News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
29. September 2021

Synhelion übernimmt Heliokon und treibt Internationalisierung voran

Der Schweizer Solartreibstoff-Pionier Synhelion SA übernimmt die deutsche Heliokon GmbH, eine Expertin auf dem Gebiet der hochkonzentrierenden Solartechnologie. Heliokon wird vollständig in Synhelion integriert. Durch den Zusammenschluss werden die komplementären Technologien der beiden Unternehmen zusammengeführt. Somit kann Synhelion als internationales Unternehmen ein Gesamtsystem für die Herstellung solarer Treibstoffe anbieten.

Synhelion stellt Solartreibstoffe her, die als Benzin, Diesel und Kerosin mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren und Flugzeugtriebwerken kompatibel sind. Für die Herstellung dieser synthetischen Treibstoffe wird Energie benötigt, die aus hochkonzentriertem Sonnenlicht gewonnen wird. Um die komplexen Umwandlungsprozesse möglichst effizient ablaufen zu lassen, sind Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig.

Komplementäre Technologien

Während Synhelions Hauptfokus auf dem Receiver des konzentrierten Sonnenlichts, dem Solarreaktor und einem Wärmespeicher zur kontinuierlichen Produktion von Solartreibstoffen liegt, fokussiert sich Heliokon auf hochkonzentrierende Spiegelsysteme, die hohe Prozesstemperaturen ermöglichen. Synhelion und Heliokon verfügen über komplementäre Technologien, die sich ideal ergänzen.

Grosser Erfahrungsschatz

Als Expertin auf dem Gebiet der hochkonzentrierenden Solartechnologie nutzt Heliokon konzentrierende Heliostate (Spiegel), um Sonnenlicht auf einen Receiver zu bündeln und das darin befindliche Wärmeträgermedium auf bis zu 1’500 °C zu erhitzen. Heliokon verfügt in diesem Bereich über exklusives Know-how, das nun den Erfahrungsschatz von Synhelion erweitert. Als DLR-Spin-off besitzt das Unternehmen ausserdem umfassende Kompetenzen bei der intelligenten und automatisierten Steuerung der Heliostate.

Ein internationales Unternehmen

Durch die Übernahme expandiert Synhelion nach Deutschland und kann das Wachstum weiter beschleunigen. Die hinzugewonnenen Kompetenzen ermöglichen eine schnellere Skalierung der Technologie, wodurch der Weg zu einem emissionsfreien Verkehrssektor geebnet wird, in dem fossile Kraftstoffe durch CO2-neutrale Solartreibstoffe ersetzt werden.

Gianluca Ambrosetti, CEO von Synhelion, freut sich über den Zusammenschluss mit Heliokon: «Das Heliokon-Team bringt neben der technologischen Expertise für hochkonzentrierende Solartechnologie auch viel Erfahrung im Energiebereich mit, die unsere eigenen Kompetenzen ideal ergänzt. Gemeinsam sind wir in der Lage, ein umfassendes System zur Erzeugung sauberer Treibstoffe anzubieten.»

Patrick Hilger, Geschäftsführer bei Heliokon, ergänzt: «Die Sonne ist die grösste Energiequelle der Erde mit praktisch unerschöpflichem Potenzial. Unsere Technologie macht diese Energie für Menschen nutzbar. Durch unseren Zusammenschluss mit Synhelion gehen wir gemeinsam den nächsten Schritt, um Verkehr und Mobilität wirkungsvoll zu dekarbonisieren.»

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt
    Expertentalk
    Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt

    Ob Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?

    6 Min. LesezeitLesen
    Hausmeisterdienst aus Passau: Wie zwei Ingenieure mit der PA Grundstein GmbH den Sprung in die Selbstständigkeit wagten
    Arbeitsleben
    Hausmeisterdienst aus Passau: Wie zwei Ingenieure mit der PA Grundstein GmbH den Sprung in die Selbstständigkeit wagten

    Der klassische Bürojob bietet Sicherheit doch nicht jeder findet darin auf Dauer Erfüllung. Zwei Ingenieure aus Passau haben genau diese Erfahrung gemacht und Konsequenzen gezogen: Statt monotoner Abläufe am Schreibtisch wollten sie etwas mit eigenen Händen gestalten und ein eigenes Unternehmen aufbauen. Herausgekommen ist die PA Grundstein GmbH, ein Hausmeisterdienst aus Passau, der Wohnanlagen, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte betreut. Im Gespräch erzählen die Geschäftsführer Anton Ponigl und Julian Tuma, warum sie ihre ursprüngliche Immobilienidee verwarfen, wie sie innerhalb von nur zwei Monaten gründeten und welche Rolle das technische Studium heute im Betrieb spielt. Wer selbst über eine Gründung nachdenkt, findet darin viele vertraute Fragen wieder von der Finanzierung bis zur Frage, ab wann ein Gewerbe angemeldet werden muss. business-on.de: Sie beide haben studiert und standen mitten im Berufsleben. Wie sah Ihre Ausgangslage aus – und was hat Sie schließlich in die Selbstständigkeit getrieben? Anton Ponigl und Julian Tuma: Uns verbindet eine langjährige Freundschaft und schon früh der gemeinsame Wunsch, ein eigenes Projekt zu realisieren. In unseren bisherigen Tätigkeiten waren wir allerdings zunehmend unzufrieden: Der Anteil kreativer, gestaltender Aufgaben war gering, die Arbeitsprozesse überwiegend monoton und wiederkehrend. Möglichkeiten, sich persönlich und fachlich wirklich zu verwirklichen, fehlten. Gleichzeitig hatten wir beide schon lange eine starke Affinität zu eigenen handwerklichen Projekten, etwa in der Schreinerei. Der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit war also schon eine Weile da. Natürlich verlässt man eine feste Anstellung nicht nebenbei wir haben Chancen und Risiken lange abgewogen. Aber irgendwann war klar, dass wir den Schritt wagen wollen.

    6 Min. LesezeitLesen
    Messestand planen: Welche Entscheidungen vor dem Messeauftritt wirklich zählen
    Business
    Messestand planen: Welche Entscheidungen vor dem Messeauftritt wirklich zählen

    Eine gebuchte Messefläche ist noch kein fertiges Konzept. Bevor Besucher einen Stand betreten, müssen Unternehmen entscheiden, wen sie erreichen wollen, welche Gespräche dort stattfinden sollen und was dafür räumlich und technisch nötig ist. Wer diese Fragen zuerst beantwortet, kann Gestaltung, Budget und Ablauf aufeinander abstimmen. Das erleichtert auch die Wahl zwischen einem Systemstand, einer individuellen Fertigung und einer Kombination aus beidem. Erst das Ziel klären, dann den Stand gestalten

    7 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite