News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
10. November 2019

Ergonomischer Arbeitsplatz – wichtige Faktoren von Stehtisch bis Akustik

Ein Muss für dynamisches Arbeiten: Flexibles Mobiliar

Mit dynamischem Sitzen wird Verspannungen vorbeugt. Regelmäßige Positionswechsel entlasten dabei Wirbelsäule und Bewegungsapparat. Um Dynamik zu fördern, braucht es allerdings Möbel, die sie fördern. Bewegliche Sitzflächen und Rückenlehnen beim Bürostuhl sorgen beispielsweise automatisch dafür, dass das natürliche Bedürfnis nach Veränderungen in der Sitzposition gestillt wird. Eine Lordosestütze begünstigt eine ergonomische Formgebung, weil sie der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule entspricht. Ohne Stützkraft besteht die Gefahr, dass bei dauerhaft sitzender Tätigkeit die Rückenmuskulatur ermüdet und das Rückgrat stark belastet wird. Eine Lordosestütze beugt dem vor.

Steh-Sitz-Tische sind gleichermaßen wichtig, damit sowohl im Sitzen als auch im Stehen gearbeitet werden kann. Durch die Kombination von sitzender und stehender Position erfährt der gesamte Körper durch Vermeidung durchgehend einseitiger Belastungen Entspannung. Bei der Auswahl einer flexiblen Ausstattung sollten Unternehmen auf Stabilität, eine sorgfältige Verarbeitung und langlebige Materialien achten. Tische und Sitzmöbel müssen bezüglich der Maße perfekt harmonieren, sämtliche Einstellungsmöglichkeiten intuitiv bedienbar sein. Ein durchdachtes Sortiment an Büromobiliar präsentiert Onlineshop Möbel-Eins. Mit Hilfe von Filteroptionen lässt sich gezielt nach Schreibtischen und Bürostühlen Ausschau halten, die hinsichtlich ihrer Abmessungen optimal zum persönlichen Bedarf passen. Im Angebot auch eine Auswahl an höhenverstellbaren Schreibtischen mit Memory-Funktion, womit sich beliebte Positionen speichern lassen. Derartige Funktionen machen den Wechsel zwischen Sitz- und Steh-Arbeitsplatz besonders komfortabel.

Schreibtische und Sitzgelegenheiten optimal einstellen

Mit der Anschaffung von verstellbaren Bürostühlen und Steh-Sitztischen ist es allerdings nicht getan. Das Personal muss ergänzend lernen, worauf es bei der ergonomisch orientierten Arbeitsplatzeinrichtung ankommt. Tipps für gesundes Sitzen am Schreibtisch:

  • Ober- und Unterarm ergeben einen Winkel zwischen 90° und 100°.
  • Der Beinwinkel beträgt über 90°.
  • Die Füße liegen flach auf dem Boden auf.
  • Sind Schreibtischhöhe und ergonomischer Beinwinkel nicht vereinbar, helfen flexible Fußstützen. Auch dessen Winkel muss verstellbar sein.
  • Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm beträgt etwa eine Armlänge.
  • Bildschirm, Tastatur und Maus sind vor dem Oberkörper gerade positioniert.
  • Die Unterarme liegen locker auf der Tischplatte auf.
  • Die Handgelenke dürfen nicht abknicken.
  • Armlehnen werden etwa auf Tischhöhe angebracht.

Beim dauerhaften Arbeiten mit Laptop sind besondere Faktoren erwähnenswert. Um Problemen im Schulter-Nacken-Bereich zu verhindern, ist die Verwendung externer Tastaturen und Computermäuse sinnvoll. Damit lassen sich die Hände und Arme locker positionieren und angezogene Schultern werden vermieden. Ebenfalls ratsam sind Laptop-Ständer. Durch die erhöhte Position des Bildschirms wird der Blick angehoben und somit das Kinn nicht mehr Richtung Schlüsselbein geführt. Der erweiterte Sehabstand und die ergonomische Höhe entlasten Augen, Skelett und Muskulatur.

Im Video erklärt Physiotherapeut Georg Sopart, wie ein Stehtisch korrekt eingestellt wird:

Akustik und Raumklima nehmen Einfluss auf Ergonomie

Bei ganzheitlicher Ergonomie beschränken sich die gesundheitsfördernden Maßnahmen nicht auf das Mobiliar. Ebenfalls entscheidend: Die akustischen und raumklimatischen Bedingungen am Arbeitsplatz. Im Rahmen akustischer Optimierung ist die sinnvolle Platzierung schallabsorbierender Oberflächen empfehlenswert. Sie mindern die Lärmbelastung durch Gespräche, Telefonklingeln und viele andere Geräuschquellen. Als besonders störend, werden Telefongespräche von Kollegen empfunden. Der Grund: Das menschliche Gehirn versucht automatisch das einseitige Gespräch zu vervollständigen, was dazu führt, dass der Betroffene erheblich von seiner eigenen Arbeit abgelenkt wird. Schallabsorber zwischen den Schreibtischarbeitsplätzen verringern die Lautstärke von Telefonaten merkbar und erleichtern konzentriertes Arbeiten.

Die Krankenkasse AOK fügt in ihrem Ratgeber „Gesund im Büro“ hinzu: „Werden Drucker in einem separaten Raum aufgestellt, schützt dies die Beschäftigten ebenfalls vor Lärm und der Emission von Gefahrstoffen.“ Insgesamt gelten 55 Dezibel als Maximum für Umgebungsgeräusche.

Das Raumklima hat ebenso großen Einfluss auf das Wohlbefinden und damit auf die ganzheitliche Ergonomie. Im Idealfall ist es in Büroräumen nicht wärmer als 22°C und die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Mehrmals Stoßlüften pro Tag sollte selbstverständlich sein. Am besten klappt der Luftaustausch durch Querlüften. Dabei wird durch Öffnen gegenüberliegender Fenster ein Luftzug erzielt.

Was beim Thema Lichtverhältnisse elementar ist, lesen Sie in unserem Ratgeber mit Einrichtungstipps zum Home-Office.

Ergonomisches Sitzen am Arbeitsplatz

Teilen:
Weitere Artikel
Kirner Treppenbau: Wie ein Freiburger Handwerksbetrieb Tradition, 3D-Planung und Nachhaltigkeit verbindet
Business
Kirner Treppenbau: Wie ein Freiburger Handwerksbetrieb Tradition, 3D-Planung und Nachhaltigkeit verbindet

Treppen gehören zu den Bauteilen, die kaum auffallen, solange sie funktionieren und die ein Gebäude prägen, sobald sie mehr sein sollen als die reine Verbindung zwischen zwei Etagen. Als gestalterisches und statisches Zentrum entscheiden sie mit darüber, wie hochwertig ein Wohn- oder Geschäftshaus wirkt. Für Bauherren, Renovierer und Hausbesitzer ist die Wahl des Treppenbauers daher keine Nebensache: Es geht um Maßanfertigung statt Standardware, um durchdachte Statik und um eine Lösung, die Jahrzehnte tragen soll. Zwischen Katalogmodell und echter Maßfertigung liegen dabei Welten in Planung, Statik und Ausführung. Der Markt reicht vom Serienmodell bis zur individuell konstruierten Designtreppe und genau in diesem anspruchsvollen Segment hat sich im Raum Freiburg ein Betrieb über mehr als vier Jahrzehnte positioniert. Dieses Porträt zeigt, wie dort klassische Fertigung, digitale Planung und konsequente Nachhaltigkeit zusammenfinden. Handwerkstradition mit Substanz: Über 40 Jahre Treppenbau in Freiburg

6 Min. LesezeitLesen
Eine Kanzlei in Jena, Weimar und Apolda: Zwischen Alltagsmandaten und bundesweiter Aufmerksamkeit
Business
Eine Kanzlei in Jena, Weimar und Apolda: Zwischen Alltagsmandaten und bundesweiter Aufmerksamkeit

Rechtliche Probleme kündigen sich selten an. Ein Streit mit dem Vermieter, ein Bußgeldbescheid nach einem Unfall, eine unklare Erbschaft oder ein Konflikt am Arbeitsplatz Situationen, in denen Privatpersonen wie Unternehmen schnell verlässliche Unterstützung brauchen. Gerade in einer Region, in der sich Lebens- und Arbeitswelten eng verzahnen, wollen solche Fragen mit jemandem geklärt werden, der vor Ort erreichbar ist. In Ostthüringen hat sich die Kanzlei Stünkel über fast zwei Jahrzehnte zu einer festen Größe entwickelt: Sie betreut mit drei Standorten den klassischen Mandantenalltag und hat zugleich Strafverfahren begleitet, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten.

6 Min. LesezeitLesen
Wie Unternehmen mit moderner Beleuchtung Betriebskosten nachhaltig senken können
Wirtschaft
Wie Unternehmen mit moderner Beleuchtung Betriebskosten nachhaltig senken können

In vielen Unternehmen läuft die Beleuchtung täglich über mehrere Stunden – in Produktionshallen, Lagern, Werkstätten oder Büros häufig sogar während der gesamten Arbeitszeit. Entsprechend groß kann der Anteil der Beleuchtung am Stromverbrauch sein. Eine Umrüstung auf effiziente LED-Technik kann deshalb nicht nur den Energiebedarf reduzieren, sondern auch Wartungsaufwand und Betriebskosten senken. Besonders interessant wird die Modernisierung, wenn energieeffiziente Leuchten mit einer intelligenten Lichtsteuerung kombiniert werden. LED-Technik reduziert Stromverbrauch und Wartungsaufwand Ein wesentlicher Vorteil moderner LED-Beleuchtung liegt in ihrer Energieeffizienz. Wird beispielsweise eine ältere Leuchte mit 100 Watt durch eine LED-Leuchte mit 40 Watt ersetzt, sinkt die Anschlussleistung um 60 Prozent. Bei 100 Leuchten und einer täglichen Betriebszeit von acht Stunden an 250 Arbeitstagen ergibt sich folgende Beispielrechnung:

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite