Definition Private Equity
Private Equity als außerbörsliches Eigenkapital
Deutschland. Der Begriff Private Equity bezeichnet außerbörsliches Eigenkapital. Dabei handelt es sich um ein Beteiligungskapital, welches nicht an der Börse handelbar ist. Dieses Kapital wird vorrangig von Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die sich auf diese Unternehmung spezialisiert haben, bereitgestellt. Sie werden auch Private-Equity-Gesellschaften (PEG) genannt. Das Kapital wird über verschiedene Kanäle erwirtschaftet. Als Geldgeber dienen Banken, Versicherungen und seltener Personen mit einem entsprechenden Privatvermögen. Die Beteiligung wendet sich hauptsächlich an mittelständische Unternehmen, teilweise gehören auch Großkonzerne dazu.
Christian Weis ist Gründer und Geschäftsführer von business-on.de und Herausgeber des Regionalportals für Köln/Bonn
Wo wird Private Equity angelegt?
Das außerbörsliche Eigenkapital wird bei Unternehmen angelegt, die ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Verhältnis aufweisen. Im Idealfall verfügen sie über hohe oder gleich bleibende Erträge. Das Kapital wird in der Regel nur für das laufende Geschäft aufgewendet, ein Mehrbedarf für Forschung oder Entwicklung von Produkten ist häufig ausgeschlossen. Eine Transaktion des Eigenkapitals erfolgt mittels eines sogenannten Leveraged Buy Out (LBO), also eines hohen Anteils an Fremdkapital. Der Leverage-Effekt besteht darin, dass eine Steigerung des Eigenkapitals für die PEG erfolgt. Einzige Voraussetzung: Die Gesamtkapitalrentabilität muss höher sein als die Zinsen für das eingesetzte Fremdkapital.
Warum investiert man in Private-Equity-Fonds?
Geldgeber für Private-Equity-Gesellschaften profitieren von der Möglichkeit, am Kapitalmarkt teilzunehmen, ohne haften zu müssen, wenn das Zielunternehmen finanziell scheitert. Sie bleiben zudem durch die Finanzierung des Fonds anonym. Sie haben dafür den Nachteil, dass sie zusätzliche Gebühren für das Verwalten des Fonds zahlen müssen und die PEG eine überproportionale Erfolgsbeteiligung hat. Schließlich helfen die Gesellschaften beispielsweise auch Managern, ihr Unternehmen zu kaufen. Dieser Vorgang wird auch als Management-Buy-Out (MBO) bezeichnet. Heutzutage haben sich bereits Industrieunternehmen und Versicherungsgesellschaften dazu entschieden, als PEG tätig zu werden.
(Christian Weis)
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