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11. November 2020

Gewinner des Kulturförderpreises The Power of the Arts 2020 stehen fest

„Besonders in Zeiten der Krise zeigt sich, welche wichtige Rolle Kunst und Kultur in der Gesellschaft einnehmen und wie sie einen Beitrag leisten kann, um Menschen zusammenzubringen. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Förderung in diesen Bereichen, da viele Kunst- und Kulturschaffende von den Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie mit am härtesten betroffen sind“, sagt Elfriede Buben, Leiterin Corporate Responsibility bei der Philip Morris GmbH.

Die Jury, zu der unter anderem Kübra Gümüsay (Publizistin und Aktivistin), Diana Kinnert (Politikerin und Unternehmerin), Maryam Zaree (Schauspielerin, Autorin und Regisseurin) und Samy Deluxe (Rapper) zählen, hat sich bewusst für Projekte entschieden, die oft vermeintlich sperrige, aber nicht weniger relevante Themen aufgreifen und diese mit den Mitteln der Kunst für die Öffentlichkeit erfahrbar machen. Als Startpunkt für mehr Diskurs und damit verbunden für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt – auch über Grenzen im Denken hinweg.

Die Preisträger im Überblick:

Überwindung von Ausgrenzung und Impuls für Austausch

Die Preisträger in diesem Jahr decken erneut eine große Bandbreite an (interdisziplinären) Kunstformen und Schwerpunkten des sozialen Engagements ab:

Toleranz und Offenheit

Die SPIEGEL|Arche in Roldisleben (Thüringen) schafft einen Ort der Begegnung zwischen Himmel und Erde im Zeichen der Kunst; er steht für Offenheit, Toleranz und Neugierde. Den Raum bilden zwei übereinandergestapelte Container, die außen verspiegelt wurden. Fabian Knecht wird die SPIEGEL|Arche 2021 als erster renommierter Künstler bespielen, um damit Besucher*innen einen neuen Blick auf die Umgebung und sich selbst zu erschließen.

Baynatna, die erste arabischsprachige Bibliothek in Berlin schafft zusammen mit dem digitalen Kunst- und Kulturmagazin FANN mit „Baynatna & FANN“ Räume der Begegnung, der Kommunikation und der Inspiration für Künstler*innen, Kulturschaffende und Wissenschaftler*innen.

Das Soura Film Festival in Berlin rückt queere Filme aus dem Nahen Osten und Nordafrika in den Fokus und bietet LGBTQI+ Filmemacher*innen, die Verfolgung oder Zensur erleben, eine Plattform und die Möglichkeit, ihre Geschichten zu erzählen.

Inklusion

Das Projekt „Sexability“ ist ein inklusives Film- & Aufklärungsprojekt der THIKWA WERKSTATT FÜR THEATER UND KUNST der nbw gGmbH und Anne-Christin Plate, das sich mit der Vielfalt von Sexualität aus der Sicht von Künstler*innen mit Behinderungen befasst. In einem künstlerischen Schaffensprozess von Menschen mit und ohne Behinderungen entsteht ein Animationsfilm, der auf sensible Art und Weise informiert, aufklärt und gesellschaftliche Tabus aufbricht.

Menschen mit und ohne Behinderung entwickeln in Tuttlingen (Baden-Württemberg) mit „Musiklusion – Digitale Partizipation“ im digitalen Raum kollaborative Musikvideos für mehr gesellschaftliche Teilhabe im künstlerisch-kulturellen Kontext und setzen ihre kreative Arbeit auch unter Pandemie-Bedingungen fort.

Die Performing Arts Company Un-Label aus Köln stößt mit ihrem neuen Programm „Access Maker“ mit Hilfe von künstlerischen Workshops und Beratung durch Kulturschaffende mit und ohne Behinderung und vielfältigen kulturellen Hintergründen einen Qualifizierungsprozess an, für mehr Inklusion und Diversität in Kulturinstitutionen.

Gesellschaftliche Teilhabe und Migration

Das Stuttgarter Kammerorchester erarbeitet mit der Dirigentin Anna-Sophie Brüning und dem Rapper Afrob für das Projekt „Himmel über Adelsheim // eine Knastoper“ mit jugendlichen Häftlingen der JVA Adelsheim ein Musiktheater, in dem diese gemeinsam und gleichberechtigt ihre eigenen Geschichten als Oper kreieren.

Das Berliner „MeetKinoMobil“ eröffnet jungen Frauen mit Flucht- und Migrationsbiografie über Kino und Filmworkshops in Gemeinschaftsunterkünften den Zugang zu Kunst und Kultur über das Medium Film.

Bei dem Projekt „Nach:Denkmal“ in Hannover erschaffen zehn Künstler*innen mit Migrations- und Fluchthintergrund mit Gegendenkmälern Werke, die die Geschichten ihrer Communities in Hannover im öffentlichen Raum positionieren und einen neuen Umgang mit Erinnerungskultur anregen.

Der zehnte Preisträger wird aus projektbezogenen Gründen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Kulturförderung in Zeiten der Corona-Pandemie

Um Kulturprojekte in diesem Jahr und unter den besonderen Herausforderungen umfassender unterstützen zu können, prämiert der Kulturförderpreis The Power of the Arts in diesem Jahr statt vier nun zehn Projekte. Darüber hinaus zeichnet er sowohl bereits in der Entstehung befindliche als auch bisher nur geplante Projekte aus, um den Kunst- und Kulturschaffenden, die oft unter großem persönlichen Einsatz für gesellschaftlich relevante Themen einstehen, mehr Flexibilität und Planungssicherheit zu ermöglichen.

Aus Rücksicht auf den Infektionsschutz wurde dieses Jahr von einer festlichen Preisverleihung abgesehen und die Prämierung in Einzelterminen vorgenommen. „Da noch nicht alle prämierten Projekte aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen realisiert worden sind, wird The Power of the Arts die Arbeiten in den nächsten Monaten weiter begleiten. Wir sind gespannt auf die Umsetzung und Weiterentwicklung in diesen besonderen Zeiten und zu so wichtigen Themen für unsere Gesellschaft“, so Elfriede Buben.

Zu The Power of the Arts: The Power of the Arts ist eine Initiative der Philip Morris GmbH in Zusammenarbeit mit der International Giving Foundation des Deutschen Stiftungszentrums im Stifterverband, Netzwerk Junge Ohren e.V. und BOROS. Sie wird jährlich ausgerufen und steht damit in der langjährigen Tradition des sozialen und kulturellen Engagements der Philip Morris GmbH. Mit insgesamt 200.000 Euro Preisgeld ist The Power of the Arts einer der höchstdotierten Förderpreise im Bereich Kunst und Kultur in Deutschland.

Bewerben können sich alle gemeinnützigen Institutionen und Initiativen in Deutschland, die sich mit Hilfe der Kultur für soziale und kulturelle Gleichberechtigung aller Menschen und deren Verständigung einsetzen sowie strukturelle, soziale und kulturelle Barrieren abbauen. Eine unabhängige Jury wählt zehn Gewinner. Als Juroren sind dabei: Dr. Hans-Jörg Clement (Leiter Kultur Konrad-Adenauer-Stiftung), Samy Deluxe (Rapper), Alexandra Georgieva (Ballettdirektorin am Friedrichstadt-Palast Berlin), Kübra Gümüsay (Publizistin und Aktivistin), Lamya Kaddor (Autorin), Diana Kinnert (Politikerin und Unternehmerin) und Maryam Zaree (Schauspielerin, Autorin und Regisseurin).

(ots)

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