Wirtschaft·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
30. April 2023

Hochzeit von Holz und Hightech

„Unsere Häuser bauen wir in Modulbauweise, komplett nachhaltig aus Holz, Schafwolle, Holzfaserdämmung, Lehmputz und unter Verwendung hochwertigster Ausstattung, die man in dieser Art in unserem Preissegment nicht kennt“, sagt TECHWOODHOMES-CEO Michael Rohrmair über das Alleinstellungsmerkmal seines jungen Unternehmens. Das ist eine echte Neuheit am Immobilienmarkt. Denn auch wenn Fertighäuser und Smart Home Lösungen im Trend liegen, wurden sie bis dato doch meist nach sehr analogen Prinzipien gebaut: erst das klassische Haus, später dann die digitale Technologie. Das führte in der Praxis oft zu sehr langen Bauphasen. Die smarten Holzhäuser von TECHWOODHOMES stehen dagegen nach wenigen Tagen.

Von der Autobranche in die Immobilienwirtschaft

Dabei spielen gerade Rohrmair die zahlreichen Erfahrungen aus der Automotive-Industrie in die Karten – ein hochtechnisiertes Marktumfeld. Rohrmair war bei Honda für die Märkte Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn verantwortlich. Der Gründer: „Der Unternehmergeist und der Wille, etwas Eigenes zu erschaffen, waren immer vorhanden. Gleichzeitig habe ich mich seit vielen Jahren intensiv mit allen Bereichen der Digitalisierung beschäftigt. Durch meinen Bezug zu Immobilien habe ich realisiert, dass viel im mehrgeschossigen Wohnbau geschieht, der Einfamilienhausbau innovativ jedoch weitestgehend stagniert – trotz der wachsenden Homeoffice-Zahlen und Stadtflucht, vor allen Dingen bei jungen Familien.“

Software wird für die Immobilienbranche immer wichtiger

Das Ergebnis der Überlegungen: TECHWOODHOMES. Dahinter steckt die Vision des Gründerteams um Michael Rohrmair nach einem neuen Leben im Haus der Zukunft: nachhaltig, smart und mit mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens. Dabei setzt das Wiener Start-up auf ein neues Konzept. Statt nachträglich Häuser mit Sensoren und Softwarelösungen auszustatten, werden diese direkt von vornherein mitgedacht und Einsatzszenarien entwickelt. Um dies zu gewährleisten, müssen bereits heute Schnittstellen und technische Optionen verbaut werden, die möglicherweise erst zukünftig relevant werden. Im Grünungsteam haben Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen kooperiert: aus Hardware, Software, Bau und Architektur. Bisher hat das Gründerteam nach eigenen Angaben alles selbst finanziert. „Angesichts der großen Nachfrage werden wir allerdings in Kürze eine Finanzierungsrunde anpeilen“, erklärt der CEO.

„Einfach komplex“ lautet das Versprechen des Proptech-Unternehmens. Der Begriff „Proptech“ kombiniert zwei Begriffe miteinander: „Property“ und „Technology“, also die Symbiose zwischen Immobilien- und Digitalwelt.

5,43 Meter Raumhöhe treiben es auf die Spitze

Aktuell haben die Kunden die Auswahl zwischen fünf Haustypen in Modulbauweise: Das kleinste Haus kostet komplett ausgerüstet knapp eine halbe Million Euro. Herzstück jedes Hauskonzepts ist die selbstentwickelte App. Über sie lässt sich im Innen- und Außenbereich alles steuern – vom Fingerprint-Zugang an der Haustür über die vernetzte Sicherheitskamera, eine automatische Lieferklappe und Elektroladestation bis hin zur automatischen Beschattung oder der Bewässerung von Blumen und Rasen im Garten. Das thermoenergetische Heizungs- und Kühlsystem in Wand und Decke ist ebenfalls über die App regulierbar. Der Grundriss der Häuser ist ebenso platzoptimierend wie luftig: In den größeren Varianten ist etwa für alle temporären oder dauerhaften Heimarbeiter ein funktionelles und großzügiges Büro für einen oder mehrere Schreibtische integriert. Das Büro kann sogar auf Knopfdruck akustisch abgeschirmt werden. Ein Highlight in den großen Haustypen ist der „TECHWOOD Dome“: die 5,43 Meter Raumhöhe im Wohn- und Essbereich.

„Da es bislang weder auf Bau- noch auf Softwareebene eine passende Lösung gibt, haben wir das Haus der Zukunft selbst entwickelt“, sagt Firmenchef Michael Rohrmair. Und er denkt gerne groß, ohne abzuheben: „Bei der Zielgruppe vergleiche ich uns gerne mit Tesla – unsere Zielgruppe sind Hard- und Software-begeisterte Kunden aus dem Privatsegment, ohne dabei Technikexperte zu sein. Es ist nahezu unmöglich, unser Haus in Eigenregie zu bauen, da etwa die doppelten Kosten anfallen würden.“

Auf die Zukunft freuen sich die Wiener Haus-Digitalisierer: In fünf Jahren wollen sie jährlich rund 1.000 TECHWOODHOMES errichten und die Expansion nach Skandinavien und Osteuropa geschafft haben.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Die besten Verbraucherportale im Vergleich: Orientierung im Informationsdschungel
    Ratgeber
    Die besten Verbraucherportale im Vergleich: Orientierung im Informationsdschungel

    Verbraucher stehen heute vor einer Vielzahl an Entscheidungen – vom Kauf technischer Produkte über Vertragsabschlüsse bis hin zu Fragen rund um Energie, Haushalt oder Digitalisierung. Gleichzeitig wächst das Angebot an Informationen im Internet stetig. Vergleichsportale, Testberichte und Ratgeber versprechen Orientierung, doch nicht alle Inhalte sind gleich zuverlässig oder hilfreich. Gerade in Zeiten, in denen Kaufentscheidungen zunehmend online getroffen werden, gewinnen Verbraucherportale eine zentrale Rolle. Sie bündeln Informationen, bereiten komplexe Themen verständlich auf und helfen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen. Doch welche Plattformen überzeugen wirklich durch Qualität, Transparenz und Mehrwert? Die Unterschiede sind oft größer, als es auf den ersten Blick scheint. Während einige Portale auf oberflächliche Vergleiche setzen, bieten andere tiefgehende Analysen, unabhängige Bewertungen und praxisnahe Empfehlungen. Für Nutzer wird es daher immer wichtiger, die Qualität eines Portals richtig einschätzen zu können.

    8 Min. LesezeitLesen
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
    Handel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

    In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

    5 Min. LesezeitLesen
    Zahnärzte Obermünsterstraße in Regensburg: Moderne Zahnmedizin, Spezialisierung und Versorgung aus einer Hand
    Wirtschaft
    Zahnärzte Obermünsterstraße in Regensburg: Moderne Zahnmedizin, Spezialisierung und Versorgung aus einer Hand

    Die Gemeinschaftspraxis Zahnärzte Obermünsterstraße in Regensburg steht für ein umfassendes zahnmedizinisches Konzept, das moderne Behandlungsmethoden mit individueller Betreuung verbindet. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, Patientinnen und Patienten nicht nur fachlich auf hohem Niveau zu behandeln, sondern sie während des gesamten Behandlungsprozesses persönlich zu begleiten. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge wird großer Wert auf Transparenz, Zeit und eine angenehme Atmosphäre gelegt. Die folgenden Abschnitte stellen die Praxis genauer vor.

    5 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite