Lifestyle·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
28. Februar 2023

Wie Hörgeräte funktionieren

Schallübertragung in Hörgeräten

Hörgeräte verstärken den Schall und filtern Hintergrundgeräusche heraus. Da sehr laute Geräusche für Hörgeräteträger unangenehm sind, werden moderne Hörhilfen so eingestellt, dass nur als leise wahrgenommene Töne verstärkt werden.

Die Grundbestandteile eines Hörgerätes sind Lautsprecher, Prozessor und Mikrofon. Das Mikrofon nimmt den Umgebungsschall auf und wandelt ihn in elektrische Impulse um. Diese werden im Prozessor aufbereitet und verstärkt. Der Lautsprecher empfängt die Signale, wandelt sie wieder in Töne um und sendet sie weiter in den Gehörgang.

Eine Alternative sind Knochenleitungshörgeräte. In diesem Fall wird der Schall in starke Vibrationen umgewandelt. Der Lautsprecher sitzt hinter dem Ohr und die Vibration wird über den Schädelknochen direkt ins Innenohr übertragen.

Es ist Aufgabe des Hörspezialisten, dafür zu sorgen, dass die Frequenzverstärkung der im Hörtest festgestellten Hörminderung entspricht. Das Hörgerät wird dann entsprechend programmiert und anschließend am Ohr des Kindes getestet.

Die Hörhilfe lässt sich durch Öffnen bzw. Schließen des Batteriefaches aus- bzw. einschalten. In der Regel verfügen Hörgeräte über mehrere Programme, die je nach Bedarf ausgewählt werden können, beispielsweise um Unterhaltungen zu verstehen oder Musik anzuhören. Bei kleinen Kindern wird darauf jedoch verzichtet, bis sie alt genug sind, die Einstellungen zu nutzen.

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht

Bestandteile von Hörgeräten

Mit dem Taster kann zwischen den Programmen gewechselt und teilweise auch die Lautstärke manuell geändert werden. Letzteres ist jedoch häufig nicht nötig, denn die Hörgeräte sind so programmiert, dass sich die Lautstärke automatisch an die Hörsituation anpasst. Wann und wie die verschiedenen Programme genutzt werden, erfahren Eltern und Kind von ihrem Hörspezialisten.

Das Mikrofon ist ein wichtiger Bestandteil des Hörsystems, da es bestimmt, aus welcher Richtung der Schall aufgenommen wird. Richtmikrofone nehmen primär den Schall vor dem Hörgeräteträger auf. Omnidirektionale Mikrofone dagegen registrieren Klänge aus jeder Richtung. Die meisten Mikrofone können je nach Umgebung zwischen den beiden Optionen wechseln.

Für kleine Kinder sind Hörgeräte mit Winkelstück sinnvoll, damit die Hörhilfe auch bei physischer Aktivität nicht verrutscht. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer Kindersicherung für das Batteriefach in Form einer kleinen Schraube. Eine LED-Statusanzeige informiert, wenn das Gerät aufgeladen werden muss oder fehlerhaft ist.

Die wichtigsten Tipps und Tricks, wie Ihr Ladenlokal bei Google Facebook und Co. besser gefunden wird

Wie Hörtests funktionieren

Bei einem einfachen Hörtest werden Töne in unterschiedlichen Frequenzen vorgespielt, um das noch vorhandene Hörvermögen in verschiedenen Frequenzbereichen zu bestimmen. Das Ergebnis wird in einem Audiogramm festgehalten, einer Kurve, die das Hörvermögen grafisch darstellt. Mit einem anderen Test kann gemessen werden, ab wann ein Ton als unangenehm laut empfunden wird. Und ein weiterer Test wird verwendet, um das Sprachverstehen zu prüfen.

Eltern und Lehrern fällt es in der Regel zuerst auf, wenn Kinder in bestimmten Situationen Hörprobleme haben. So kann es sein, dass ein Kind näher an den Fernseher heranrückt oder darum bittet, die Lautstärke zu erhöhen. Auch wenn Kinder Anweisungen zu Hause oder in der Schule nicht befolgen, sollte eine Hörbeeinträchtigung in Betracht gezogen werden. Selbst wenn nur ein Ohr betroffen ist, kann eine Erkrankung zugrunde liegen, die behandelt werden muss.

Häufig lassen die schulischen Leistungen bei hörbeeinträchtigten Kindern nach. Manchmal kompensieren Schüler eine Hörminderung unbewusst, indem sie von den Lippen ablesen. Für die Lehrer kann es dann schwieriger sein, die Hörbeeinträchtigung zu erkennen. Bei schlechten schulischen Leistungen sollte das Hörvermögen jedoch in jedem Fall getestet werden, um eine Schwerhörigkeit auszuschließen und etwaige andere Probleme angehen zu können.

Je früher ein Kind getestet wird, desto besser. Denn jüngere Kinder gewöhnen sich leichter an das Tragen einer Hörhilfe. Außerdem kann sich das Hörvermögen weiter verschlechtern, wenn eine Behandlung ausbleibt. Wer möchte, kann unter diesem Link einen Hörakustiker in seiner Nähe suchen: phonak.com/de-de/einen-hoerakustiker-finden.

Wer seinem Kind eine verbesserte Lebensqualität bieten will, sollte die Hörbeeinträchtigung so schnell wie möglich angehen.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Berufliche Neuorientierung: So gelingt der Neustart auf dem Arbeitsmarkt
Karriere
Berufliche Neuorientierung: So gelingt der Neustart auf dem Arbeitsmarkt

Der Wunsch nach einem beruflichen Neuanfang trifft längst nicht mehr nur Berufseinsteiger. Fachkräfte in der Lebensmitte, Rückkehrer nach einer Familienphase und Menschen nach einer Kündigung stellen sich dieselbe Frage. Passt der eingeschlagene Weg noch zu dem, was sie können und wollen? Eine berufliche Neuorientierung wirkt im ersten Moment oft einschüchternd. Wer sie planvoll angeht, gewinnt jedoch schnell an Sicherheit. Der Arbeitsmarkt bietet mehr Einstiegswege als viele vermuten und mit der richtigen Vorbereitung wird aus der Unsicherheit ein tragfähiger Plan. Das Wichtigste in Kürze

4 Min. LesezeitLesen
Die optimierte Ölheizung: Präzise Strategien zur nachhaltigen Kostensenkung
Verbraucher
Die optimierte Ölheizung: Präzise Strategien zur nachhaltigen Kostensenkung

Die schwankenden Rohstoffpreise und neue energiepolitische Vorgaben rücken die Heizkosten vermehrt in den Fokus. Trotz des Wandels auf dem Energiemarkt spielt die bewährte Ölheizung in vielen Bestandsgebäuden und Gewerbeimmobilien weiterhin eine zentrale Rolle. Ein kompletter Austausch der Heizanlage ist dabei nicht zwingend die einzige Lösung, um wirtschaftlicher zu heizen. Oft lassen sich bereits durch gezielte Optimierungen an der bestehenden Technik greifbare Einsparungen erzielen. Wer das System klug anpasst, reduziert den Ölverbrauch nachhaltig und schont das Budget auf lange Sicht.

3 Min. LesezeitLesen
Betriebsmedizin und Verkehrsmedizin: Was Unternehmen zu Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen wissen sollten
Guide's
Betriebsmedizin und Verkehrsmedizin: Was Unternehmen zu Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen wissen sollten

Wenn der LKW-Führerschein eines Mitarbeiters zur Verlängerung ansteht oder eine neue Mitarbeiterin im Schichtbetrieb beginnt, wird es für viele Unternehmen konkret: Arbeitsmedizinische Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen gehören zum betrieblichen Alltag, werden aber oft erst organisiert, wenn Fristen drücken. Dabei sind sie mehr als eine Pflichtaufgabe. Gerade kleine und mittlere Betriebe ohne eigene Personalabteilung stehen vor der Frage, welche Untersuchungen wirklich nötig sind und wer sie durchführen darf. Dieser Beitrag erklärt, welche Untersuchungen für Betriebe mit Fahrpersonal, Außendienst oder Schichtarbeit relevant sind, wie sich die Organisation vereinfachen lässt und worauf Unternehmen bei der Wahl eines betriebsärztlichen Ansprechpartners achten sollten. Warum Betriebsmedizin für Unternehmen kein Nebenthema ist Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, Gefährdungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und für bestimmte Tätigkeiten arbeitsmedizinische Vorsorge sicherzustellen. Je nach Arbeitsplatz kann es sich dabei um Pflichtvorsorge handeln etwa bei besonderen gesundheitlichen Belastungen oder um Vorsorge, die der Arbeitgeber anbieten muss und die Beschäftigte freiwillig wahrnehmen können. Wer diese Unterscheidung nicht kennt, verschenkt entweder Gestaltungsspielraum oder gerät in Erklärungsnot, wenn Behörden oder die Berufsgenossenschaft nachfragen.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite