Im Bereich Brandmeldeanlagen gilt für diesen Zweck die Norm DIN 14675, die teilweise auch als Feuerwehrnorm bekannt ist. Um die Zertifizierung als Fachfirma in diesem Bereich überhaupt erhalten zu können, sind entsprechende Schulungen und Nachweise erforderlich (Quelle: https://www.uds-beratung.de/zertifizierung-din-14675-brandmelde-und-sprachalarmanlagen/). Doch wie erfolgt die Zertifizierung konkret und welche Anforderungen gelten hierfür genau? Fest steht in jedem Fall, dass sich die Anforderungen durch Anpassungen der Normen in unregelmäßigen Abständen ändern – und somit auch die jeweiligen Fachfirmen immer wieder gefordert werden.
Klarer Ablauf ist bei Bränden wichtig
Kommt es zu einem Brand oder wird eine Brandmeldeanlage ausgelöst – ganz gleich aus welchem Grund – ist es wichtig, dass Feuerwehr und andere Retter direkt alarmiert werden und ausrücken können. Insbesondere im öffentlichen Bereich sowie in Unternehmen sind hierfür entsprechende Brandmeldeanlagen vorgeschrieben, die vielfach direkt eine Alarmierung der Einsatzkräfte auslösen können.
Installieren, Montieren, Warten und Instandhalten darf eine solche Brandmeldeanlage allerdings nur, wer hierfür auch entsprechend ausgebildet wurde und vorgeschriebene Schulungen durchlaufen hat. Hierfür gibt es in der DIN 14675 Norm eindeutige Regelungen und Vorgaben.
So gilt als Voraussetzung für eine Zertifizierung gemäß DIN 14675 zunächst einmal der Nachweis eines zertifizierten Qualitätsmanagements gemäß DIN EN ISO 9001. Eine Ausnahme bildet dabei lediglich die Ausführung der Planungsphase nach 6.1. – als Nachweis ist in diesem Bereich die Vorlage eines Qualitätsmanagement-Handbuchs ausreichend, die das Vorhandensein eines Qualitätsmanagements belegt.
Wer kann gemäß DIN 14675 als Fachfirma zertifiziert werden?
Vorgesehen ist eine DIN 14675 Zertifizierung für Fachplaner innerhalb von Ingenieur- sowie Planungsbüros und auch für Facherrichter. Diese müssen demnach für den Aufbau der Brandmelde- und Sprachalarmanlage die Verantwortung tragen.
Für Planer sowie für Ingenieurbüros kann das Zertifizierungsaudit dabei auch via Dokumentenprüfung durchgeführt werden. Auf diese Weise lassen sich Geld und auch Zeit einsparen. Alleine schon deshalb, weil keine Anfahrtskosten des Auditors anfallen. Somit eignet sich dieser Prozess für alle planenden und projektierenden Fachfirmen, die eine Zertifizierung nach Möglichkeit unkompliziert erhalten möchten.
Ebenso besteht auch die Möglichkeit, die Qualitätsmanagement-Unterlagen vor Ort durch einen Berater prüfen zu lassen. Dabei werden die erforderlichen Dokumente auch direkt aufbereitet und beim Zertifizierer im Anschluss eingereicht. Dieser wiederum muss zur Abnahme akkreditiert sein.
Planer und Errichter, die ein QM-System einführen, verbessern oder auch zertifizieren lassen möchten, können auch in einem Kombi-Zertifizierungsverfahren für die DIN EN ISO 9001 und die DIN 14675 zertifiziert werden. Auch dieses Verfahren ist dazu gedacht, Kosten und Zeitaufwand auf einem niedrigen Level zu halten.
Ist mit der Zertifizierung alles erledigt?
Ist die Zertifizierung als Fachfirma erfolgt, dürfen fortan Brandmelde- und Sprachalarmanlagen geplant, errichtet, montiert, installiert sowie instandgehalten werden. Hierfür muss jeweils eine verantwortliche Person bereitstehen, die den Zertifizierungsprozess durchlaufen hat.
Darüber hinaus gibt es auch für die Montage, Installation und alle weiteren Schritte konkrete Vorgaben, die durch die DIN 14675 beschrieben werden. Auf diese Weise soll die höchstmögliche Sicherheit gewährleistet werden, die Brandmeldeanlagen bieten können.
Allerdings ist im Anschluss an die Zertifizierung regelmäßig nachzuweisen, dass weitere Schulungen durchlaufen wurden. Diese sollen dazu beitragen, dass das eigene Wissen auch auf technischer Ebene immer auf dem neuesten Stand gehalten wird, sodass die Wartung und Bedienung der Anlagen stets professionell und zuverlässig erledigt werden kann.
Zusätzliche Auffrischungsschulungen und Seminare sind hierfür erforderlich. In der DIN 14675 ist diesbezüglich auch klar geregelt, in welchen zeitlichen Abständen neuerliche Dokumentationen und Nachweise vorzulegen sind. Zuletzt wurden diese Vorgaben innerhalb der Norm im Januar 2020 auf den neusten Stand gebracht.
Sinnvoll und sicher: Zertifizierung von Fachfirmen
Insgesamt kann die Fachfirmen-Zertifizierung in jedem Fall als sinnvoll erachtet werden. Durch sie wird sichergestellt, dass Brandmelde- und Sprachalarmanlagen stets einwandfrei installiert werden und somit auch bei der Funktionalität ohne Probleme arbeiten.
Am Ende soll die Zertifizierung von Fachfirmen dafür sorgen, dass die Sicherheit in Unternehmen – und damit vor allem auch für die Menschen dort – erhöht wird und auf einem Standard-Niveau einzuordnen ist.
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