News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
26. Oktober 2022

Die wichtigsten Tipps und Tricks, wie Ihr Ladenlokal bei Google Facebook und Co. besser gefunden wird

Das zeigt, dass Nutzer eine sehr große lokale Verbundenheit haben und die vielen Vorteile, die der lokale Einzelhandels gegenüber reinen Onlineangeboten bietet, gerne nutzen.

Aber wie sieht der Grad der lokal digitalen Sichtbarkeit bei lokalen Unternehmen in der Praxis aus? Am Beispiel von Papier-, Büro- und Schreibwaren Shops zeigt sich ein ganz anderes Bild.

Eine unter 50 Papier-, Büro- und Schreibwaren Shops aus Köln und Umgebung durchgeführte Studie zeigt, dass nur 46% aller Shops eine eigene Website betreiben, nur 37% ein verifiziertes Google Business Profile verwenden und 20% der PBS Shops ein eCommerce Angebot anbieten. Die mit Abstand gravierendste Feststellung: 30% der PBS Shops, die eine Website haben, haben keine Rankings (Treffer) auf der ersten Seite bei Google. Was nützt die schönste Website, wenn kein einziger Treffer für diese Website bei Google auf der ersten Seite liegt. Facebook wird immerhin von 36% aller PBS Shops verwendet, gefolgt von Instagram mit 18%.

Um die bestmögliche lokal digitale Reichweite für lokale Einzelhändler zu erzielen, empfehle ich die Umsetzung der 4 folgenden Punkte:

Lokal optimierte Website

Eine lokal optimierte Website ist die Grundlage für ihr lokal digitales Marketing und mehr Sichtbarkeit in den organischen Google Ergebnissen. Zuallererst müssen Sie darüber nachdenken, mit welchen Suchworten potenzielle Kunden sie bei Google finden sollen. Ausgehend von den 3-5 wichtigsten Keywords müssen nun alle Elemente wie Seitentitel (Title-Tag), Seitenbeschreibung (Meta-Description) jeweils das Keyword in Verbindung mit einem lokalen Bezug erhalten. Das gleiche gilt für den lokalen Content. Hier sind Überschriften (H1) aus Keyword plus lokalen Bezug die beste Wahl. Versuchen Sie darüber hinaus potenzielle Fragen für Ihre Zielgruppe zu beantworten. Welche das sein können, verrät ihnen Google, wenn Sie z.B. das Keyword „Bürostuhl Köln“ bei Google eingeben und schauen, welche Suchvorschläge Google bietet. Ist Ihre Website dann noch mobil optimiert und liefert alle wesentlichen Informationen zu Öffnungszeiten, Adresse, Rufnummern, Social Media Profilen, Bewertungen und Messenger Informationen, dann ist der Grundstein gelegt!

Google Business Profile

Ohne ein perfektes Google Business Profile (vormals Google My Business) werden Sie keine lokale Reichweite erzielen können. Immerhin klicken 44% aller lokal Suchenden auf einen der ersten 3 lokalen Treffer bei Google (Local Pack). Voraussetzung ist, dass Sie ihr Google Business Profile bei Google verifizieren und damit vollen Zugriff auf alle Merkmale ihres Unternehmensprofils bekommen. Füllen Sie das Profil anschließend so ausführlich wie möglich aus. Achten Sie besonders auf die richtige Primärkategorie (Branche) für Ihren Shop – sie hat den größten Einfluss auf die lokale Auffindbarkeit. Die 7 wichtigsten Tipps und Tricks zu den Rankingfaktoren Ihres Google Business Profils habe ich Ihnen hier zusammengestellt.

Meta Business Suite für Facebook, Instagram, FB Messenger und WhatsApp

Um die beiden wichtigsten Social Mediakanäle Facebook und Instagram einfach im Griff zu behalten, empfehle ich die Nutzung der neuen Meta Business Suite. Hier verwalten sie ihre Unternehmensprofile (ähnlich Google Business Profile) auf beiden Plattformen und können gleichzeitig den Facebook Messenger und WhatsApp für die direkte Kundenkommunikation nutzen. Bei der Anlage der Business Profile ist unbedingt auf vollständige Angaben zu: Adresse, Öffnungszeiten, Lieferservices, Produkte und Onlineshop-Anbindung zu achten. Was Meta ebenfalls positiv wertet ist die Einbindung des Facebook- und WhatsApp Messengers. Aber Achtung: wenn Sie die Messenger freischalten, müssen Sie auch im angemessenen Zeitraum auf Nutzeranfragen reagieren. Missachten Sie das wird Ihre Relevanz automatisch herabgestuft!

eCommerce Start z.B. mit Shopify-Starter

Viele lokalen Einzelhändler scheuen sich vor dem Einstieg in den eCommerce. Hauptargumente sind: zu aufwendig, zu teuer, kaufen meine Kunden nicht und immer wieder – keine Chance gegen Amazon. Als lokaler Einzelhändler sollten sie auch gar nicht erst versuchen in einen Preiskampf mit Amazon einzusteigen. Was echtes Omnichannel Marketing ausmacht ist vielmehr die geschickte Kombination des eCommerce mit ihrem physischen Ladenlokal! Das können Click & Collect Services, lokale Lieferservices oder auch das Probetragen des neuen Schulranzens sein. Das passende Shopsystem bieten Social Media Plattformen mittlerweile sogar kostenfrei an. In Verbindung mit Shopify Starter ist für 5 EUR/Monat sogar die Anbindung an eine Zahlungsabwicklung dabei. Bedenken Sie: jeder Zweite lokal Suchende wechselt zu eBay oder Amazon, wenn das gewünschte Produkt nicht beim lokalen Händler um die Ecke im Webshop zu haben ist. Ein riesiges Potenzial für den lokalen Einzelhandel!

Patrick Hünemohr

Patrick Hünemohr

Über den Autor

Patrick Hünemohr ist Vorstand der Rudolf Röser AG, Online-Marketingexperte, Business Angel, Startup Investor und Autor des Bestsellers „Lokal Digital Unschlagbar“. In mehr als 5.000 Digitalprojekten hat er mittelständischen Unternehmen Impulse gegeben und sie auf den Weg zum digitalen Erfolg geführt. Über aktuelle Tipps und Tricks zu mehr lokal digitaler Sichtbarkeit bloggt er unter huenemohr.de.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Künstlersozialkasse verstehen: Wer versichert ist und was die KSK leistet
Business
Künstlersozialkasse verstehen: Wer versichert ist und was die KSK leistet

Die Künstlersozialkasse ist für viele Selbstständige in Musik, Kunst, Medien und Publizistik ein zentraler Baustein der sozialen Absicherung. Ihr besonderer Stellenwert liegt darin, dass sie selbstständige Künstler und Publizisten in die gesetzliche Sozialversicherung einbindet, ohne dass diese den gesamten Beitrag allein tragen müssen. Gerade für Berufsgruppen mit schwankenden Honoraren, projektbezogener Arbeit und unregelmäßigem Arbeitseinkommen macht das einen erheblichen Unterschied. Zugleich ist das Thema rechtlich anspruchsvoll. Wer in den Kreis der Versicherten fällt, entscheidet sich nicht nach Bauchgefühl oder Berufsbezeichnung, sondern nach der tatsächlichen Tätigkeit, der wirtschaftlichen Ausrichtung und den Voraussetzungen des Künstlersozialversicherungsgesetzes. Deshalb lohnt ein genauer Blick auf Aufbau, Leistungen und Systematik der Künstlersozialversicherung. Was die Künstlersozialkasse eigentlich macht

Lesen
Wertschutz im Unternehmen: Strategien für die sichere Verwahrung von Wertgegenständen, Dokumenten und Daten
Business
Wertschutz im Unternehmen: Strategien für die sichere Verwahrung von Wertgegenständen, Dokumenten und Daten

Einbruchdiebstähle verursachen jedes Jahr hohe Verluste in Unternehmen – insbesondere durch den Verlust von Bargeld, Technik und sensiblen Unterlagen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft entstehen dabei regelmäßig Schäden in Millionenhöhe, was die wirtschaftliche Relevanz unzureichender Sicherungsmaßnahmen deutlich macht. Genau hier setzt die sichere Aufbewahrung im Tresor an: Sie schützt zentrale Unternehmenswerte zuverlässig vor Diebstahl, unbefugtem Zugriff und anderen Risiken. Die Sicherheitslücken im modernen Büroalltag Trotz fortschreitender Digitalisierung bleiben physische Assets wie notarielle Verträge, Prototypen oder Offline-Backups unverzichtbar. Eine Lagerung in herkömmlichen Büromöbeln ist nicht nur grob fahrlässig, sondern gefährdet auch den Versicherungsschutz.

Lesen
Finanzielle Bildung in Deutschland: Warum junge Erwachsene früh starten sollten
Finanzen
Finanzielle Bildung in Deutschland: Warum junge Erwachsene früh starten sollten

Aktuell ist es wichtiger denn je, dass junge Erwachsene so früh wie möglich etwas zum Thema Finanzen lernen. Im Fokus sollte dabei vor allem die Vorsorge stehen. Denn eines ist gewiss: Die Rentenlücke wächst bei vielen Menschen, und wer den Zeitpunkt verpasst, mit Sparplänen und Geldanlagen ein Polster aufzubauen, der wird es im hohen Alter sehr schwer haben, den persönlichen Lebensstandard zu halten. Junge Erwachsene haben oft große Wissenslücken Wer als junger Mensch in Deutschland etwas zum Thema Finanzen lernen will, darf sich leider nicht auf das Schulsystem verlassen. Laut einer Jugendstudie des Bankenverbands aus dem Jahr 2024 gaben 80 Prozent der befragten 14- bis 24-Jährigen an, in der Schule „wenig“ oder „so gut wie nichts“ über Wirtschaft und Finanzen gelernt zu haben.

3 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite