News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
19. März 2022

Experte verrät: 3 No Go’s bei der Mitarbeitergewinnung im Handwerk und was Betriebe stattdessen tun sollten

„Wer als Betrieb auf Annoncen in der Regionalzeitung setzt, wird keinen Erfolg haben“, erklärt Richard Kraus. „Und auch mit vermeintlichen Vorteilen wie kostenlosem Kaffee kann man allein noch niemanden überzeugen“, sagt Kraus. In folgendem Beitrag verrät der Recruitingexperte für das Handwerk die 3 No Go’s bei der Mitarbeitergewinnung im Handwerk und was die Betriebe stattdessen tun sollten.

1. Die Verwendung wenig effizienter Methoden

Leider sind noch zu viele Unternehmen der Meinung, mit altmodischen und wenig erfolgreichen Methoden gute Mitarbeiter anwerben zu können. Zu den wenig effizienten Methoden gehören etwa die Mitarbeitergewinnung über Zeitungsannoncen, mithilfe von Ebay-Kleinanzeigen oder auch über das Arbeitsamt. „Fachkräfte lassen sich auf diesem Wege kaum noch finden. Um Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen, müssen diese Betriebe jetzt umdenken“, erklärt Richard Kraus.

Der erste Schlüssel zum Erfolg kann darin liegen, wechselwilliges Personal schon dann anzusprechen, wenn es die Beendigung seines aktuellen Arbeitsverhältnisses gerade erst plant. Das kann beispielsweise gelingen, wenn der Kontakt zu potenziellen Fachkräften über die sozialen Medien wie Instagram und Facebook aufgebaut wird – denn aktuell wird immer mehr Zeit auf diesen Plattformen verbracht. „Betriebe, die sich möglichst früh um die Fachkraft bemühen, haben gute Aussichten, sie vom eigenen Betrieb zu überzeugen und sie nicht an die Konkurrenz zu verlieren“, sagt der Recruitingexperte.

2. Die fehlende Präsenz im Internet

Des Weiteren unterschätzen Unternehmen, was mit einer eigenen Webseite oder mit Accounts in den sozialen Medien erreicht werden kann. Denn etwa 90 Prozent aller Jobsuchenden beschreiten den Weg über das weltweite Netz und steuern dabei bevorzugt Plattformen wie Instagram und Facebook an, um Informationen von Betrieben zu erhalten. Aufgrund der fehlenden Onlinepräsenz sind die Handwerksbetriebe jedoch weder für Fachkräfte noch für Kunden sichtbar. Außerdem können sie online nicht für sich werben.

Um auf sich aufmerksam zu machen, dem potenziellen neuen Mitarbeiter einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren und ihm das Team vorzustellen, müssen Betriebe ihre Onlinepräsenz aufbauen und sich in den sozialen Medien positionieren. Denn all das sind Faktoren, die die Entscheidung für eine Bewerbung beeinflussen können.

3. Das schlechte Arbeitsklima

Daneben ist es wichtig, dass der Arbeitgeber alles dafür tut, dass sich die Angestellten bei ihm wohlfühlen. Leider gelingt auch das noch nicht allen Unternehmen. Wichtig ist es daher, ein Arbeitsumfeld mit flachen Hierarchien, mit Aufstiegschancen sowie mit Maßnahmen der Förderung und Weiterbildung anzubieten. Ebenso können Benefits wie etwa eine betriebliche Altersvorsorge ausschlaggebend sein, um sich von anderen Betrieben abzuheben.

Um die Benefits entsprechend zu wählen, ist es vorab natürlich wichtig, die Wünsche und die Bedürfnisse des Personals zu erfragen. Zugleich sollte das Unternehmen regelmäßig die Zufriedenheit unter allen Angestellten ermitteln“, so Richard Kraus. Nur so könne es gelingen, Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen – und sie lange Zeit in der Firma zu halten.

(ots)

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
    Handel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

    In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

    5 Min. LesezeitLesen
    Unfallrisiken im Betrieb – so schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter
    Arbeitsleben
    Unfallrisiken im Betrieb – so schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter

    Arbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.

    8 Min. LesezeitLesen
    Wärmepumpen für Gewerbeimmobilien: Planung und Vorteile
    Aktuell
    Wärmepumpen für Gewerbeimmobilien: Planung und Vorteile

    Wer heute ein Bürogebäude, einen Handelsstandort oder eine gemischt genutzte Gewerbeimmobilie modernisiert, landet schnell bei derselben Frage: Reicht ein konventionelles Heizsystem noch aus, wenn Energiekosten, CO2-Emissionen und regulatorische Vorgaben gleichzeitig Druck machen? Genau an diesem Punkt wird die Wärmepumpe für viele Unternehmen interessant. Das zeigt auch der Blick auf den Markt. In Nichtwohngebäuden lag der Wärmeverbrauch 2023 bei 207 TWh. Davon entfielen noch 69 Prozent auf Öl, Gas und Kohle. Zugleich gewinnen Wärmepumpen im Neubau und bei neuen Projekten spürbar an Bedeutung. Die Debatte wird trotzdem noch zu grob geführt. In vielen Gesprächen geht es nur um die Frage, ob eine Wärmepumpe funktioniert. Die bessere Frage lautet: In welchem Gebäude, mit welcher Wärmequelle und unter welchen Lastprofilen rechnet sie sich? Für eine kleine Büroeinheit gelten andere Maßstäbe als für ein Produktionsgebäude mit hohem Wärmebedarf, langen Laufzeiten oder zusätzlicher Kälteversorgung. Genau deshalb braucht das Thema eine wirtschaftliche und technische Einordnung, die näher an der Praxis bleibt. Warum Wärmepumpen im Gewerbe gerade jetzt ein reales Entscheidungsthema sind

    12 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite