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30. April 2023

E-Commerce: So trotzen Online-Händler der Wachstumsbremse Inflation

Sie ist leider gekommen, um zu bleiben: die fast schon tot geglaubte Inflation. Die Inflationsrate in Deutschland lag im März dieses Jahres bei 7,4 Prozent, meldete jüngst das Statistische Bundesamt. Im Januar und Februar 2023 hatte die Inflationsrate noch bei jeweils 8,7 Prozent gelegen. Doch ein Grund zur Freude ist der leichte Rückgang nicht. „Die Inflationsrate hat sich abgeschwächt, bleibt jedoch auf einem hohen Niveau“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Für die privaten Haushalte in Deutschland fielen im März die erneut höheren Preise für Nahrungsmittel besonders ins Gewicht, melden die Statistiker aus Wiesbaden.

Auch in nächster Zeit scheint eine Rückkehr zu den stabilen Preisen vor dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine mit all seinen wirtschaftlichen Folgen ein Wunschtraum zu sein. Vielmehr hat sich die Inflation verfestigt. Die kräftigen Tarifabschlüsse in vielen Branchen und die im Sommer zum Thema werdende spürbare Anhebung des Mindestlohns sorgen stattdessen eher für eine Preis-Lohn-Preis-Spirale: Die Inflation nährt die Inflation. Mit dem Randaspekt, dass viele Menschen stärker steigende Preise als steigende Reallöhne bei sich festmachen werden.

Der Konsum leidet, wenn die Realeinkommen zurückgehen

Es ist eine ökonomische Binsenweisheit, dass auch der Konsum leidet, wenn die Realeinkommen sinken. Die Menschen sparen dabei vor allem an den Dingen, die weniger wichtig sind: Kleidung, Elektronikartikel und, wenn es ganz hart kommt, auch am Urlaub, den sich viele nach der langen dunklen Phase so sehr zurückwünschen.

Damit stellt sich für alle Händlerinnen und Händler eine zentrale Frage: Was macht das mit meinen Umsätzen und meinem Geschäft? Ein Blick in die sich leerenden Innenstädte oder die Schieflage bei Galeria Kaufhof, Görtz und Co. macht wenig Mut für den stationären Handel. Doch der leidet, auch das gehört zur Wahrheit, bereits seit Jahren – und das vor allem durch das starre Festhalten an verkrusteten Strukturen und überholten analogen Geschäftsmodellen. Und der Onlinehandel? Er gehörte in den vergangenen Jahren zu den echten Wachstumstreibern in Deutschland. Zwar schwächt sich das Tempo jetzt ab, meldet der Handelsverband Deutschland (HDE). Doch die Prognose bleibt nach wie vor positiv.

Onlinekäufer trotzen dem Trend – noch

„Die Digitalisierung ist im Einzelhandel längst angekommen. Sie bietet auch für die mehr als 50 Prozent unserer Händlerinnen und Händler, die aktuell noch keine Waren im Internet anbieten, große Chancen“, sagt HDE-Präsident Alexander von Preen. Doch was ist mit der Inflation? Die schönsten Webshops nutzen wenig, wenn sich die Besucherinnen und Besucher die dargebotenen Produkte nicht mehr leisten können.

Der Finanzdienstleister Mollie wollte es Ende 2022 im Rahmen seines „European E-Commerce-Reports“ ganz genau wissen und befragte dafür repräsentativ ausgewählte 3.000 Menschen aus ganz Europa zur Frage, wie sich Inflationsängste auf ihr Online-Einkaufsverhalten auswirken.

Kernergebnis: Fast die Hälfte der deutschen Befragten (45 Prozent) gab an, dass sie in den kommenden zwölf Monaten genauso viel online einkaufen werden wie bisher. Aber die Studie brachte auch zutage: Bleibt die Lage schlecht oder wird gar noch schlechter, werden Konsumentinnen und Konsumenten besonders bei Online-Einkäufen sparen.

Nicht mehr jedes digitale Geschäftsmodell wird „fliegen“

Die Zeiten für Online-Händlerinnen und -Händler werden auf jeden Fall herausfordernder. Nicht mehr jedes Geschäftsmodell wird automatisch „fliegen“. Gerade in solchen Zeitenwende-Zeiten ist es für etablierte wie junge Unternehmerinnen und Unternehmer wichtig, Consultants zur Seite zu haben. Etwa die im November vergangenen Jahres gegründete 8 Figure Dream Academy – kurz „8FDA“.

Die Experten der Academy besitzen jeweils mehr als zehn Jahre Erfahrung im Bereich E-Commerce. „Unser Wissen rund um das erfolgreiche Wachstum als E-Commerce-Unternehmen wollen wir jetzt als Coaches weitergeben“, sagt Maurice Schär. Das Coaching erfolgt größtenteils in kompakten Video-Lerneinheiten. Zur Auswahl stehen 14 Module mit mehr als 150 einzelnen Lektionen. Wöchentliche Live-Calls und zwei VIP-Gruppen in sozialen Medien runden das Programm ab.

Maurice Schär nennt noch eine Besonderheit seines Unternehmens: „8FDA verfügt über ein eigenes Fullfillment-Center in Rumänien. Das können unsere Kundinnen und Kunden bei Bedarf als Lagerplatz für ihren Onlinehandel nutzen. Das eröffnet neue Möglichkeiten und macht unabhängiger von globalen Lieferketten.“

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