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16. Juni 2022

Quereinstieg und Talent Mobility statt Perfect Match

Fachkräftemangel ist in vielen Unternehmen ein großes Problem. Dabei liegt eine der möglichen Lösungen auf der Hand: Wer spezialisierte Fachkräfte sucht, die er von außen nicht oder nur schwer findet, tut gut daran, die neuen Talente im eigenen Unternehmen aufzutun. Immer mehr Unternehmen nutzen interne Mitarbeiter:innen, die sich in eine andere Richtung entwickeln wollen, um neue Stellen zu besetzen. Laut der aktuellen Talent Trends Studie von Randstad haben mehr als 25 % der Personalleiter bereits gute Erfahrungen mit der internen Versetzung von Mitarbeitenden gemacht. 65 % geben an, dass interne Mobilität einen positiven Einfluss auf ihr Unternehmen gehabt habe.

Talent Mobility als Weg aus dem Arbeitskräftemangel

Für 25 % der Personalleiter stellt der Mangel an Talenten ein großes Problem dar. 23% sind zudem besorgt, dass Talente ihr Unternehmen verlassen könnten. „Der Fachkräftemangel wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen“, sagt Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie Deutschland. „Unternehmen brauchen neue Strategien, wie sie ihre Stellen besetzen können. Ein wichtiges Asset bei der HR Planung ist dabei die Talent Mobility. Die Karriereplanung ist nicht mehr so gradlinig, Quereinstiege und Umorientierungen gehören zur beruflichen Laufbahn dazu. Wer den Mitarbeiter:innen, die bereit sind, neue Fähigkeiten zu erlernen, die passenden Weiterbildungen zur Verfügung stellt, ist gut auf zukünftige Herausforderungen eingestellt.“

Interesse an Weiterbildung statt „Perfect Match“ zur Jobbeschreibung

Je nach individueller Situation und Herausforderung kann es für Unternehmen also sinnvoll sein, bei der Rekrutierung nicht nur die fachlichen Fähigkeiten der Bewerber:innen, sondern auch deren Flexibilität und Bereitschaft, sich auf neue Situationen einzustellen, in die Entscheidung einfließen zu lassen. „Die Devise ‚Hire for attitude, train for skills‘ wird immer mehr zur gelebten Praxis“, sagt Christoph Kahlenberg. „Wer Mitarbeiter:innen einstellt, die offen dafür sind, neue Fähigkeiten zu erlernen und Interesse daran haben, sich in unterschiedlichen Feldern auszuprobieren und dadurch auch langfristig ihre eigene Beschäftigungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt auszubauen, kann langfristig viel schneller auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren. Fähigkeiten und Wissen lassen sich erlernen, die Bereitschaft, dies zu ermöglichen, muss aber von Anfang an vorhanden sein. Das gilt sowohl für Bewerber als auch für Unternehmen und Führungskräfte.

(ots)

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