News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
27. März 2020

Hidden Champions der Berliner Wirtschaft

WebID Solutions GmbH

Jeder der bereits online ein Konto eröffnet hat, ist vermutlich mit dem Berliner Unternehmen in Kontakt gekommen. Die Vision hinter dem inzwischen erfolgreich am Markt etablierten Player ist klar: Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, komplexe Verträge und GwG-konforme Identifikationen durchzuführen, ohne an einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Zeit gebunden zu sein. Als Frank S. Jorga das Unternehmen 2012 gründete, war dies zu dieser Zeit ein datenschutzrechtliches Novum. Heute kann er sich als Erfinder des Video-Ident Verfahrens bezeichnen. Inzwischen hat sich WebID auf international anwendbare Sicherheitsprodukte und Dienstleistungen für Online-Rechtsgeschäfte spezialisiert. WebID sorgt für eine sichere und schnelle Durchführung von Online-Identifikationen und -Vertragsabschlüssen. Darüber hinaus gibt das Unternehmen den Menschen die Möglichkeit, ihre Digitale Identität (=True Identity) unter der eigenen Kontrolle überall einzusetzen. Per TAN, Face Recognition oder sogar per Sprachassistent können Nutzer die True Identity einsetzen, um Rechtsgeschäfte durchzuführen. Seit vergangenem Jahr bietet der Branchenprimus mit WebID AI sogar eine vollautomatisierte Version der Personenidentifikation auf Basis künstlicher Intelligenz an. Der Prozess wird hierbei mit Hilfe künstlicher Intelligenz abgeschlossen.

Seit der Zulassung des Verfahrens im Jahr 2014 befindet sich WebID in rasantem Wachstum – über 500 Mitarbeiter und ein Jahresumsatz von mehr als 11 Millionen Euro im Jahr 2018 unterstreichen die Entwicklung.

BoS&S Software GmbH

Das gesellschaftspolitische wohl am meisten diskutierte Thema ist der Pflegenotstand und die Digitalisierung des Gesundheitssystems. Auf politischer Ebene passiert aktuell sehr viel. Die Ankündigung des Digitale-Versorgungs-Gesetz, sowie der Start der digitalen Patientenakte lassen hoffen, dass sich in den kommenden Monaten und Jahren einiges verändern wird. Spannend wird zu beobachten, wie sich das am 1. März in Kraft tretende Fachkräfte Einwanderungsgesetz auf die Situation in der Pflege auswirken wird. Klar ist, dass darüber hinaus noch an anderen Stellschrauben gedreht werden müssen.

Für das bereits 1992 gegründete und mit über 100 Mitarbeitern mit Sitz in Adlershof befindliche Unternehmen BoS&S, inzwischen eine 100% Tochtergesellschaft der Noventi Health SE, ist klar, dass Digitalisierung weitaus tiefer greifen muss. Die Maxime dahinter ist klar: Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern muss auf die notwendige Optimierung von Prozessen einzahlen. Ein banales, aber dennoch sehr gutes Beispiel, ist das zur Verfügung stellen der Software in mehreren Sprachen, um es ausländischen Fachkräften zu erleichtern, die hiesigen Prozesse schnell zu lernen.

Durch Software von BoS&S können Pflegekräfte ihre Ressourcen wieder vermehrt für eigentlichen Arbeit am Patienten aufwenden, da administrative Aufgaben erleichtert oder sogar automatisch abgeschlossen werden. So übernimmt die Software die Verwaltung von Leistungen, die Erstellung von Plänen oder die Abrechnung und strukturiert die einfache und sichere Ablage klientenbezogener Daten. Diese sind dann wiederum mobil abrufbar und stehen der Pflegefachkraft jederzeit zur Verfügung.

Autodoc GmbH

Ein Brutto-Umsatz mit Waren im Rekordwert von 72,6 Milliarden Euro im Jahr 2019. Der Online-Handel in Deutschland ist weiterhin auf dem Vormarsch und der heimliche Gewinner aus dieser Branche lautet Autodoc, die Berliner Benchmark im Onlinehandel für Autoersatzteile in Europa. Das 2008 von Alexej Erdle, Vitalij Kungel und Max Wegner gegründete Unternehmen firmiert seit 2015 unter den Namen Autodoc GmbH und vertreibt seine PKW- und LKW-Ersatzteile in mittlerweile 26 europäische Länder.

In all diesen Märkten konnte der Onlineshop in den vergangenen Jahren eine positive Umsatzentwicklung verkünden. Nicht ohne Grund zählt Autodoc nach einer Auswertung der Financial Times im Jahr 2018, gemessen am Umsatz, zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in Europa – und das unabhängig von der Branche. Das Jahr 2018 war bisher das erfolgreichste Geschäftsjahr für den Onlinehändler für Autorersatzteile. Mit einem Anstieg um 63 % erreichte Autodoc einen Gesamtumsatz von 415 Mio. Euro (2017: 254 Mio. Euro).

Um dieses überdurchschnittliche Wachstum der letzten Jahre zu realisieren und zukünftig der starken europaweiten Nachfrage nachzukommen, hat Autodoc zusätzliche erst Ende des Jahres 2019 seine Logistikkapazitäten in Stettin sowie am Hauptstandort in Berlin ausgebaut. Somit schafft der Hidden Champion des E-Commerce ein Zeichen für die weitere europaweite Expansion.

Teilen:
Weitere Artikel
Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist
Business
Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist

Passwörter als unterschätztes Sicherheitsrisiko Digitale Konten und Anwendungen sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. E-Mail-Postfächer, Cloud-Dienste, Onlineshops, Banking-Systeme und interne Plattformen erfordern meist eigene Zugangsdaten. Mit der wachsenden Zahl an Accounts steigt jedoch auch die Gefahr, dass Passwörter mehrfach verwendet, zu einfach gewählt oder unsicher abgelegt werden. Gerade für Unternehmen kann daraus ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen. Wird ein Zugang kompromittiert, können nicht nur einzelne Konten betroffen sein. Unter Umständen erhalten Angreifer Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, Kundendaten oder interne Systeme. Ein durchdachtes Passwort-Management sollte deshalb ein fester Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie sein.

3 Min. LesezeitLesen
Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten
Business
Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten

Verträge gehören zum Fundament jedes Unternehmens. Sie regeln Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten, definieren Zahlungsbedingungen, Laufzeiten und Verantwortlichkeiten und können im Streitfall entscheidend sein. Trotzdem werden Verträge in vielen Unternehmen noch immer über verschiedene Ordner, E-Mail-Postfächer, Netzlaufwerke oder Tabellen verwaltet. Mit zunehmender Vertragsmenge wird dieses Vorgehen unübersichtlich und kann unnötige Risiken verursachen. Vom Dokumentenarchiv zum aktiven Vertragsmanagement Nach der Unterzeichnung beginnt für Unternehmen die laufende Vertragsverwaltung. Dazu gehören die Überwachung von Fristen, die Kontrolle vereinbarter Leistungen und die rechtzeitige Prüfung von Verlängerungen. Gerade automatische Vertragsverlängerungen können zum Problem werden, wenn Kündigungsfristen nicht rechtzeitig beachtet werden.

4 Min. LesezeitLesen
Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt
Expertentalk
Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt

Ob Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite