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GmbH

Definition der Rechtsform: GmbH

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Die GmbH ist ausgeschrieben eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Mit ihrer Gründung erfolgt ein Eintrag ins Handelsregister und es ist eine Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Gemeinde erforderlich. Grundsätzlich kann diese Rechtsform für alle Unternehmensarten und Branchen geeignet sein.

Diese 5 fatalen Fehler bei der GmbH-Gründung sollten Ihnen nicht passieren…

Selbst bei Unternehmen im gemeinnützigen Bereich ohne Absicht auf Gewinn kann eine GmbH gegründet werden. Viele städtische Versorgungsbetriebe sind eine GmbH und agieren im öffentlichen Bereich. Erstmals konnte diese Rechtsform im Jahr 1892 eingeführt werden. Den kleineren und mittleren Unternehmen sollte eine hohe Flexibilität in der Rechtsform und vor allem mit der Haftungsbeschränkung gewährt werden. Dies macht auch heute noch eine GmbH als Unternehmensform aus.

Die Vorteile der GmbH

Es existiert bei dieser Rechtsform eine Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen. Damit haften die Gesellschafter nicht mit ihrem Privateigentum. Außerdem besitzt eine GmbH eine eigene Rechtsfähigkeit, sodass sie eigene Geschäfte abschließen und beispielsweise Eigentümer von anderen Unternehmensteilen wird. In Bezug auf die Besteuerung liegt der Körperschaftssteuersatz meist niedriger. Gewinne müssen nicht immer ausgeschüttet werden, weswegen es zur Bildung von Reserven kommen kann. Alle Änderungen lassen sich in einen Gesellschaftervertrag umsetzen. Dabei ist der Wechsel von Gesellschaftern kein Problem und stellt laut deutscher Gesetzgebung kein Hindernis dar. Bei der Gründung des Unternehmens wird ein solcher Gesellschaftervertrag aufgesetzt, der recht flexibel gestaltet werden kann. Es lässt sich leichter ein Aufsichtsrat oder ein Beirat einsetzen. Im gleichen Atemzug kann eine GmbH wesentlich besser verkauft werden. Dabei werden die Geschäftsanteile der jeweiligen Gesellschafter einfach an den neuen Erwerber übergeben. Es muss kein Gesellschafter als Geschäftsführer eingesetzt werden. Hierbei kann auf Fremdgeschäftsführer zurückgegriffen werden, wobei gleichzeitig eine Unternehmensnachfolge gesichert ist.

Vorgehen bei der Gründung:

  • Gesellschaftsvertrag erstellen
  • Geschäftsführer ernennen
  • Stammeinlage zahlen
  • Eintragung ins Handelsregister veranlassen

Tipps bei der Gründung

  • Eine Unternehmergesellschaft ist eine einsteigerfreundliche Alternative zur GmbH. Die Stammkapitalhöhe beläuft sich nicht auf 25.000, sondern auf einen Euro.
  • Achten Sie auf die Gründungskosten. Neben der Stammkapitaleinlage sind 450 – 1.000 Euro für den Notar, die Bekanntmachung im Bundesanzeiger und die Erstellung der Eröffnungsbilanz zu entrichten.
  • Stellen Sie bereits in der Vorphase der Gründung sicher, dass der gewünschte Unternehmensname nicht vergeben ist.
  • Gründen Sie eine GmbH nicht ohne Eintragung. Sie haften während der Vorlaufphase mit Ihrem Privatvermögen.
  • Vergessen Sie nicht die Umsatzsteuervoranmeldung. Setzen Sie sich diesbezüglich umgehend nach Gründung mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung.

Die GmbH und ihre Nachteile

Sowohl die Gründung der GmbH als auch weitere Änderungen in der Satzung der Gesellschaft muss durch einen Notar beglaubigt werden. Selbst wenn Gesellschaftsteile abgetreten werden, erfolgt eine notarielle Urkunde, was bei Personengesellschaften nicht der Fall ist. Handelsbücher und Handelsbilanzen müssen in vollem Umfang und nach Vorschriften des Handelsgesetzbuches abgelegt werden. Bei der Gründung ist eine Stammeinlage von 25.000 Euro zu leisten. Bei der Gründung genügt es, wenn die Hälfte der Stammeinlage eingezahlt wird. Die Gesellschafter handeln in jedem Fall mit Kapital der Gesellschaft. Kommt es hier zu falschen Handlungen, können diese unter steuerlicher Sicht als verdeckte Gewinnausschüttung bezeichnet werden. Überschuldung und Insolvenz können bei einer risikoreichen Führung schnell erreicht sein.

Zum Ratgeber selbstständig werden

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Eine GmbH ist eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft. Die Gesellschafter haften nicht mit ihrem Privateigentum.
  • Zur Gründung ist wenigstens eine natürliche/juristische Person oder eine rechtsfähige Gesellschaft notwendig.
  • Die Gesellschafter müssen zusammen über ein Stammkapital von 25.000 Euro verfügen.
  • Der Gesellschaftsvertrag enthält wenigstens: Firmenname, Gesellschaftssitz, Gesellschaftsgegenstand, Stammkapitalhöhe und Stammkapitalverteilung.
  • Der Gesellschaftsvertrag ist notariell zu beglaubigen.
  • Voraussetzung für die Gründung der GmbH ist der Eintrag in das Handelsregister.

Tipp der Redaktion:
Achten Sie nach der Gründung unbedingt auf Ihre Post. Sie werden höchstwahrscheinlich nicht von dieser neuen Betrugsmasche verschont bleiben. Lesen Sie hier wie Sie sich schützen können.

(Christian Weis)



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1 Kommentar

von Everding
17.11.13 11:08 Uhr
GmbH-Übergabe

Die Stammeinlage wurde 100% von Sohn an den Vater(Mitarbeiter) zu 1,-- übertragen. Vater hat alle Verträge unterschrieben, es fehlt nur noch die Beglaubigung. Im Vertrag stand auch ein Übergabetermin drin, und die Widerspruchsfrist ist auch abgelaufen.
Meine Frage? Ab wann ist der Vater jetzt neuer Gesellschafter, lt. dem Datum wie im Vertrag, oder erst nach der Beglaubigung durch einen Notar.