Die Erkenntnis, dass Abfälle als Rohstoffe und Energieträger nützlich sind, ist nicht neu; bereits früher wurden Metalle, Glas und Textilien gesammelt und einer neuen Nutzung zugeführt. Die in Deutschland in den letzten 20 Jahren verfolgte Politik der Kreislaufwirtschaft und der Zuordnung von Entsorgungsverantwortung an die Hersteller und Vertreiber von Produkten hat dazu beigetragen, dass die Bürgerinnen und Bürger für die Abfalltrennung zusätzlich sensibilisiert, neue Entsorgungstechnologien eingeführt und Recyclingkapazitäten ausgebaut wurden. Angesichts weltweit fortschreitenden Rohstoffbedarfs, zunehmender Rohstoffknappheiten und steigender Rohstoffpreise gilt es, diese Politik der Kreislaufwirtschaft weiter zu stärken. Abfall ist Rohstoff. So werden inzwischen 14 % der Rohstoffe, die die deutsche Wirtschaft einsetzt, aus Abfällen gewonnen; entsprechend werden der Abbau von Rohstoffen und die damit verbundenen Umweltbelastungen reduziert.
Die Kreislaufwirtschaft ist aber nicht nur für den Umweltschutz ein Erfolgsmodell. Sie zahlt sich auch ökonomisch aus; die Kreislaufwirtschaft hat sich in Deutschland zu einem großen und leistungsstarken Wirtschaftssektor entwickelt: fast 200 000 Beschäftigte in etwa 3 000 Unternehmen sorgen für einen Umsatz von rund 40 Mrd. Euro jährlich. 15 000 Anlagen leisten ihren Beitrag zum Ressourcenschutz durch Recycling und andere Verwertungsverfahren. Hohe Recyclingraten für Siedlungsabfälle von über 60 %, für Gewerbeabfälle von rund 60 % und für Bau- und Abbruchabfälle von fast 90 % sprechen für sich.
611 kg Abfall pro Kopf: Deutschland deutlich über EU-Durchschnitt
2012 fielen in Deutschland im Durchschnitt 611 kg Siedlungsabfall je Einwohner an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage von vorläufigen Eurostat-Daten mitteilt, lag die Abfallmenge damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von rund 492 kg je Einwohner. Noch höhere Werte gab es nur in Luxemburg (662 kg), Zypern (663 kg) und Dänemark (668 kg). Hingegen war das Abfallaufkommen vor allem in den östlichen EU-Staaten deutlich geringer. Die niedrigsten Mengen je Einwohner verzeichneten Estland (279 kg) und Lettland (301 kg). Zu den Siedlungsabfällen (kommunalen Abfällen) zählen Haushaltsabfälle, vergleichbare Abfälle aus Gewerbe und Industrie sowie Verpackungsabfälle.Quelle:Statistisches Bundesamt
Recycling- und Effizienztechnik erfolgreich exportieren
Ressourceneffizienz, Klima- und Umweltschutz spielen eine immer bedeutendere Rolle. Die Abfallund Recyclingwirtschaft leistet hierzu einen unverzichtbaren Beitrag. Die weltweite Nachfrage nach entsprechenden Technologien ist erheblich und steigt stetig. Deutschland und seine Abfall- und Recyclingwirtschaft gelten hierbei weltweit als Vorbild. Es besteht ein großes Interesse an deutscher Technologie und an entsprechender Wissensvermittlung. Diese Entwicklung bietet deutschen Unternehmen, insbesondere dem Mittelstand, sowie wissenschaftlichen Institutionen und Einrichtungen eine gute Möglichkeit, ihr Geschäftsfeld zu erweitern. Unterstützung bei solchen Planungen finden Unternehmen bei der German RETech Partnership e.V. (…), eine ursprünglich vom Bundesministerium für Umwelt ins Leben gerufene Initiative, die sich unter anderem die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes und die Förderung der Vermarktung nachhaltiger und innovativer Recycling- und Effizienztechnologie auf die Fahne geschrieben hat. Mehr Infos unter www.retech-germany.net.
Interessante Einblicke
Wie viele Schadstoffe stößt der Industriebetrieb in meiner Nachbarschaft aus? Welche Stoffe sind immer noch in den Abwässern enthalten, die die Kläranlagen verlassen? Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen erhalten Interessierte bei thru.de. thru.de ist ein vom Umweltbundesamt betreutes Internet-Portal, das viele Daten zur Qualität der Umwelt in Deutschland bietet – genau genommen darüber, wie viele Schadstoffe Industriebetriebe in die Umwelt entlassen und wie viele Abfälle sie außerhalb ihres Betriebes entsorgen. Quelle: thru.de
Industrie steigerte 2011 Investitionen in den Umweltschutz um 18 %
WIESBADEN – Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) investierten im Jahr 2011 mehr als 7 Mrd. Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz. Im Vergleich zu 2010 steigerten sie damit ihre Umweltschutzinvestitionen um 18 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entfielen – gemessen an den insgesamt getätigten Investitionen der Unternehmen in Höhe von 73,5 Mrd. Euro – knapp 10 % auf den Umweltschutz. Als Umweltschutzinvestitionen gelten alle Investitionen in Sachanlagen, die dem Schutz der Umwelt dienen und zum Beispiel Emissionen in Boden, Wasser oder Luft verhindern oder verringern. Über 40 % der Umweltschutzinvestitionen tätigten Firmen zum Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers, zum Beispiel mit Investitionen in Neutralisations- und Kläranlagen (2,9 Mrd. Euro). Betrachtet nach Wirtschaftszweigen waren die Bereiche Abwasserentsorgung (1,9 Mrd. Euro), die Energieversorgung (circa 1,8 Mrd. Euro) sowie die Abfallbehandlungs- und -beseitigungsunternehmen (773 Mio. Euro) mit zusammen mehr als 60 % der gesamten Umweltschutzinvestitionen die wichtigsten Branchen. Quelle: Statistisches Bundesamt
Restabfallbehandlung
Zur Restabfallbehandlung wurden 2011 in Deutschland 69 Müllverbrennungsanlagen mit einer Kapazität von rund 20 Mio. Tonnen betrieben. Darüber hinaus stehen in 30 Ersatzbrennstoffkraftwerken Verbrennungskapazitäten von rund 4,6 Mio. Tonnen zur Verfügung. Zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung wurden 2011 48 Anlagen mit einer Kapazität von rund 6 Mio. Tonnen betrieben, die rund 5 Mio. Tonnen Abfälle behandelten.
Redaktion MediaService Osnabrück
ArbeitslebenDie Zahlen sind alarmierend: Laut dem Gallup-Engagement-Index haben in Deutschland nur noch 9 % der Beschäftigten eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber – der niedrigste Wert seit Beginn der Messung im Jahr 2001. Darüber hinaus sehen sich nur die Hälfte der Arbeitnehmer in einem Jahr noch beim aktuellen Arbeitgeber. Für Unternehmen stellt sich damit eine dringende Frage: Wie bindet man Mitarbeitende langfristig in einer Zeit, in der Wechselbereitschaft so hoch ist wie nie? Was ist die 7-Touchpoint-Strategie?
KarriereDer Polizeiberuf gehört in Deutschland zu den verantwortungsvollsten Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. Polizisten sorgen im Polizeivollzugsdienst für Sicherheit und Ordnung, schützen die Bevölkerung und setzen geltenden Recht durch – in Großstädten ebenso wie in ländlichen Regionen. Wer diesen Beruf anstrebt, bewegt sich in einem stark regulierten Umfeld mit hohen Anforderungen an Persönlichkeit, Fitness und Zuverlässigkeit. Der Weg in den Polizeidienst führt über ein strukturiertes Bewerbungsverfahren, eine Ausbildung oder ein duales Studium. Weitere Qualifizierungen folgen im Laufe der Karriere. Je nach Bundesland und bei der Bundespolizei gelten unterschiedliche Regelungen, etwa bei Einstiegswegen, Besoldung und Auswahlverfahren. Im Folgenden wird Schritt für Schritt dargestellt, wie der Einstieg in den Polizeiberuf funktioniert, welche Voraussetzungen wichtig sind und wie sich Ausbildung, Studium und Karrierewege unterscheiden.
KarriereTechnische Sicherheit im Straßenverkehr ist ohne unabhängige Prüfstellen nicht denkbar. Ob Hauptuntersuchung, Abgasuntersuchung oder die Abnahme aufwendig umgebauter Fahrzeuge – hinter diesen Prüfungen stehen speziell qualifizierte Ingenieure. Wer sich fragt, wie man TÜV-Prüfer wird, stößt schnell auf den Begriff Prüfingenieur. Gemeint ist ein Ingenieur, der im Auftrag einer Überwachungsorganisation hoheitliche Prüfungen an Fahrzeugen durchführt und damit einen direkten Beitrag zu Verkehrssicherheit und zuverlässiger Mobilität leistet. Der Beruf bewegt sich an der Schnittstelle von Technik, Recht und Kundenkontakt. Prüfingenieure prüfen nicht nur Fahrzeuge, sondern treffen Entscheidungen mit unmittelbarer Wirkung: Ein Gutachten entscheidet beispielsweise darüber, ob ein Fahrzeug weiter am Straßenverkehr teilnehmen darf oder ob zusätzliche Reparaturen erforderlich sind. Entsprechend streng sind die Anforderungen an Ausbildung, Studium und persönliche Eignung. Zugleich bietet dieser Beruf langfristige Perspektiven und Spezialisierungsmöglichkeiten – sowohl im klassischen Kfz Bereich als auch in angrenzenden Feldern der Technik. Was macht ein TÜV-Prüfer im Alltag und was ist ein Prüfingenieur?

