News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
4. März 2019

Die Selfstorage-Branche boomt


Bildrechte: Flickr Cardboard Box – Shipping Guy Kilroy CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Der Begriff „Selfstorage“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „selbst einlagern“. Unternehmen vermieten Lagerflächen in unterschiedlichen Größen, Firmen sowie Privatleute können ihre Möbel oder andere Gegenstände in abgeschlossenen und bequem zugänglichen Mieteinheiten selbst einlagern.

Das externe Lagersystem hat seinen Ursprung in den USA. Bereits in den 60er-Jahren bauten Landbesitzer im Westen der Nation kleine Schuppen, die sie an die Appartement-Bewohner als Stauraum vermieteten. Erst in den 80er-Jahren fand das Lagersystem dann langsam in Europa Anklang. Während es in den USA bereits im Jahr 2011 über 50.000. Selfstorage-Standorte mit circa 237 Mio. m² vermietbarer Lagerfläche gab, steckt die Branche in Europa noch in den Kinderschuhen. 2017 waren knapp 3.250 Standorte mit einer vermietbaren Fläche von ungefähr 8,7 Mio. m² bekannt. Doch die Nachfrage wächst.

Gründe, externe Lagermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen, gibt es viele. Sei es, weil zwei Haushalte zu einem zusammengelegt werden oder weil eine lange Reise ansteht, die Wohnung zwischenvermietet und Stauraum für die Besitztümer benötigt wird. Aber auch die Urbanisierung trägt dazu bei, dass externe Stauräume stark nachgefragt werden. Da immer mehr Menschen in die Städte ziehen, ist dort der Wohnraum knapp, und die Mietpreise explodieren. Stauraum wie Dachböden, Garagen oder Keller wird immer knapper, sodass es den Mietern an Lagerräumen fehlt. Ergo suchen sie nach externen Lösungen.

Mittlerweile kann man Lagerräume auch online mieten. Interessenten können zum Beispiel beim Anbieter Boxie24 kostenlos ein Angebot anfordern. Die zu mietende Fläche im Lager kann zwischen 1 und 200 m² groß sein. Ein Abholservice kümmert sich dann um den Transport der Gegenstände, lagert sie sicher ein und bringt sie nach Ende des Mietvertrags wieder zurück.

Bei der Wahl des Unternehmens sollte man darauf achten, dass die Räume im Winter beheizt und im Sommer gekühlt werden. Außerdem sollten sie gut belüftet und trocken sein, damit kein Schimmel entsteht. Prinzipiell ist es ratsam, sich für einen flexiblen Mietvertrag zu entscheiden. Falls zum Beispiel der Umzug doch mehr Zeit in Anspruch nimmt als erwartet, können die Gegenstände problemlos länger gelagert werden.

Für eine optimale Lagerung der Gegenstände sollten diese gut vorbereitet werden. Wer besonders große Möbel verstauen möchte, sollte diese auseinanderbauen. So nehmen sie weniger Platz ein und man spart sich viel Lagerfläche und damit Kosten. Zwar achten professionelle Selfstorage-Anbieter in ihren Lagern auf Sauberkeit, dennoch ist es empfehlenswert, die Gegenstände in Folie einzuwickeln. Besonders empfindliche Gegenstände kann man zusätzlich in Luftpolsterfolie verpacken. Wer seine Kisten beschriftet, findet später alle Gegenstände schnell wieder. Elektrogeräte, Textilien und Bücher sollte man vor dem Einlagern besonders sorgfältig verpacken.

In der Regel ist es möglich, fast alles einzulagern. Allerdings legen viele Unternehmen Wert auf Sicherheit und verbieten daher gefährliche, illegale oder verderbliche Güter wie Nahrungsmittel, Chemikalien, illegale Substanzen, lebendige Tiere oder Waffen.

Teilen:
Weitere Artikel
Berufliche Neuorientierung: So gelingt der Neustart auf dem Arbeitsmarkt
Karriere
Berufliche Neuorientierung: So gelingt der Neustart auf dem Arbeitsmarkt

Der Wunsch nach einem beruflichen Neuanfang trifft längst nicht mehr nur Berufseinsteiger. Fachkräfte in der Lebensmitte, Rückkehrer nach einer Familienphase und Menschen nach einer Kündigung stellen sich dieselbe Frage. Passt der eingeschlagene Weg noch zu dem, was sie können und wollen? Eine berufliche Neuorientierung wirkt im ersten Moment oft einschüchternd. Wer sie planvoll angeht, gewinnt jedoch schnell an Sicherheit. Der Arbeitsmarkt bietet mehr Einstiegswege als viele vermuten und mit der richtigen Vorbereitung wird aus der Unsicherheit ein tragfähiger Plan. Das Wichtigste in Kürze

4 Min. LesezeitLesen
Die optimierte Ölheizung: Präzise Strategien zur nachhaltigen Kostensenkung
Verbraucher
Die optimierte Ölheizung: Präzise Strategien zur nachhaltigen Kostensenkung

Die schwankenden Rohstoffpreise und neue energiepolitische Vorgaben rücken die Heizkosten vermehrt in den Fokus. Trotz des Wandels auf dem Energiemarkt spielt die bewährte Ölheizung in vielen Bestandsgebäuden und Gewerbeimmobilien weiterhin eine zentrale Rolle. Ein kompletter Austausch der Heizanlage ist dabei nicht zwingend die einzige Lösung, um wirtschaftlicher zu heizen. Oft lassen sich bereits durch gezielte Optimierungen an der bestehenden Technik greifbare Einsparungen erzielen. Wer das System klug anpasst, reduziert den Ölverbrauch nachhaltig und schont das Budget auf lange Sicht.

3 Min. LesezeitLesen
Betriebsmedizin und Verkehrsmedizin: Was Unternehmen zu Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen wissen sollten
Guide's
Betriebsmedizin und Verkehrsmedizin: Was Unternehmen zu Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen wissen sollten

Wenn der LKW-Führerschein eines Mitarbeiters zur Verlängerung ansteht oder eine neue Mitarbeiterin im Schichtbetrieb beginnt, wird es für viele Unternehmen konkret: Arbeitsmedizinische Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen gehören zum betrieblichen Alltag, werden aber oft erst organisiert, wenn Fristen drücken. Dabei sind sie mehr als eine Pflichtaufgabe. Gerade kleine und mittlere Betriebe ohne eigene Personalabteilung stehen vor der Frage, welche Untersuchungen wirklich nötig sind und wer sie durchführen darf. Dieser Beitrag erklärt, welche Untersuchungen für Betriebe mit Fahrpersonal, Außendienst oder Schichtarbeit relevant sind, wie sich die Organisation vereinfachen lässt und worauf Unternehmen bei der Wahl eines betriebsärztlichen Ansprechpartners achten sollten. Warum Betriebsmedizin für Unternehmen kein Nebenthema ist Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, Gefährdungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und für bestimmte Tätigkeiten arbeitsmedizinische Vorsorge sicherzustellen. Je nach Arbeitsplatz kann es sich dabei um Pflichtvorsorge handeln etwa bei besonderen gesundheitlichen Belastungen oder um Vorsorge, die der Arbeitgeber anbieten muss und die Beschäftigte freiwillig wahrnehmen können. Wer diese Unterscheidung nicht kennt, verschenkt entweder Gestaltungsspielraum oder gerät in Erklärungsnot, wenn Behörden oder die Berufsgenossenschaft nachfragen.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite