Digital Signage macht den stationären Einzelhandel hybrid, kundenfreundlich und zukunftssicher

„Immer mehr Kunden möchten die unkomplizierten Vorteile des Onlineshoppings genießen, ohne dabei auf die persönliche Beratung zu verzichten“, weiß Handelsexperte Matthias Hofmann aus der Praxis. Hybride Geschäftsmodelle und Handelskonzepte lägen deswegen im Trend. So können beispielsweise Hersteller-Informationen eines Produktes auf dem eigenen Smartphone erscheinen, während der Kundenberater persönliche Erfahrungen schildert. Der Kundenberater, so Hofmann, könne den Kunden im persönlichen Dialog überzeugen und die Vertrauensebene stärken, während relevante Sachinformationen per Bildschirm kommuniziert würden. Auch Wegweisungen oder Anproben seien digital möglich, etwa durch smarte Umkleidekabinen oder ergänzende Produktempfehlungen. Einkaufen werde zukünftig mehr Erlebnis als Bedürfnisbefriedigung, ist Hofmann überzeugt, selbst bei Dingen des täglichen Bedarfs.
Nicht selten fürchteten Kundenberater, wenn es um Digital Signage und die Digitalisierung des Handels gehe, zunächst um ihren Arbeitsplatz. „Das ist aber in der Praxis eher selten der Fall“, macht der Scala-Manager deutlich. „Meistens sind die Kundenberater begeistert vom ‚Kollegen Bildschirm‘“, so sein Fazit. Denn lästige Routinen und die immer gleichen Fragen könnten bei intelligenter und smarter Anwendung entfallen – zugunsten der persönlichen Kundenbeziehung und individuellen Beratung. Hybride Geschäftsmodelle böten nicht nur Vorteile für den Kunden, sondern eben auch für die Beschäftigten im Handel. Umso wichtiger sei es, das Personal vor Ort abzuholen und ihnen zu zeigen, wie sie die digitalen Touchpoints als effektive Unterstützung und zu ihrem Vorteil nutzen können. „Beim Kundenkontakt im Zeitalter der Digitalisierung ist schließlich nichts schlimmer als die Aussage: ‚Auf dem Bildschirm kann man sich ein paar Sachen ansehen, aber das kann ich Ihnen auch einfacher selber erklären und zeigen‘“, weiß Hofmann.
Der persönliche Ansprechpartner sei gerade bei individuellen oder erklärungsbedürftigen Produkten immens wichtig. Das biete der Online-Handel nicht oder nur sehr selten. Beratung und Service seien auch zukünftig wichtig. „Und gerade der Service-Gedanke kann durch Digital Signage extrem intensiviert werden“, so der Handelsexperte. Kundenberater, die schneller beim Kunden sind, Produkte, die sich selbst erklären und sich virtuell ausprobieren lassen, kundenspezifische Informationen just in time sowie kurze Wege im Geschäft und bei ergänzenden Dienstleistungen bis hin zum Bezahlvorgang kombinierten das Beste aus beiden Welten. Das Bindeglied zum Kunden bleibe der Berater, der aber dank Digital-Signage-Lösungen individueller auf den Kunden eingehen könne und universeller, abteilungs- und produktübergreifender einsetzbar sei. „So wird der Handel flexibler und moderner.“ Insbesondere jüngere Zielgruppen erwarteten heute schnelle Kommunikation und ein unkompliziertes, dafür aber erlebnisreiches Einkaufen. „Wir erleben, dass die Generationen Y und Z, die sowieso viele Informationen über ihr Smartphone austauschen, anspruchsvoller werden. Die Zahl der Kunden, die digital denken, steigt zunehmend. Hierauf muss der Handel Antworten finden“, macht Hofmann abschließend deutlich. Die Kombination aus persönlicher Expertise und Beratungskompetenz, digitaler Kundenbindung und facettenreichen Erlebniswelten rund um das individuelle Produkt sei die optimale Antwort für den stationären Handel.
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BusinessDie Künstlersozialkasse ist für viele Selbstständige in Musik, Kunst, Medien und Publizistik ein zentraler Baustein der sozialen Absicherung. Ihr besonderer Stellenwert liegt darin, dass sie selbstständige Künstler und Publizisten in die gesetzliche Sozialversicherung einbindet, ohne dass diese den gesamten Beitrag allein tragen müssen. Gerade für Berufsgruppen mit schwankenden Honoraren, projektbezogener Arbeit und unregelmäßigem Arbeitseinkommen macht das einen erheblichen Unterschied. Zugleich ist das Thema rechtlich anspruchsvoll. Wer in den Kreis der Versicherten fällt, entscheidet sich nicht nach Bauchgefühl oder Berufsbezeichnung, sondern nach der tatsächlichen Tätigkeit, der wirtschaftlichen Ausrichtung und den Voraussetzungen des Künstlersozialversicherungsgesetzes. Deshalb lohnt ein genauer Blick auf Aufbau, Leistungen und Systematik der Künstlersozialversicherung. Was die Künstlersozialkasse eigentlich macht
KarriereWer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?
