„Unsere Häuser bauen wir in Modulbauweise, komplett nachhaltig aus Holz, Schafwolle, Holzfaserdämmung, Lehmputz und unter Verwendung hochwertigster Ausstattung, die man in dieser Art in unserem Preissegment nicht kennt“, sagt TECHWOODHOMES-CEO Michael Rohrmair über das Alleinstellungsmerkmal seines jungen Unternehmens. Das ist eine echte Neuheit am Immobilienmarkt. Denn auch wenn Fertighäuser und Smart Home Lösungen im Trend liegen, wurden sie bis dato doch meist nach sehr analogen Prinzipien gebaut: erst das klassische Haus, später dann die digitale Technologie. Das führte in der Praxis oft zu sehr langen Bauphasen. Die smarten Holzhäuser von TECHWOODHOMES stehen dagegen nach wenigen Tagen.
Von der Autobranche in die Immobilienwirtschaft
Dabei spielen gerade Rohrmair die zahlreichen Erfahrungen aus der Automotive-Industrie in die Karten – ein hochtechnisiertes Marktumfeld. Rohrmair war bei Honda für die Märkte Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn verantwortlich. Der Gründer: „Der Unternehmergeist und der Wille, etwas Eigenes zu erschaffen, waren immer vorhanden. Gleichzeitig habe ich mich seit vielen Jahren intensiv mit allen Bereichen der Digitalisierung beschäftigt. Durch meinen Bezug zu Immobilien habe ich realisiert, dass viel im mehrgeschossigen Wohnbau geschieht, der Einfamilienhausbau innovativ jedoch weitestgehend stagniert – trotz der wachsenden Homeoffice-Zahlen und Stadtflucht, vor allen Dingen bei jungen Familien.“
Software wird für die Immobilienbranche immer wichtiger
Das Ergebnis der Überlegungen: TECHWOODHOMES. Dahinter steckt die Vision des Gründerteams um Michael Rohrmair nach einem neuen Leben im Haus der Zukunft: nachhaltig, smart und mit mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens. Dabei setzt das Wiener Start-up auf ein neues Konzept. Statt nachträglich Häuser mit Sensoren und Softwarelösungen auszustatten, werden diese direkt von vornherein mitgedacht und Einsatzszenarien entwickelt. Um dies zu gewährleisten, müssen bereits heute Schnittstellen und technische Optionen verbaut werden, die möglicherweise erst zukünftig relevant werden. Im Grünungsteam haben Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen kooperiert: aus Hardware, Software, Bau und Architektur. Bisher hat das Gründerteam nach eigenen Angaben alles selbst finanziert. „Angesichts der großen Nachfrage werden wir allerdings in Kürze eine Finanzierungsrunde anpeilen“, erklärt der CEO.
„Einfach komplex“ lautet das Versprechen des Proptech-Unternehmens. Der Begriff „Proptech“ kombiniert zwei Begriffe miteinander: „Property“ und „Technology“, also die Symbiose zwischen Immobilien- und Digitalwelt.
5,43 Meter Raumhöhe treiben es auf die Spitze
Aktuell haben die Kunden die Auswahl zwischen fünf Haustypen in Modulbauweise: Das kleinste Haus kostet komplett ausgerüstet knapp eine halbe Million Euro. Herzstück jedes Hauskonzepts ist die selbstentwickelte App. Über sie lässt sich im Innen- und Außenbereich alles steuern – vom Fingerprint-Zugang an der Haustür über die vernetzte Sicherheitskamera, eine automatische Lieferklappe und Elektroladestation bis hin zur automatischen Beschattung oder der Bewässerung von Blumen und Rasen im Garten. Das thermoenergetische Heizungs- und Kühlsystem in Wand und Decke ist ebenfalls über die App regulierbar. Der Grundriss der Häuser ist ebenso platzoptimierend wie luftig: In den größeren Varianten ist etwa für alle temporären oder dauerhaften Heimarbeiter ein funktionelles und großzügiges Büro für einen oder mehrere Schreibtische integriert. Das Büro kann sogar auf Knopfdruck akustisch abgeschirmt werden. Ein Highlight in den großen Haustypen ist der „TECHWOOD Dome“: die 5,43 Meter Raumhöhe im Wohn- und Essbereich.
„Da es bislang weder auf Bau- noch auf Softwareebene eine passende Lösung gibt, haben wir das Haus der Zukunft selbst entwickelt“, sagt Firmenchef Michael Rohrmair. Und er denkt gerne groß, ohne abzuheben: „Bei der Zielgruppe vergleiche ich uns gerne mit Tesla – unsere Zielgruppe sind Hard- und Software-begeisterte Kunden aus dem Privatsegment, ohne dabei Technikexperte zu sein. Es ist nahezu unmöglich, unser Haus in Eigenregie zu bauen, da etwa die doppelten Kosten anfallen würden.“
Auf die Zukunft freuen sich die Wiener Haus-Digitalisierer: In fünf Jahren wollen sie jährlich rund 1.000 TECHWOODHOMES errichten und die Expansion nach Skandinavien und Osteuropa geschafft haben.
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