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business-on.de Redaktion
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28. Februar 2018

Joomla, WordPress, TYPO 3 oder Contao – welches CMS ist am besten?

Die Vorteile eines CMS

Content-Management-Systeme kommen üblicherweise dann zum Einsatz, wenn größere dynamische Webauftritte über einen langen Zeitraum gepflegt werden sollen. Hier bieten sie den Vorteil, dass sich die Inhalte schnell und unkompliziert veröffentlichen und bei Bedarf ändern lassen. Man muss die Inhalte nicht einmal selbst einstellen. In den meisten CMS lassen sich Gast-Zugänge für externe Redakteure einrichten. Sie erhalten damit nur Zugriff auf die Bereiche, die sie tatsächlich brauchen, und können ihre Inhalte einstellen. Tieferliegende Ebenen der Webseitenarchitektur bleiben den Administratoren vorbehalten. Für Unternehmen bedeutet dies einmal mehr Sicherheit und eine nicht zu unterschätzende Zeitersparnis.

Ein weiterer großer Vorteil von Content-Management-Systemen besteht in ihrer Unkompliziertheit. Hier sind in der Regel keinerlei HTML-, CSS- oder Programmierkenntnisse erforderlich, um Inhalte zu veröffentlichen. Alles wird direkt in die grafische Oberfläche eingefügt. Zusätzliche Funktionen können bei Bedarf über Plugins integriert werden. Auch hier sind grundsätzlich erst einmal keine Programmierkenntnisse erforderlich.

Weiterhin gibt es CMS in einer großen Vielfalt. Hierzu gehören WordPress, TYPO3, Joomla und Drupal, um nur einige zu nennen. Doch worin unterscheiden Sie sich eigentlich und welche Vor- und Nachteile bieten sie. Hier die Antworten.

WordPress – der Platzhirsch

Seit 2004 die erste Version von WordPress erschien, entwickelte sich das Open-Source-CMS schnell zum absoluten Standard in der Webseitenentwicklung. Was als einfach zu bedienendes Blog-System begann, bietet heute eine Vielzahl von Funktionen, mit denen sich Shops, Formularfunktionen, Umfragen, Videos und verschiedenste Anwendungen problemlos realisieren lassen.

Ein klarer Pluspunkt von WordPress ist seine einfache Bedienbarkeit. Wenn man sich ein wenig mit dem System beschäftigt, findet man sich in der Regel ohne Probleme zurecht. Außerdem gibt es eine große aktive Community, bei der man sich im Bedarfsfall immer schnell Hilfe holen kann. Funktioniert z. B. ein Plugin nicht richtig oder wird ein Template falsch dargestellt, gibt es mit Sicherheit schon den einen oder anderen Forenbeitrag dazu. Apropos Plugin, mittlerweile gibt es über 5.000 teils kostenlose, teils kostenpflichtige Erweiterungen für WordPress, mit denen sich die Funktionalität ganz leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Ein Nachteil besteht aber darin, dass WordPress nicht so sicher ist wie andere CMS. Außerdem lassen sich komplexere Intranet-Systeme von Unternehmen oft nicht adäquat darüber abbilden. Es empfiehlt sich also eher für kleinere und private Webprojekte.

Contao – schlank, flexibel und einfach

Die Geschichte der Open-Source-Software Contao begann im Jahre 2006, damals noch unter dem Namen TypoLight. Hier bekommen Nutzer ein einfaches, aber sehr leistungsstarkes Templating-System geboten, bei dem es für fast jede Funktion eine Vorlage gibt. Diese basieren auf PHP, können also ohne weitere Vorkenntnisse angepasst werden. Das Erlernen einer systemeigenen Template- oder Skriptsprache ist nicht erforderlich.

Der Vorteil, der mit der speziellen Systemarchitektur einhergeht, besteht darin, dass Contao auch sehr gut für anspruchsvolle Projekte geeignet ist. Gleichzeitig halten sich die Anforderungen an den Webspace in Grenzen, sodass man das CMS auch problemlos mit kleineren Hosting-Angeboten nutzen kann.

Im deutschsprachigen Raum gibt es für Contao viele Unterstützer, die permanent an Erweiterungen arbeiten und mit einer erfahrenen Contao Agentur können so viele Projekte umgesetzt werden.

TYPO3 – die All-in-One-Lösung

Wer ein CMS sucht, mit dem man nahezu jedes Projekt umsetzen kann, ist mit dem 2001 erschienenen TYPO3 gut beraten. Das System ist mittlerweile in 50 Sprachen erhältlich, hat eine Community mit mehr als 100.000 Mitgliedern und über 5.000 Plugins. Zu einem der großen Vorteile von TYPO3 gehören die zahlreichen Schnittstellen, mit denen sich die meisten gängigen ERP- und CRM-Systeme anbinden lassen. Mehrere Domains lassen sich dabei problemlos über ein Backend verwalten. Weitere Einzelinstallationen, wie sie beispielsweise bei WordPress notwendig sind, kann man sich hier also sparen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man in Webseiten enthaltene Daten auch auf externen Servern speichern kann. Das ist vor allem bei voluminösen Seiten der Fall. Die Zugriffsgeschwindigkeit lässt sich damit deutlich reduzieren.

Nachteilig ist allerdings anzumerken, dass TYPO3 sehr komplex ist. Hier handelt es sich um eine Lösung, die nur Profis zu empfehlen ist.

Joomla – schnell und vielseitig

Auch Joomla gehört in der Welt der CMS schon längst zu den Standards. 2005 aus dem Open-Source-Projekt Mambo hervorgegangen ist Joomla heute ähnlich populär wie TYPO3. Allein im deutschen Forum gibt es über 150.000 Mitglieder, weltweit sogar eine halbe Million. Ganz weit oben steht Joomla bei den Erweiterungen. Über 10.000 wurden bereits gezählt.

Die hohe Verbreitung liegt vor allem an der unkomplizierten Einarbeitung. Einsteiger finden online zahlreiche Schulungsvideos, Einführungen und Forendiskussionen. Außerdem ist Joomla eins der ersten CMS, das sich im Standard auf Smartphones und Tablets nutzen lässt. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal dabei: Aus einem Haupt-Template kann man ohne Probleme beliebig viele Varianten erzeugen. So ist es beispielsweise ganz unkompliziert möglich, Webseiten für Tochtergesellschaften herzustellen. Joomla ist damit auch ganz klar größeren Unternehmen zu empfehlen. Doch auch private Blogs lassen sich damit betreiben.

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