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8. Januar 2020

Existenzgründung: Warum die richtigen Preise so wichtig sind

So wichtig ist die Vorbereitung

Bei den vielen Aufgaben, die eine Existenzgründung mit sich bringt, rutscht die Preisgestaltung auf der To-Do-Liste weit nach unten. Der trügerische Gedanke, die Preise könnten noch angepasst werden, wenn das Geschäft erst einmal brummt, kann das gesamte Unternehmen gefährden. Wer zum Einstieg zu niedrige Preise anbietet, kann diese nicht langfristig halten. Werden sie später nach oben korrigiert, riskiert man, die gewonnenen Kunden direkt wieder zu verlieren. Andersherum können zu hoch angesetzte Preise nicht radikal reduziert werden, ohne an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Wenn fremdes Kapital für die Existenzgründung benötigt wird, möchte sich die Bank anhand des Businessplans außerdem einen Überblick über die Preisgestaltung verschaffen, bevor sie einen Kredit gewährt.

Branchenspezifisch: Welche Kosten entstehen?

Die Preisgestaltung ist je nach Gewerbe unterschiedlich komplex. Während zum Beispiel ein freier Journalist nur wenige Kostenpunkte bei der Berechnung berücksichtigen muss, muss ein Friseur schon in der Existenzgründung weit mehr mit einbeziehen. Die betrieblichen Kosten beginnen bei der Miete der Geschäftsräume und gehen über die Anschaffung von Arbeitsgeräten bis hin zur Einstellung der ersten Angestellten. Zudem wird ein Meisterbrief oder ein Mitarbeiter mit einem solchen Zertifikat benötigt, um einen eigenen Salon eröffnen zu können.

Noch vielfältiger sind die Kosten im produzierenden Gewerbe. Hier sind nicht nur Investitionen in die notwendigen Maschinen nötig, sondern auch laufende Investitionen in das benötigte Arbeitsmaterial. Alle entstehenden Kosten müssen mit dem Verkaufspreis abgedeckt werden. Dabei muss der Existenzgründer aber auch seine eigenen Kosten berücksichtigen: Auch er selbst muss Sozialabgaben bezahlen und seinen Alltag bestreiten. Schließlich soll das eigene Gewerbe langfristig so viel abwerfen, dass man als Inhaber gut davon leben kann.

Das passiert, wenn das Unternehmen wächst

Ein Jungunternehmer sollte sich daher vor der Gründung des Start-ups sorgfältig mit der Selbstkostenkalkulation auseinandersetzen. Die für ein erfolgreiches Unternehmen unerlässliche Ermittlung der Kosten wird ihm im Laufe seiner Selbstständigkeit immer wieder begegnen. Zu Beginn noch relativ übersichtlich, nimmt die Komplexität der Selbstkostenkalkulation rasch zu. Denn je größer das Unternehmen, desto umfangreicher werden auch die Produktpalette und die Zahl der Kostenstellen und Kostenträger. Das bedeutet, dass es mehr Kostenverursacher geben wird, die in eine Preisgestaltung mit einbezogen werden müssen.

Professionelle Software hilft bei der Kalkulation

Große Unternehmen aller Branchen haben für die Kalkulation der Preise eigene Abteilungen. Die Selbstkostenkalkulation wird dann vom Controlling durchgeführt. Es arbeitet eng mit der Geschäftsführung zusammen und hat wichtige Planungs- und Informationsaufgaben. Als Existenzgründer ist man aber noch weit davon entfernt, sich eine ganze Abteilung mit Fachkräften für die Kalkulation leisten zu können. Um die Kalkulation dennoch von Beginn an professionell durchzuführen, können auch Existenzgründer auf unterstützende Software zurückgreifen. Spezielle Programme für die Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung helfen, von Beginn an den Überblick über alle anfallenden Kosten zu behalten, eine gute Buchführung aufzubauen und mit langfristig konkurrenzfähigen Preise zu kalkulieren. Nur so kann auch ein Einsteiger langfristig erfolgreich am Markt teilnehmen und ein gesundes Wachstum anstreben.

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