beim Bewerber. Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob man ein Foto weglassen darf, sondern ob es sinnvoll ist, und das hängt von Branche, Region und Stellenanzeige ab. Weiter unten finden Sie dazu eine Branchen-Matrix, konkrete Layout-Hilfen und eine Entscheidungscheckliste, mit der Sie für Ihre nächste Bewerbung ohne Foto eine klare Wahl treffen können. Was Sie wissen sollten Ein Lebenslauf ohne Bild ist rechtlich vollständig zulässig. Niemand darf ein Foto verlangen.

8 Min. LesezeitLesen
Celius: Außerklinische Intensivpflege als Alternative zum Pflegeheim in Neu-Isenburg
Firmenportrait
Celius: Außerklinische Intensivpflege als Alternative zum Pflegeheim in Neu-Isenburg

Wenn ein schwerer Unfall, eine neurologische Erkrankung oder eine chronische Krankheit dauerhaft intensive medizinische Betreuung erfordert, stehen Betroffene und ihre Angehörigen vor einer weitreichenden Entscheidung: stationäre Unterbringung im Pflegeheim oder Versorgung im vertrauten Zuhause. Viele Familien wünschen sich Letzteres – und spezialisierte Dienstleister wie Celius in Neu-Isenburg machen genau das möglich. Das Unternehmen bringt medizinisch anspruchsvolle Intensiv- und Beatmungspflege in die eigenen vier Wände und betreut Erwachsene, Jugendliche und Kinder rund um die Uhr. Für die Unternehmen der Branche bedeutet dieses wachsende Versorgungssegment hohe Anforderungen an Personal, Organisation und Qualifikation – und zugleich ein Marktumfeld mit stabiler, langfristig steigender Nachfrage. Was ist außerklinische Intensivpflege?

5 Min. LesezeitLesen
Virtuelle Geschäftsadresse mieten — Anbieter und Preise
Recht & Steuern
Virtuelle Geschäftsadresse mieten — Anbieter und Preise

Eine virtuelle Geschäftsadresse lässt sich in Deutschland bereits ab etwa 20 Euro pro Monat mieten. Erweiterte Pakete mit Postscan, Telefonservice und Zugang zu Meetingräumen kosten je nach Dienstleister und Standort deutlich mehr, häufig im dreistelligen Bereich bis rund 300 Euro monatlich. Angeboten werden sie von spezialisierten Anbietern für ein virtuelles Büro, von Coworking-Diensten und von Business-Centern in Großstädten. Der Vorteil liegt in einem repräsentativen, rechtssicheren Firmenauftritt ohne physisches Büro und ohne die private Wohnanschrift im Impressum. Entscheidend ist, ob die Adresse tatsächlich ladungsfähig ist. Genau hier trennen sich seriöse Angebote von riskanten Massenadressen. Die Schlüsselfakten Ein virtuelles Büro mit eigener Geschäftsadresse gibt es ab etwa 20 Euro pro Monat, erweiterte Pakete kosten meist deutlich mehr, bis rund 300 Euro.

8 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite