Marketing·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
5. Juni 2020

Digital Signage macht den stationären Einzelhandel hybrid, kundenfreundlich und zukunftssicher

„Immer mehr Kunden möchten die unkomplizierten Vorteile des Onlineshoppings genießen, ohne dabei auf die persönliche Beratung zu verzichten“, weiß Handelsexperte Matthias Hofmann aus der Praxis. Hybride Geschäftsmodelle und Handelskonzepte lägen deswegen im Trend. So können beispielsweise Hersteller-Informationen eines Produktes auf dem eigenen Smartphone erscheinen, während der Kundenberater persönliche Erfahrungen schildert. Der Kundenberater, so Hofmann, könne den Kunden im persönlichen Dialog überzeugen und die Vertrauensebene stärken, während relevante Sachinformationen per Bildschirm kommuniziert würden. Auch Wegweisungen oder Anproben seien digital möglich, etwa durch smarte Umkleidekabinen oder ergänzende Produktempfehlungen. Einkaufen werde zukünftig mehr Erlebnis als Bedürfnisbefriedigung, ist Hofmann überzeugt, selbst bei Dingen des täglichen Bedarfs.

Nicht selten fürchteten Kundenberater, wenn es um Digital Signage und die Digitalisierung des Handels gehe, zunächst um ihren Arbeitsplatz. „Das ist aber in der Praxis eher selten der Fall“, macht der Scala-Manager deutlich. „Meistens sind die Kundenberater begeistert vom ‚Kollegen Bildschirm‘“, so sein Fazit. Denn lästige Routinen und die immer gleichen Fragen könnten bei intelligenter und smarter Anwendung entfallen – zugunsten der persönlichen Kundenbeziehung und individuellen Beratung. Hybride Geschäftsmodelle böten nicht nur Vorteile für den Kunden, sondern eben auch für die Beschäftigten im Handel. Umso wichtiger sei es, das Personal vor Ort abzuholen und ihnen zu zeigen, wie sie die digitalen Touchpoints als effektive Unterstützung und zu ihrem Vorteil nutzen können. „Beim Kundenkontakt im Zeitalter der Digitalisierung ist schließlich nichts schlimmer als die Aussage: ‚Auf dem Bildschirm kann man sich ein paar Sachen ansehen, aber das kann ich Ihnen auch einfacher selber erklären und zeigen‘“, weiß Hofmann.

Der persönliche Ansprechpartner sei gerade bei individuellen oder erklärungsbedürftigen Produkten immens wichtig. Das biete der Online-Handel nicht oder nur sehr selten. Beratung und Service seien auch zukünftig wichtig. „Und gerade der Service-Gedanke kann durch Digital Signage extrem intensiviert werden“, so der Handelsexperte. Kundenberater, die schneller beim Kunden sind, Produkte, die sich selbst erklären und sich virtuell ausprobieren lassen, kundenspezifische Informationen just in time sowie kurze Wege im Geschäft und bei ergänzenden Dienstleistungen bis hin zum Bezahlvorgang kombinierten das Beste aus beiden Welten. Das Bindeglied zum Kunden bleibe der Berater, der aber dank Digital-Signage-Lösungen individueller auf den Kunden eingehen könne und universeller, abteilungs- und produktübergreifender einsetzbar sei. „So wird der Handel flexibler und moderner.“ Insbesondere jüngere Zielgruppen erwarteten heute schnelle Kommunikation und ein unkompliziertes, dafür aber erlebnisreiches Einkaufen. „Wir erleben, dass die Generationen Y und Z, die sowieso viele Informationen über ihr Smartphone austauschen, anspruchsvoller werden. Die Zahl der Kunden, die digital denken, steigt zunehmend. Hierauf muss der Handel Antworten finden“, macht Hofmann abschließend deutlich. Die Kombination aus persönlicher Expertise und Beratungskompetenz, digitaler Kundenbindung und facettenreichen Erlebniswelten rund um das individuelle Produkt sei die optimale Antwort für den stationären Handel.

Teilen:
Weitere Artikel
Gebäudebetrieb organisieren: Interview mit der Geschäftsführung von BayernDienste
Expertentalk
Gebäudebetrieb organisieren: Interview mit der Geschäftsführung von BayernDienste

Ein Gebäude gerät im Alltag selten wegen einer einzigen Aufgabe aus dem Takt. Häufiger summieren sich offene Meldungen, unklare Zuständigkeiten und aufgeschobene Instandhaltungsarbeiten. Was sollten Eigentümer, Hausverwaltungen und Betreiber deshalb bei der Organisation ihrer Gebäudedienste beachten? Die folgenden Fragen richten sich an Dominik Buchschmid und Lukas Hirn, die Geschäftsführer der BayernDienste GmbH. Vom Einzelauftrag zum laufenden Gebäudebetrieb business-on.de: Wenn eine Immobilie regelmäßig betreut werden muss: Wann reicht es nicht mehr, einzelne Arbeiten nur bei Bedarf zu vergeben?

7 Min. LesezeitLesen
Die Kunst des Zwischenstopps: Wie eine Möbeleinlagerung logistische Freiräume bei komplexen Umzügen schafft
Ratgeber
Die Kunst des Zwischenstopps: Wie eine Möbeleinlagerung logistische Freiräume bei komplexen Umzügen schafft

Ein Umzug verläuft selten als nahtloser Prozess von einer Haustür zur nächsten. Oft ergeben sich zeitliche Lücken, die eine genaue Planung erfordern. Die Gründe dafür sind vielfältig: Eine berufliche Veränderung steht an, der Einzug in die neue Immobilie verzögert sich durch unvorhergesehene Bauarbeiten, oder die neue Wohnung muss vor dem Einzug erst umfassend renoviert werden. Manchmal ist das genaue Zielgebiet auch noch gar nicht abschließend gefunden, während die alte Wohnung bereits geräumt werden muss. In solchen Situationen entsteht eine Übergangsphase. Diese Phase lässt sich mit einer durchdachten Lösung gut überbrücken: der professionellen Möbeleinlagerung.

4 Min. LesezeitLesen
Zwischen Tradition und Transformation: Der rechtliche Kompass für moderne Agrarbetriebe
Business
Zwischen Tradition und Transformation: Der rechtliche Kompass für moderne Agrarbetriebe

Die Landwirtschaft befindet sich in einem stetigen Wandel. Steigende gesetzliche Auflagen, veränderte klimatische Bedingungen und technologische Sprünge beeinflussen den Alltag der Betriebe tiefgreifend. In diesem Umfeld rückt ein Thema zunehmend in den Fokus: die rechtliche Aufstellung. Lange Zeit galten juristische Angelegenheiten oft eher als reine Pflichtaufgabe im Hintergrund. Heute zeigt sich in der Praxis jedoch ein anderes Bild. Ein durchdachtes rechtliches Fundament gilt mittlerweile als echter Wettbewerbsvorteil. Wer vorausschauend plant und klare Strukturen schafft, schützt den Hof vor unkalkulierbaren Risiken und legt eine stabile Basis für die kommenden Jahre.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite