News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
7. Juni 2019

Indirekter Einkauf – strategisch und individuell zu optimaler Effizienz

Direkter versus indirekter Einkauf

Wer in seinem Unternehmen eine eigene Einkaufsabteilung etabliert, unterscheidet heute regelmäßig zwei Organisationseinheiten. Die eine – der direkte Einkauf – organisiert Güter und Dienstleistungen, welche direkt in das Produkt einfließen. Daneben setzt sich immer mehr eine zweite, gesonderte Einheit als sogenannter indirekter Einkauf durch. Dabei geht es um Waren und Dienstleistungen, die nicht direkt in das Produkt fließen wie etwa Serviceleistungen, Facility Management, Marketing und ähnliches. Auch wenn der Begriff „indirekter Einkauf“ dabei in vielen Unternehmen bereits bekannt ist und eine entsprechende Abteilung strukturell gebildet wird, bleibt sein Potential für den Unternehmenserfolg vielfach noch weitestgehend ungenutzt. Das liegt vor allem daran, dass in diesem Bereich noch viel zu wenig strategisch und bewusst gedacht wird. Experten sehen gerade im indirekten Einkauf in Zeiten volatiler wirtschaftlicher Bewegungen, die die Globalisierung, verschiedene Marktderegulierungen und auch die Digitalisierung hervorbringen, Chancen für die Steigerung von Gewinnen. Es sprechen gute Gründe für diese Ansicht.

Strategisch indirekt einkaufen – nicht nur operativ einkaufen

Beschaffung ist ein sehr wichtiges Thema in Unternehmen. Es muss alles zur Verfügung stehen, was für eine Produktion oder Dienstleistung gebraucht wird und darüber hinaus alles, was das Unternehmen selbst benötigt und was an Bedarf um die Produktion oder Leistung herum besteht. Dabei ist Beschaffung in vielen Fällen zeitsensibel, die Waren und Dienstleistungen müssen auch zu bestimmten Zeitpunkten verfügbar sein. Außerdem geht es hier besonders darum, die quasi „Nebenleistungen“ zur Produktion und Dienstleistung günstig in gleichbleibender Qualität einzukaufen. Sie sind essenziell für reibungslose Abläufe und auf der anderen Seite schmälern zu hohe Kosten in diesem Segment den Gewinn auf eine Weise, die nicht direkt durch höhere Endkundenpreise ausgeglichen werden kann, wenn der Wettbewerb das nicht hergibt. Ein Unternehmen, in dem indirekter Einkauf strategisch ausgerichtet besonders günstige Einkaufskosten generiert, kann im Wettbewerb die Nase vorn haben, weil die Kosten für den direkten Einkauf meist viel weniger Verhandlungsspielraum bieten.

Aus den genannten Anforderungen heraus entsteht in den meisten Unternehmen eine reges operatives Einkaufstagesgeschäft, das der Verwaltung des indirekten wie auch direkten Einkaufs gerecht werden muss. Vielfach ist man im Unternehmen dabei versucht, den operativen sowie den strategisch indirekten Einkauf als deckungsgleich zu betrachten und ihn organisatorisch auch so zu behandeln. Diese Art der Organisation birgt viele Risiken und die Vorteile, die strategischer indirekter Einkauf haben kann, entfalten sich so häufig nicht oder nicht vollständig.

Höhere Effizienz

Beim strategisch indirekten Einkauf geht es um den Rahmen wie etwa Verträge zu Einkaufsbedingungen, Rabatten, Lieferkonditionen und vergünstigten Preisen. Der strategisch indirekte Einkauf ist damit das Gegenteil vom Tagesgeschäft, weil er auf mittel- bis langfristige Lösungen abzielt und die Basis für Einsparungen legt, die im Tagesgeschäft dann nur noch umgesetzt und genutzt werden. Werden der operative und der strategische Teil auch personell gekoppelt, gerät die Strategie schnell in den Hintergrund, weil das operative Tagesgeschäft mit seinen Dringlichkeiten alle Ressourcen bindet. Hier kommt es dann zu ähnlichen Verwerfungen, wie sie bei einer zu starken Aufgabeorientierung und zu schwachen Zielorientierung in Unternehmen auftreten: Man ist sehr beschäftigt, kommt aber nie bei der höheren Effizienz an, die strategisch indirekter Einkauf potenziell bietet.

Fazit

Unter diesem Gesichtspunkt kann es sich lohnen, den strategischen und indirekten Einkauf ganz oder teilweise im Outsourcing zu bewältigen. Das Team der Hans Becker GmbH besteht aus erfahrenen Einkaufsexperten, die darauf spezialisiert sind, für ihre Kunden maßgeschneiderte, individuelle Konzepte für den strategisch indirekten Einkauf zu entwickeln. Dabei zeigen sie ihren Kunden außerdem die Potenziale, Möglichkeiten und Herausforderungen auf, die in der Digitalisierung der unternehmerischen Einkaufsstrukturen liegen. Strategisch indirekter Einkauf und Einkauf 4.0 können das ideale Gespann sein, um Ihren Einkauf in eine optimierte und effizientere Zukunft zu führen. Erfahren Sie mehr über die Leistungen von Hans Becker und finden Sie heraus, was die Spezialisten für Ihren Einkauf tun können. Das kann Outsourcing sein, aber vielleicht auch Konzeption oder Coaching.
Indirekter Einkauf mit Strategie macht Ihr Unternehmen noch fitter für morgen und übermorgen.

Teilen:
Weitere Artikel
Physiotherapie, Training und Wellness unter einem Dach: Wie ganzheitliche Gesundheitskonzepte den Unternehmensalltag entlasten
Business
Physiotherapie, Training und Wellness unter einem Dach: Wie ganzheitliche Gesundheitskonzepte den Unternehmensalltag entlasten

Ganzheitliche Gesundheitskonzepte können Unternehmen entlasten, indem sie Physiotherapie, medizinisches Training, Prävention und Wellness an einem Ort bündeln so lassen sich Übergänge zwischen Therapie und Training enger gestalten, Präventionsangebote leichter zugänglich machen und HR erhält klare Ansprechpartner statt verteilter Schnittstellen. Muskuloskelettale Beschwerden verursachten laut BKK-Gesundheitsreport 2024 mit 20,3 % aller Fehltage die meisten krankheitsbedingten Arbeitsausfälle. Für Unternehmen bedeutet das nicht nur Ausfalltage, sondern auch zusätzliche Belastung der verbleibenden Teams und Aufwand im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Gleichzeitig wächst der Anspruch vieler Mitarbeitender, dass Arbeitgeber ihre Gesundheit aktiv unterstützen. Warum getrennte Lösungen oft an ihre Grenzen stoßen In der Praxis laufen Physiotherapie, Fitnesstraining und Präventionskurse häufig in unterschiedlichen Einrichtungen ab. Beschäftigte gehen zur Physiotherapie, anschließend ins Fitnessstudio und buchen separat einen Rückenkurs über die Krankenkasse. Diese Trennung kann zu Reibungsverlusten führen: Therapieziele werden im Training nicht immer konsequent weiterverfolgt, Übungen passen nicht zwingend zur aktuellen Belastbarkeit, und der Übergang von der Reha zurück in den Alltag bleibt häufig eine Lücke. Anbieter wie liventum.de setzen daher auf ein anderes Modell: Physiotherapie, medizinisches Training, Prävention und Wellness werden räumlich und konzeptionell unter einem Dach zusammengeführt, sodass Befund, Trainingsplan und Erholung aufeinander abgestimmt sein können.

5 Min. LesezeitLesen
Wenn Verträge und Fachkräfte international werden: Warum Übersetzungsqualität zum Geschäftsrisiko wird
Business
Wenn Verträge und Fachkräfte international werden: Warum Übersetzungsqualität zum Geschäftsrisiko wird

Ein Liefervertrag mit einem internationalen Partner steht zur Unterschrift, ein Tochterunternehmen im Ausland soll gegründet werden oder eine qualifizierte Fachkraft aus dem Ausland tritt ihre neue Stelle an: Plötzlich müssen Dokumente vorliegen, die sprachlich und rechtlich einwandfrei sind. Genau in solchen Momenten wird Übersetzungsqualität zur unternehmerischen Frage denn wo Texte rechtliche Wirkung entfalten oder von Behörden anerkannt werden müssen, stoßen Schnelllösungen an ihre Grenzen. Wann Übersetzungen für Unternehmen zum kritischen Faktor werden Der Bedarf entsteht in der Praxis selten angekündigt. Wer ins Ausland expandiert oder dort eine Gesellschaft gründet, muss Handelsregisterauszüge, Gesellschaftsverträge und Vollmachten in der jeweiligen Landessprache vorlegen, häufig in amtlich anerkannter Form. Wer Fachkräfte aus dem Ausland einstellt, braucht übersetzte Zeugnisse und Abschlussurkunden für Anerkennungs- und Visumsverfahren. Und im Vertragsgeschäft mit internationalen Partnern entscheidet die präzise Übertragung juristischer Klauseln mit darüber, ob Rechte im Streitfall durchsetzbar bleiben. Eine falsch übersetzte Haftungs- oder Kündigungsregel kann am Ende teurer werden als das gesamte Übersetzungsbudget.

6 Min. LesezeitLesen
Warum die Bodenwahl in Geschäftsräumen zur unternehmerischen Entscheidung wird
Business
Warum die Bodenwahl in Geschäftsräumen zur unternehmerischen Entscheidung wird

Der Bodenbelag prägt den ersten Eindruck von Geschäftsräumen und beeinflusst Akustik, Pflegeaufwand und laufende Kosten. Die Bodenwahl in Geschäftsräumen ist mehr als eine Geschmacksfrage: Sie entscheidet über Optik, Akustik, Reinigungsaufwand, Lebensdauer und die Wirkung, die Kunden, Bewerber und Mitarbeitende von einem Unternehmen mitnehmen. Wer ein Büro betritt, eine Praxis besucht oder eine Verkaufsfläche durchquert, bildet sich innerhalb weniger Sekunden ein Urteil. Der Boden ist dabei die größte zusammenhängende Fläche im Raum und trotzdem wird seine Wahl bei Umbau, Ladenausbau oder Praxisrenovierung oft dem Zufall oder dem knappsten Budgetposten überlassen. Für Entscheiderinnen und Entscheider im Mittelstand lohnt es sich deshalb, die Bodenwahl früh als Teil der Raum- und Investitionsplanung zu behandeln. Ein durchdacht gewählter Boden unterstützt konzentriertes Arbeiten, senkt die laufenden Betriebskosten und passt zum Corporate Design. Wer bei größeren Projekten auf Sicherheit setzen möchte, arbeitet mit regionalen Fachbetrieben zusammen, die Beratung und Verlegung aus einer Hand bieten etwa mit den Bodenleger-Experten in Hilden, die auch gewerbliche Kunden im Raum Haan und Solingen betreuen.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite