Klimawandel: Beschäftige verunsichert von Arbeitgebern

„In unseren Studiendaten zeigt sich, dass Glaubwürdigkeit beim Klima-Engagement ist ein bedeutender Faktor für Mitarbeiterbindung ist. Dass beim Zukunftsthema Klima-Engagement nur ein Viertel der Beschäftigten das eigene Top-Management für glaubwürdig hält, ist ein Drama“, kommentiert der DEBA-Geschäftsführer Reiner Kriegler die Ergebnisse der Studie.
Jobkiller Klima?
Einen Arbeitsplatzabbau aufgrund des Klimawandels befürchten der Studie zufolge knapp 20 Prozent der Beschäftigten, 17,6 Prozent erwarten sogar mehr Arbeitsplätze im eigenen Unternehmen, während rund 60 Prozent gar keine Veränderung bei der Zahl der Arbeitsplätze erwartet. Vor allem bei den jüngeren Beschäftigten ist der Optimismus stark ausgeprägt. In der Altersgruppe der 18-29-jährigen Beschäftigten rechnen sogar 30,3 Prozent mit einer Zunahme der Arbeitsplätze beim eigenen Arbeitgeber. Möglicherweise ist hier bei der Wahl des Arbeitsplatzes schon der die Klimazukunft mit eingeplant.
„Climate Quitting“
Bemerkenswert ist der Zusammenhang zwischen der Glaubwürdigkeit beim Klimathema und der Mitarbeiterbindung. Im Rahmen der Studie wurde auch gefragt, ob Beschäftigte sich heute nochmals bei ihrem momentanen Arbeitgeber bewerben würden. Bei denjenigen, die sich nicht noch einmal bewerben würden attestierten 41,4 Prozent der eigenen Unternehmensführung keine Glaubwürdigkeit beim Klima-Engagement. Auch der Anteil derjenigen, die Arbeitsplatzabbau aufgrund des Klimawandels erwarten und sich nicht noch einmal bewerben würden, liegt mit 32,5 Prozent weit über dem Durchschnitt.
„Climate Quitting wird häufig unter dem Gesichtspunkt moralischer Erwartungen an den Arbeitgeber diskutiert. Dabei wird übersehen, dass es für viele Beschäftigte noch ein weiteres starkes Motiv gibt, nämlich die Zukunftsfähigkeit und damit die Arbeitsplatzsicherheit. Glaubwürdiges Klima-Engagement ist attraktiv, wer nichts zum Thema anbieten kann, verliert über kurz oder lang das Zutrauen der eigenen Belegschaft“, so Employer-Branding Experte Reiner Kriegler.
Informationsdefizite
Einer Erkenntnis der Studie ist auch, dass bei Beschäftigten ein eher diffuses Bild zum Stand der Klima-Transformation im Unternehmen herrscht. Als Hauptgründe für das Klima-Engagement werden gesetzliche Vorschriften (28,2%), Verantwortung und Überzeugung (23,4%) und Marketing-Gründe (22,8%) genannt. Ein Viertel der Befragten ist zudem der Meinung, dass der eigene Arbeitgeber gar keinen Klimaschutz betreibe.
„Beschäftigte brauchen ein klares Bild von Strategie und Richtung des Unternehmens, um Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit zu haben und sich einbringen zu können“, so Reiner Kriegler. „Die Ambivalenz der Unternehmensführung sowie eine fehlende oder missverständliche Kommunikation zum eigenen Klima-Engagement sind Gift für die Unternehmenskultur. Es ist aus Sicht von Beschäftigten sicher keine Schande, noch nicht weit gekommen zu sein. Aber es ist eine Unterlassungssünde, sich nicht auf den Weg gemacht zu haben“, ist Kriegler überzeugt.
(ots)
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BusinessEin Gewerbe abmelden zu müssen, wirkt auf den ersten Blick wie ein rein formaler Behördengang. In der Praxis entsteht der größte Fehler aber meist schon davor: Nicht jede Veränderung im Betrieb führt automatisch zu einer Gewerbeabmeldung. Entscheidend ist, ob der Gewerbebetrieb endgültig aufgegeben wird, ob sich die Rechtsform ändert oder nur Daten des Unternehmens angepasst werden müssen. Seit dem 1. November 2025 gilt außerdem bei der Verlegung in einen anderen Meldebezirk ein vereinfachtes Rückmeldeverfahren, das die Abläufe an einem wichtigen Punkt verändert hat. Gerade für kleinere Unternehmen, Einzelunternehmen und wachsende Betriebe mit mehreren Standorten ist diese Unterscheidung wichtig. Wer die falsche Anzeige wählt, riskiert Rückfragen der Behörde, unnötige Doppelwege oder im schlechtesten Fall eine verspätete Meldung. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Fälle, in denen eine Abmeldung tatsächlich erforderlich ist, und auf die Konstellationen, in denen stattdessen eine Gewerbeummeldung oder eine neue Gewerbeanmeldung vorzunehmen ist. Wann muss ein Gewerbe tatsächlich abgemeldet werden?
IT & SoftwareObject Storage rückt im Mittelstand aus einer Nische in das Zentrum der IT-Planung. Der Grund liegt nicht in einem kurzfristigen Trend, sondern in einer strukturellen Veränderung: Unternehmen speichern heute deutlich mehr unstrukturierte Daten, sichern mehr Systeme gleichzeitig und wollen Daten später auch für Analysen, Automatisierung und KI nutzen. Klassische Speicherkonzepte geraten dabei oft an Grenzen, weil sie auf Dateipfade, feste Hierarchien oder teure Primärspeicher angewiesen bleiben. Object Storage setzt an genau dieser Stelle an und schafft eine skalierbare Grundlage für moderne IT-Architekturen. Was Object Storage grundsätzlich anders macht Object Storage speichert Daten nicht als klassische Dateien in Ordnern und Unterordnern, sondern als eigenständige Objekte. Jedes Objekt enthält die eigentlichen Daten, Metadaten und eine eindeutige Kennung. Dadurch entsteht im Kern keine starre Verzeichnisstruktur, sondern ein flacher, sehr gut skalierbarer Datenraum, in dem Anwendungen Objekte über Schnittstellen wie HTTP, HTTPS und REST finden und abrufen können. Einige Plattformen ergänzen dieses Prinzip heute zwar um filesystem-nahe Funktionen wie hierarchische Namespaces oder NFS-Zugriff, die Grundlogik von Object Storage bleibt aber objektbasiert. Genau dieser technische Unterschied macht das Modell für den Mittelstand interessant, weil es mit wachsenden Datenmengen besser umgeht als viele traditionelle Ansätze. Bilder, Videos, Backups, Logdaten, E-Mails, Sensordaten oder Archivbestände lassen sich in großen Mengen verwalten, ohne dass bei jeder Erweiterung das gesamte Speicherkonzept neu gedacht werden muss. In der Praxis steht hinter Object Storage deshalb nicht nur ein weiterer Speicherort, sondern ein anderer Ansatz für den Umgang mit unstrukturierten Daten. Wer moderne Anwendungen, verteilte Standorte oder hybride Infrastrukturen betreibt, profitiert besonders davon, dass Metadaten sehr gezielt ausgewertet und Richtlinien automatisiert auf große Datenbestände angewendet werden können.
