Emotionen haben am Arbeitsplatz nichts verloren?

Menschen sind soziale Wesen, die in harmonischer Interaktion mit anderen stehen möchten. Deshalb wächst auch das Bedürfnis nach Gesprächen über Persönliches am Arbeitsplatz, denn Geschichten aus dem Privatleben machen uns menschlich. „Kommunikation gehört zu den grundlegenden Bausteinen eines angenehmen und produktiven Betriebsklimas – dazu zählen auch Unterhaltungen über persönliche Ereignisse und Gefühle“, erklärt Petra Menzel, Geschäftsführerin der Gordion Projects GmbH. Die Projektmanagement-Expertin weiß, warum es vollkommen in Ordnung ist, auch über Privates am Arbeitsplatz zu reden, und welche Vorteile sich dadurch ergeben.
Kommunikation im Wandel
Noch vor zehn Jahren wurde in Management-Schulungen gelehrt, dass Emotionen nichts in der Firma zu suchen haben. Strenge Sachlichkeit und Professionalität galten als notwendig für produktive und erfolgreiche Unternehmen. Auf keinen Fall sollten persönliche Gefühle, Sorgen und Angelegenheiten besprochen oder thematisiert werden – nicht von den Angestellten und erst recht nicht vom Führungspersonal. Doch besonders in den letzten Jahren hat im Rahmen des New-Work-Ansatzes ein Umdenken in Führungsebenen eingesetzt. „Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber sollten stets ganzheitlich betrachtet werden – das beinhaltet auch persönliches Befinden. Wer sich gut mit Kollegen versteht und sich auf der Arbeit wohlfühlt, geht dort gern hin, kann eine bessere Leistung abliefern und hat somit mehr Erfolg“, so Petra Menzel. Aus diesem Grund ist es wichtig, hin und wieder während der Arbeitszeit auch über Privates zu plaudern. Natürlich kommen Kommunikationsart und -inhalte auch immer auf Branche, Tätigkeit und Arbeitgeber an, allerdings bieten die meisten Arbeitsbereiche Gelegenheiten für eine kurze private Unterhaltung.
Agiler Ansatz fördert Austausch
Insbesondere in Unternehmen, in denen moderne, agile Arbeitsweisen gefördert und gelebt werden, erlaubt die tägliche Abstimmung der Teams nicht nur die Besprechung von Aufgaben und Prozessen, sondern auch einen Austausch über Persönliches oder Emotionales. Petra Menzel gibt hierzu ein Beispiel: „Wenn Angestellte im Morning Briefing mitbekommen, dass es einer Führungskraft nicht gut geht, entsteht ein besseres Verständnis von diesem Menschen in seiner entsprechenden Situation. Es besteht die Möglichkeit, Aufgaben abzunehmen, zu unterstützen und zu helfen. Das stärkt die Gemeinschaft, schafft Vertrauen und sichert letztendlich den Erfolg des Projektes.“ Besonders wichtig ist hierbei eine offene, aber vor allem auch respektvolle Einstellung aller gegenüber den Teammitgliedern und dem Unternehmen. Gerade hierfür sind auch Unterhaltungen über persönliche Aspekte in kleineren Kollegenkreisen wichtig und förderlich. Zwar müssen am Arbeitsplatz keine besten Freundschaften entstehen, aber gute persönliche Beziehungen verbessern die Atmosphäre ungemein.
Vorsicht vor übermäßiger Plauderlaune
Trotz vieler positiver Effekte dürfen Privatgespräche bei der Arbeit natürlich nicht den Arbeitsfluss lahmlegen oder behindern. Während ein kurzes Gespräch zwischendurch auf dem Flur meist in Ordnung ist, bieten sich vor allem Pausen an, um sich mit Kolleginnen und Kollegen auch über andere Themen als die Arbeit auszutauschen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Wer schlecht über andere Kollegen spricht, zu viel oder das Falsche von sich preisgibt, sägt sich womöglich selbst die Karriereleiter an. „Lästereien über das Unternehmen oder Angestellte sind ein absolutes No-Go. Aber auch einige andere Themen sollten am Arbeitsplatz lieber unausgesprochen bleiben. Dazu gehören etwa religiöse und politische Ansichten. Auch die eigene Krankengeschichte sollte besser nicht zu detailliert dargelegt werden“, empfiehlt Petra Menzel. Natürlich kommt es auch hier immer auf den jeweiligen Betrieb und die Beziehung zu den Kollegen an. „Es ist dennoch üblicher geworden, sich auch über die Familie oder persönliche Herausforderungen zu unterhalten – das macht uns menschlich. Wer das Gespräch sucht, um Beziehungen aufzubauen, aber thematisch lieber auf der sicheren Seite bleiben möchte, kann hingegen über Sport, Hobbys, Reisen, Essen, Unterhaltung oder auch das Wetter reden“, rät Menzel abschließend.
- Titelbild: Image by user1505195587 from Pixabay
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
LifestyleWer über Firmenflächen spricht, denkt schnell an Parkplätze, Wege, Eingänge und vielleicht noch ein paar Beete vor dem Gebäude. Genau da beginnt das Problem. Außenflächen werden in vielen Betrieben noch immer wie Restflächen behandelt, obwohl sie im Alltag viel entscheiden: den ersten Eindruck bei Kunden, die Aufenthaltsqualität für Mitarbeiter, die Sicherheit auf dem Gelände und den Aufwand für Pflege und Instandhaltung. Hinzu kommt ein Punkt, der in den vergangenen Jahren deutlich wichtiger geworden ist: versiegelte Grundstücke reagieren empfindlich auf Hitze und Starkregen. Entsiegelung und grüne Infrastruktur gelten deshalb inzwischen als wichtige Bausteine der Klimaanpassung. Für Unternehmen heißt das: Gartengestaltung ist nicht einfach nur ein Randthema. Eine gute Planung schafft Orientierung, verbessert die Umgebung rund ums Gebäude und verhindert, dass Flächen zwar ordentlich aussehen, im Alltag aber wenig taugen. Wer das Thema von Beginn an richtig angeht, spart sich spätere Korrekturen an Wegen, Pflanzflächen, Entwässerung und Pflege. Warum Außenflächen für Unternehmen heute anders geplant werden müssen
ArbeitslebenWer im Büro arbeitet, kennt das Muster nur zu gut: Der Tag beginnt fit und konzentriert, es folgen Meetings, Mails und das Brüten über Tabellen – und irgendwann fangen die Schmerzen zwischen Schulterblättern, Nackenansatz und oberer Brustwirbelsäule an. Das wirkt im ersten Moment wie eine normale Folge langer Bildschirmarbeit. Doch genau darin liegt das Problem: Was als kleine Alltagsbeschwerden beginnt, wird schnell still und heimlich zu einem dauerhaften Begleiter. Der obere Rücken reagiert besonders empfindlich auf starre Haltungen. Schon wenige Stunden in einer nach vorn gezogenen Arbeitsposition reichen, damit die Schultern hochwandern, die Brustwirbelsäule einrundet und die Muskulatur in eine Art Dauerdienst geht. Wer dazu noch mit dem Laptop arbeitet, kaum aufsteht und unter Zeitdruck steht, sammelt im Lauf der Woche viele kleine Belastungen, die sich addieren. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beschreibt statische, physiologisch ungünstige Haltungen ausdrücklich als wichtigen Auslöser muskuloskelettaler Beschwerden bei Bildschirmarbeit. Für Unternehmen ist das kein Randthema: Rückenbeschwerden gehören seit Jahren zu den häufigsten Gründen für Fehlzeiten. Nach Angaben der AOK lagen Muskel- und Skeletterkrankungen 2023 bei den Krankschreibungen von AOK-Versicherten mit 19,5 Prozent auf Platz eins.
