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16. April 2018

Leichte Rückenschmerzen mit Hausmitteln lindern


Bildrechte: Flickr Young office man suffering from backache centro güel CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Rückenschmerzen sind leider ein weit verbreitetes Phänomen. Schätzungen zufolge leiden weltweit etwa 540 Millionen Menschen unter Schmerzen am Muskel-Skelett-System. In Deutschland verursachen Rückenschmerzen knapp 50 Millionen direkte und indirekte Kosten für das Gesundheitssystem, wie die Helmholtz-Gesellschaft angibt. Dabei sind Röntgen-, MRT- sowie CT-Untersuchungen bei Schmerzen am unteren Rücken gar nicht immer sinnvoll, ebenso wie Schonung und Schmerzmittel nicht immer die besten Empfehlungen sind. Ein Essay in der britischen Fachzeitschrift The Lancet (PDF) macht deutlich, dass Bewegung in vielen Fällen oft gesünder und effektiver ist als eine schulmedizinische Versorgung. Durch vorausschauendes und bewusstes Verhalten sowie eine Veränderung des eigenen Lebens- und Arbeitsstils können bereits viele Probleme vermieden werden. Auch bei Bildschirmarbeitsplätzen kann man durch richtiges und ergonomisches Sitzen Rückenschmerzen vorbeugen.

Schnelle Hilfe für den Alltag

Trotz Vorsichtsmaßnahmen lassen sich Rückenschmerzen bei Bürotätigkeiten nicht immer vermeiden. Es gibt ein paar wirkungsvolle Sofortmaßnahmen, die bei störenden Schmerzen im unteren Rücken schnell Linderung verschaffen. Zeigen sich außer den Schmerzen keine anderen Symptome, dann kann man versuchen, mit Wärme, Entspannung sowie leichter Bewegung für ein Abklingen der Beschwerden zu sorgen.

  • Wärme: Wärme ist das Universal-Hausmittel schlechthin. Egal, ob bei Bauchschmerzen, Verspannungen oder Menstruationsbeschwerden: Mit Wärme entspannen sich die Muskeln und das eigene Wohlbefinden verbessert sich spürbar. Hat man Rückenschmerzen, dann können eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder aber ein Vollbad helfen. Um das Muskel-Skelett-System beim Baden nicht noch weiter zu belasten, sind Badewannenkissen ein nützliches Zubehör. Man kann sie einfach mit Saugnäpfen in der Wanne befestigen und sich entspannt zurücklehnen. Braucht man auch tagsüber langanhaltende Wärme, dann kann man sogenannte Wärmepflaster auf die schmerzende Muskelpartie kleben.
  • Entspannung: Atemübungen und eine entlastende Liegeposition können dabei helfen, die Muskeln im Körper zu entspannen. Bei der sogenannten Stufenlagerung wird die Wirbelsäule entlastet und die Schmerzen klingen langsam ab. Dazu legt man sich mit dem Rücken auf den Boden und bettet die Unterschenkel im rechten Winkel auf einen Stuhl. Die Position entspannt die Muskeln und der Druck auf die Bandscheiben nimmt ab. Zeitgleich sollte man bewusst ein- und ausatmen und versuchen, an etwas anderes als die Schmerzen denken.
  • (Leichte) Bewegung: Entgegen der gängigen Meinung sollte man sich trotz Rückenschmerzen bewegen. Die vorübergehende Einnahme eines rezeptfreien Schmerzmittels hilft dabei, denn Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin machen den Spaziergang weniger schmerzhaft. Allerdings sollte man es nicht übertreiben und zum Beispiel keine Dauerläufe unternehmen. Schon beim Gehen werden die Rückenmuskulatur leicht massiert, die Wirbelgelenke bewegt und die verspannten Muskeln gelockert. Deshalb sollte man sich – auch ohne bestehende Beschwerden – angewöhnen, nach der Arbeit und langem Sitzen einen Spaziergang zu machen, um das Muskel-Skelett-System verspannungsfrei zu halten.

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