News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
7. Juli 2022

Anhaltender Boom im Onlinehandel seit Corona – Was kaufen die Deutschen am liebsten?

Trotz der allgemeinen Tendenz zu mehr Onlinehandel sind ein paar Produkte und Produktgruppen beliebter als andere. Und noch etwas hat sich getan: Online und offline werden immer weiter verschränkt. Lange sah es so aus, als könnte der Onlinehandel irgendwann den stationären Handel ablösen. Das ist definitiv nicht der Fall, Synergien sind entstanden. Die beiden Pole stehen jetzt nicht mehr gegeneinander, sondern ergänzen sich.

Einkaufen über das Smartphone? Läuft!

Komplexe Onlineshops mit großem Warenangebot wurden vor einigen Jahren noch ausschließlich über den Desktop-Computer aufgerufen. Shoppen per Tablet oder Smartphone war mühsam bis unmöglich. Heute sind die meisten Websites und Shops für mobile Endgeräte optimiert, sodass auch am kleinen Display des Smartphones ein umfassend angenehmes Einkaufserlebnis möglich ist. Mobiles Internet und Onlineshopping sind alltäglich geworden. Und das sagen die Statistiken:

Auch im Onlinehandel wird Wert auf Nachhaltigkeit gelegt, 70 Prozent der Deutschen achten darauf.
Etwa 17,2 Prozent der Deutschen geben mehr als 1.000 Euro jährlich im Onlinehandel aus.
Mehr als einmal im Monat online bestellen 85,7 Prozent der Konsumenten und Konsumentinnen.

Wenn der direkte Kontakt im stationären Handel wegfällt, werden Fotos, Videos, Produktbeschreibungen und Bewertungen wichtiger. Tatsächlich vertraut etwa ein Drittel der Konsumenten und Konsumentinnen auf die Produktbeschreibungen und Fotos. In Sachen Bezahlung hat sich auch einiges getan, der Kauf auf Rechnung wird längst nicht mehr flächendeckend angeboten. Mit 52,7 Prozent werden mehr als die Hälfte der Onlinekäufe per PayPal beglichen.

Was wird gekauft?

Zwar ist Onlineshopping in allen Segmenten beliebter geworden, aber ein paar Kategorien und Produktgruppen stechen trotzdem noch heraus. 37,4 Prozent der Onlinekäufe bestehen aus Schuhen und Kleidung, 27,6 Prozent aus Unterhaltungselektronik. Dann folgen Lebensmittel mit 9,4 Prozent, 8,9 Prozent des Handels machen Bücher aus, 7,9 Prozent Waren aus dem Segment Sport und Freizeit. Unter Sonstiges fallen 5,4 Prozent, die restlichen 3,4 Prozent werden von Haushaltsgeräten und Haushaltswaren ausgemacht.

Schaut man noch tiefer in die Statistiken, sieht man: Unter „Sonstiges“ fallen auch medizinische Produkte. Die werden nicht nur in Online-Apotheken und auf Rezept gekauft, sondern auch in Drogerien und anderen Fachgeschäften. Insbesondere Masken und Corona-Tests sind in den letzten beiden Jahren häufig online gekauft. Im stationären Handel kaum verfügbar, online dagegen recht einfach erhältlich war und ist der Corona Spucktest.

Online bestellt, im Geschäft abgeholt

Lieferverzögerungen, überlastete Logistikunternehmen, verwechselte Sendungen und anderes Unbill prägten zeitweise den Onlinehandel. Die Lösung ist einfach: Während der Coronazeit haben zahlreiche lokale Geschäfte, Restaurants und sogar Supermärkte Websites auf- und ausgebaut. Den Kunden und Kundinnen wurde so ermöglicht, die gewohnten Waren beim gewohnten Händler zu bestellen und sich liefern zu lassen. Vertrauen ist hier das Stichwort.

Aber auch die Bestellung online und das Abholen im Laden ist in den letzten beiden Jahren zu einem normalen Vorgang geworden. Ganz egal, ob sich Kunden und Kundinnen im Supermarkt online ihren Einkauf zusammenstellen, zahlen und ihn dann ein paar Stunden später vor Ort im Laden abholen, oder ob es um Schreibwaren geht, die zu Schuljahresbeginn direkt ins Klassenzimmer geliefert werden. Sogar bei Kleidung hat sich die Verschränkung von online und offline gewährt.

Verschiedene Modelle konnten sich hier in den vergangenen Jahren etablieren. Kleine Boutiquen beispielsweise boten an, in einem reservierten Zeitfenster die gewünschten Kleidungsstücke in den passenden Größen im Laden bereitzulegen. Kunden und Kundinnen konnten dann allein und ohne weiteren Kundenverkehr anprobieren und kaufen. Oder die Pakete wurden abgeholt, zu Hause probiert und anschließend bei einem zweiten (reservierten) Besuch gekauft und (wenn unpassend) zurückgegeben.

Gekommen, um zu bleiben

Zwar ist mit einigen der Verschränkungen von Onlineshopping und stationärem Handel für die Geschäfte ein erheblicher Mehraufwand verbunden. Trotzdem halten sich die neuen Möglichkeiten und werden auch in Zukunft nicht verschwinden. Ganz im Gegenteil: Die Verschränkung des Internets und des sogenannten Real Life wird zunehmen.

Teilen:
Weitere Artikel
Selfcare als Geschäftsmodell: Das wirtschaftliche Potenzial der Wellness-Branche
Business
Selfcare als Geschäftsmodell: Das wirtschaftliche Potenzial der Wellness-Branche

Selfcare hat sich längst von einem kurzfristigen Lifestyle-Trend zu einem festen Bestandteil eines gesundheitsbewussten Lebensstils entwickelt. Immer mehr Menschen investieren gezielt in ihr körperliches und mentales Wohlbefinden sei es durch Entspannungsangebote, natürliche Pflegeprodukte oder individuelle Gesundheitskonzepte. Zugleich wächst das Bewusstsein für Prävention und eine ausgewogene Work-Life-Balance. Diese Entwicklung eröffnet der Wellness-Branche attraktive wirtschaftliche Perspektiven. Für Unternehmen, Gründer und Dienstleister entstehen neue Möglichkeiten, innovative Angebote zu entwickeln und auf die steigende Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen für mehr Wohlbefinden zu reagieren.

4 Min. LesezeitLesen
Instandhaltung von Nutzfahrzeugen: Warum präventive Wartung Unternehmen Kosten spart
Business
Instandhaltung von Nutzfahrzeugen: Warum präventive Wartung Unternehmen Kosten spart

Nutzfahrzeuge sind für viele Unternehmen unverzichtbar. Ob im Handwerk, in der Logistik, im Baugewerbe oder im Dienstleistungssektor sie müssen täglich zuverlässig einsatzbereit sein, damit Abläufe reibungslos funktionieren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Ungeplante Ausfälle führen nicht nur zu Reparaturkosten, sondern oft auch zu Terminverschiebungen, Produktionsunterbrechungen oder Lieferverzögerungen. Eine präventive Instandhaltung hilft dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen, Wartungen planbar durchzuführen und die Einsatzbereitschaft des Fuhrparks dauerhaft zu sichern. So lassen sich Kosten reduzieren und die Lebensdauer der Fahrzeuge nachhaltig verlängern. Präventive Wartung statt teurer Reparaturen Viele Unternehmen reagieren erst dann auf Probleme, wenn ein Fahrzeug bereits ausgefallen ist. Diese reaktive Vorgehensweise verursacht häufig hohe Reparaturkosten und ungeplante Standzeiten. Eine präventive Instandhaltung verfolgt einen anderen Ansatz: Regelmäßige Inspektionen und Wartungen helfen dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen und Bauteile rechtzeitig auszutauschen, bevor größere Schäden entstehen.

3 Min. LesezeitLesen
Fenster modernisieren im Gewerbe- und Wohnbau: Wie Eigentümer Energiekosten senken und den Gebäudewert sichern
Verbraucher
Fenster modernisieren im Gewerbe- und Wohnbau: Wie Eigentümer Energiekosten senken und den Gebäudewert sichern

Eine Fenstermodernisierung kann in Wohn- und Gewerbeobjekten spürbar zur Senkung der Heizkosten beitragen, das Raumklima verbessern und langfristig den Immobilienwert sichern vorausgesetzt, Verglasung, Rahmen und Montage passen zur tatsächlichen Nutzung. Steigende Energiepreise, neue Anforderungen an die Gebäudeeffizienz und ein angespannter Handwerkermarkt setzen Eigentümer, Bauherren und Architekten zusätzlich unter Druck. Wer ein Wohnhaus, ein Bürogebäude, ein Ladengeschäft oder eine vermietete Immobilie betreut, kommt um die Frage nach dem Zustand der Fenster kaum herum. Eine durchdachte Modernisierung ist deshalb keine reine Optikfrage, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung und sie sollte mit einem erfahrenen Partner geplant werden, etwa mit den Experten für Fensterbau in Augsburg, die seit 1985 Privatkunden, Bauherren und Architekten in der Region betreuen. Warum Fenster eine unterschätzte Stellschraube sind In vielen Bestandsgebäuden stammen Fenster noch aus älteren Bauphasen, etwa aus den 1980er- oder 1990er-Jahren. Ihre Wärmedämmwerte liegen in der Regel über dem, was moderne Verglasungen leisten. Das kann sich in der Heiz- und Betriebskostenabrechnung niederschlagen: Wärmeverluste über veraltete Rahmen und ältere Verglasungen gehören zu den Posten, die sich durch eine Sanierung gezielt reduzieren lassen. Hinzu kommen Themen wie Schallschutz an verkehrsreichen Standorten, Einbruchsicherheit für Erdgeschossräume und sommerlicher Wärmeschutz in stark verglasten Flächen.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite