Definition: Konsolidierung

Die Konsolidierung im Finanzwesen

Im Banken- und Finanzwesen werden bei einer Konsolidierung kurzfristige Schulden in längerfristige Verbindlichkeiten umgewandelt. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. So können sowohl einfache Schulden als in Anleihen verbriefte Schulden konsolidiert werden, meist wird die Konsolidierung durchgeführt, um die Liquidität einer Person oder eines Unternehmens durch eine Entspannung der Rückzahlungslasten zu sichern. Ebenfalls sinnvoll kann eine Konsolidierung sein, um einen niedrigeren Festzinssatz zu erhalten oder um eine Bilanz (zur Definition Bilanz) zu verbessern. Im Sprachgebrauch wird die Konsolidierung auch häufig als Umschuldung bezeichnet, da ein vorhandenes Schuldverhältnis durch ein neues ausgetauscht wird.

Durchführung der Konsolidierung

Eine Konsolidierung kann auf mehrere Arten durchgeführt werden. So ist es möglich, bereits beim Abschluss eines Kreditvertrages mit kurzen Laufzeiten eine Konsolidierung vorzusehen, ebenso kann nachträglich umgeschuldet werden. Im ersten Fall spricht man auch von einer Brückenfinanzierung. Im Zusammenhang mit Anleihen spricht man von der Konsolidierungsanleihe. Sie besteht aus der Zusammenfassung von Anleihen oder Krediten zu einer langfristigen Anleihe mit insgesamt günstigeren Zinskonditionen. Dieser Vorgang wird in Fachkreisen als Unifizierung bezeichnet.

Christian Weis

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