Personal·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
14. Oktober 2020

Krankschreibungen – Wann müssen sie beim Arbeitgeber eingereicht werden?

Zwar schwanken die Statistiken je nach Erfassungsart um einige Tage, doch ist nach Analyse der verschiedenen Studien zum Krankenstand zu sagen, dass die Deutschen in Sachen Fehlzeiten im internationalen Vergleich weit vorne liegen. Dies ist wohl mit dem Arbeitsrecht in Deutschland zu begründen, welches sehr guten Schutz für erkrankte Arbeitgeber bietet. Dass die Deutschen weniger gesund als Menschen aus anderen Nationen sind, ist aus diesen Statistiken nicht zu folgern.

In der Regel muss ein Arbeitnehmer in Deutschland gegenüber dem Arbeitgeber seine Fehltage nicht begründen. Es reicht meist, die Vorgesetzten zu informieren, dass man krank sei und nicht auf Arbeit erscheinen wird. Erst nach dem dritten Fehltag muss man eine Krankschreibung, also einen offiziellen Beleg eines Arztes, vorlegen. Die Art der Krankheit muss dabei nicht offengelegt werden. Manch Arbeitgeber behält sich das Recht vor, die Krankschreibung früher zu verlangen. Die meisten Unternehmen machen hiervon aber keinen Gebrauch und verlangen das ärztliche Attest erst ab dem vierten Krankheitstag in Folge.

Das deutsche Arbeitsrecht ist im internationalen Vergleich sehr sozial und arbeitnehmerfreundlich. So wird dem Arbeitnehmer im Falle einer Krankschreibung 100 Prozent des Gehalts für die ersten Wochen der Krankheit fortgezahlt. Erst nach der sechsten Krankheitswoche hat der Arbeitgeber das Recht, die Lohnfortzahlung zu kürzen.

Krankschreibungen oder auch offiziell Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind häufig nicht sehr einfach zu erhalten. Viele Ärzte sind beim Herausgeben solcher Dokumente sehr strikt und stellen die Bescheinigungen nur bei einer richtigen Erkrankung aus. Zudem ist es schon immer schwer, einen Termin in den in Deutschland häufig überfüllten Praxen zu bekommen, um sich überhaupt krankschreiben zu lassen.

Die Corona Pandemie stellt erkrankte Arbeitnehmer vor ein weiteres Problem: Die Praxen können aufgrund der strengen Verhaltensregeln deutlich weniger Patienten behandeln und es besteht zudem die Gefahr, sich auf dem Weg in die Praxis oder vor Ort mit dem hochansteckenden SARS-CoV-2-Erreger anzustecken.

Seit einiger Zeit gibt es aber die Möglichkeit, eine Krankschreibung ohne einen Fuß vor die eigene Haustür setzen zu müssen, zu erhalten. Telemedizinunternehmen wie Kry bieten kostenfrei Onlinesprechstunden bei in Deutschland praktizierenden Ärzten an, während der man über eine Videoverbindung mit einem Arzt spricht. Diese Option verkürzt nicht nur die Zeit, bis der Patient eine gesicherte Diagnose erhält, sondern entlastet auch das Gesundheitssystem. Die virtuellen Sprechstunden sind eine optimale Ergänzung zu den traditionellen Sprechstunden und es ist inzwischen auch möglich, über Telemedizin eine Onlinekrankschreibung zu erhalten. Stellt der Arzt anhand der Symptome des Patienten, dem Videobild und dem Gespräch mit dem Patienten eine physische oder mentale Erkrankung fest, die es der erkrankten Person unmöglich macht zu arbeiten, kann er eine Onlinekrankschreibung ausstellen, die nach dem virtuellen Termin elektronisch an den Patienten übermittelt wird.

Fazit:

In den meisten Fällen muss der Arbeitnehmer erst nach dem dritten Krankheitstag in Folge eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim Arbeitgeber einreichen. Nur manche Unternehmen verlangen schon am ersten Fehltag ein offizielles Dokument als Begründung. Die Krankschreibung begründet eine Arbeitsunfähigkeit gegenüber dem Arbeitgeber, gibt aber zum Schutz der Privatsphäre der Arbeitnehmer keine Diagnose an. Zwar zögern einige Ärzte, die Krankschreibungen auszustellen, doch ist der Patient wirklich erkrankt, kann er diese nicht nur in einer Praxis, sondern auch als private Krankschreibung über Telemedizin erhalten.

Teilen:
Weitere Artikel
Das lautlose Herz der Logistik: wie die FAS GmbH den Materialfluss am Rollen hält
Expertentalk
Das lautlose Herz der Logistik: wie die FAS GmbH den Materialfluss am Rollen hält

In der modernen Wirtschaft gleicht ein Logistikzentrum einem hochkomplexen Organismus. Alles muss perfekt ineinandergreifen, damit Waren pünktlich ans Ziel gelangen. Doch während in der Teppichetage oft über Künstliche Intelligenz und vollautomatisierte Lagerstrategien debattiert wird, entscheidet sich der Erfolg in der Praxis meist eine Etage tiefer direkt auf dem Förderband. Hier, im Verborgenen, leisten tausende kleine Bauteile Schwerstarbeit. Sie sind das Fundament jedes Warenstroms, fallen aber meist erst dann auf, wenn sie ihren Dienst versagen. Ein einziges blockiertes Element kann ausreichen, um eine ganze Produktionslinie lahmzulegen und horrende Ausfallkosten zu verursachen. Die FAS FörderAnlagenService GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diesen Stillstand zu verhindern. Als erfahrener Partner für die Industrie sorgt das Unternehmen dafür, dass Anlagen nicht nur irgendwie laufen, sondern mit maximaler Effizienz und minimalem Verschleiß.

4 Min. LesezeitLesen
Effizientes Arbeiten im modernen Büro
Arbeitsleben
Effizientes Arbeiten im modernen Büro

Die Bedeutung einer guten Arbeitsumgebung In der heutigen Arbeitswelt spielt eine gut organisierte und angenehme Arbeitsumgebung eine entscheidende Rolle für die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Ein Büro ist längst nicht mehr nur ein Ort, an dem Aufgaben erledigt werden, sondern ein Raum, der Kreativität, Zusammenarbeit und Effizienz fördern soll. Dabei ist es wichtig, sowohl auf ergonomische Möbel als auch auf praktische Büroausstattung zu achten. Ein aufgeräumter Schreibtisch kann bereits einen großen Unterschied machen. Studien zeigen, dass Ordnung am Arbeitsplatz die Konzentration verbessert und Stress reduziert. Wenn alle wichtigen Materialien griffbereit sind, spart man Zeit und kann sich besser auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Hierbei spielen hochwertige Produkte, wie sie beispielsweise von Viking Büromaterial angeboten werden, eine unterstützende Rolle.

3 Min. LesezeitLesen
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
Handel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite