Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

7 Fragen an Dieter Scholz von IBM

Dieter Scholz ist Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der IBM Deutschland. Seit 2010 ist er verantwortlich für das Personal des IT-Unternehmens. Als Director Human Resources DACH IMT ist er seit April 2013 zudem auch für das Personal in Österreich und der Schweiz verantwortlich. Im business-on.de-Interview spricht er über Fachkräftemangel, Personalmarketing und die Anziehungskraft der Arbeitgebermarke IBM.

Presse / IBM Deutschland

business-on.de: Der Fachkräftemangel ist Dauerthema in den Medien. Wie macht er sich in Ihrer Branche im Allgemeinen und in Ihrem Unternehmen im Speziellen bemerkbar?

Dieter Scholz, IBM: Die Anzahl an qualifizierten Bewerbungen in den IT-spezifischen Bereichen hat abgenommen. Das gilt auch für uns als einer der führendem IT-Konzerne und wir müssen um die besten Köpfe im Markt kämpfen.

Die Hochschulen können derzeit den Bedarf der Unternehmen an hochqualifiziertem akademischem Nachwuchs kaum noch decken. Hinzu kommt der demographische Wandel.

Hervorragend ausgebildete Mitarbeiter sind aber im Informationszeitalter die wichtigste Ressource für den Unternehmenserfolg.

Unser Unternehmen kann aber mit seinem Namen und Renommee punkten. IBM hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder neu erfunden. Triebfedern sind in erster Linie natürlich der technische Fortschritt und die sich damit ändernden Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden.

Damit das alles funktioniert, brauchen wir die richtigen Software-Werkzeuge und die passenden Services und Beratungsleistungen. Darauf haben wir reagiert und die Schwerpunkte unseres Geschäfts sehr erfolgreich in diese Wachstumsfelder verlagert.

IT-Systeme durchdringen die Geschäftsabläufe in praktisch allen Bereichen des Unternehmens. Das Aufgabenspektrum ist damit sehr breit. Durch diese Entwicklungen und den rasanten technischen Fortschritt sind die Berufsprofile und Karrierechancen bei IBM heute so vielfältig wie in kaum einer anderen Branche.

business-on.de: Unternehmen stehen mit anderen Firmen im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Was tun Sie allgemein, um Ihr Unternehmen als Arbeitgebermarke zu stärken?

Dieter Scholz, IBM: Um die besten Absolventinnen und Absolventen schon in einer frühen Phase des Studiums kennenzulernen, arbeiten wir eng mit ausgewählten deutschen Hochschulen zusammen. Außerdem bieten wir auch ein sehr breites Praktikantenprogramm sowie ein berufsbegleitendes Master@IBM Programm an.

Ein wichtiges Kriterium für zukünftige Mitarbeiter ist sicherlich, dass sie bei IBM an der Entwicklung zukünftiger Technologien mitarbeiten können, die eine gesellschaftliche Relevanz haben. Hier sei beispielsweise die Entwicklung eines „Tsunami-Frühwarnsystems“ oder unsere Lösungen zu einem effizienteren Energiemanagement genannt. 

Wie man den Kampf um die besten Talente gewinnt

business-on.de: Wo platzieren Sie Ihre Stellenanzeigen und in welchen Medien haben Sie die besten Erfahrungen gemacht?

Dieter Scholz, IBM: Wir passen unsere Personalmarketingaktivitäten ständig den neuen Marktbedingungen an. Dazu gehört beispielsweise E-Recruiting, Direct Sourcing und eine erhöhte Webpräsenz.

Um Absolventen und Professionals zu gewinnen, ist für uns auch die Professionalisierung im Personalmarketing wichtig. Mit zielgruppenspezifischen Veranstaltungen und studienbegleitenden Förderprogrammen wollen wir Toptalente schon frühzeitig identifizieren und für IBM begeistern.

Zudem trägt auch unser Angebot von Praktika mit anspruchsvollen Arbeitsinhalten dazu bei, vor allem junge Menschen an das Unternehmen zu binden.

Wer Toptalente von seinem Unternehmen überzeugen will, muss verantwortungsvolle Tätigkeiten, verlockende Karriere-Programme und unkonventionelle Arbeitsmodelle bieten – nur dann kann der Kampf um die Besten gewonnen werden.

business-on.de: Welche Online-Maßnahmen setzen Sie ein, um potentielle Bewerber zu gewinnen?

Dieter Scholz, IBM: Hauptkanal bilden sicherlich unsere Karriereseiten sowie Auftritte auf Facebook, Twitter und Google+. Darüber hinaus nutzen wir diverse soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn für die Mitarbeitersuche und -gewinnung.

Auch Stellenanzeigen auf diversen Jobbörsen sowie die Schaltung von Bannern auf prominenten Online-Plattformen helfen, IBM als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und Talente für uns zu begeistern.

business-on.de: Immer mehr Unternehmen setzen sogenannte Mitarbeiter- oder Recruiting-Videos ein, um weiche Faktoren (z.B. Arbeitsklima) zu visualisieren. Beispiele für Recruitingfilme sehen Sie bei unserem Partner DREILANDMEDIEN (externer Link). Setzen Sie solche Videos ein oder planen Sie so ein Instrument für die Zukunft?

Dieter Scholz, IBM: Natürlich verwenden auch wir Videos zur Unternehmensdarstellung, allerdings legen wir mehr Wert auf einen „realistischen“ Einblick in das Unternehmen. Der gelingt vor allem durch den direkten Dialog mit der Zielgruppe beispielsweise auf Facebook. Hier kommt es weniger auf die professionelle Darstellung als auf die authentische Sichtweise an.

Um qualifiziertes Personal entbrennt ein harter Wettbewerb

business-on.de: Lässt man das Gehalt mal außen vor: Welche Faktoren sind aus Ihrer Erfahrung ausschlaggebend, dass ein Bewerber sich für Ihr Unternehmen entscheidet. Umgekehrt: Welche Faktoren sind für das Unternehmen entscheidend?

Dieter Scholz, IBM: IBM ist einer der größten und innovativsten Anbieter im Bereich Informationstechnlogie. Als ein globalisiertes Unternehmen bieten wir eine Vielzahl von interessanten Aspekten, die Bewerber zu einer Entscheidung für uns veranlassen: An erster Stelle sind hier die vielfältigen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten im Unternehmen zu nennen.

Unsere Mitarbeiter arbeiten in internationalen Teams und übernehmen schon früh verantwortungsvolle Tätigkeiten.

Daneben bietet IBM ein attraktives Arbeitsumfeld, das beispielsweise durch die flexible Gestaltung von Arbeitsort und Arbeitszeit und ein offenes und tolerantes Klima gekennzeichnet ist.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für zukünftige Mitarbeiter ist, dass sie bei IBM an der Entwicklung zukünftiger Technologien teilhaben können. Wir investieren jährlich über sechs Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung – hier mitzuarbeiten, ist natürlich sehr attraktiv.

Neben fachlichen Fähigkeiten erwarten wir von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hohes Maß an Sozial – und Methodenkompetenz. Dazu gehören Kommunikations-, Präsentations- und Teamfähigkeit, analytisches Denken und das Erarbeiten kreativer Lösungen sowie Leistungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit.

business-on.de: Wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten fünf Jahren eher verschärfen oder wird er wieder abflauen?

Dieter Scholz, IBM: In Zukunft wird die Situation für alle Marktteilnehmer sicherlich noch schwieriger.

Wer zukünftig qualifizierte Hochschulabsolventen aus dem IT-Bereich – aber auch aus anderen Berufsfeldern – einstellen möchte, muss sich einem sehr harten Wettbewerb mit anderen Unternehmen stellen.

Weitere Interviews mit Personalchefs in unserer Interviewserie

 

Anzeige

News

Im Zeitalter der Digitalisierung sind moderne Kundenbetreuungslösungen sowohl für Dienstleister als auch für eCommerce-Plattformen wichtig geworden. Kunden möchten sich im Idealfall rund um die...

Interviews

Inwiefern hat sich das Image und die Bekanntheit der NÜRNBERGER Versicherung in den letzten Jahren gewandelt? Als ich 2015 zur NÜRNBERGER kam, habe ich...

News

Das marktführende Systemhaus für innovative ITK-Lösungen, Ostertag DeTeWe, verkündet die Neubesetzung zweier zentraler Führungspositionen: Nina Gosejacob leitet seit 1. April 2021 das Marketing und...

Marketing News

Unternehmen benötigen heutzutage eine Webseite dringender denn je! Das ist nicht nur der Pandemie und den einhergehenden Maßnahmen geschuldet, sondern vor allem dem Kaufverhalten...

Finanzen

Forscherinnen und Forscher machen trotz der neuen Klimaziele der EU und der Bundesregierung immer wieder darauf aufmerksam, dass es deutlich mehr Anstrengungen und auch...

Interviews

Laut einer Studie (PDF) des ARD-Forschungsdienstes gehört Musik zu den wichtigsten Elementen von TV- und Kinowerbung. Auch in anderen Bereichen spielt Musik in Unternehmen...

Threema als sichere Alternative zu Whatsapp & Co.?

Threema Messenger

Viele Menschen nutzen die Kurznachrichtendienste Whatsapp oder Telegram zur Kommunikation. Allerdings gibt es inzwischen sichere und bessere Alternativen wie den Schweizer Messenger Threema auf dem Markt.

ZIM Förderung

ZIM Förderung

ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Weitere Beiträge

News

Carbonbeton, Fachkräftemangel und ein Neustart der sächsischen Wirtschaft waren nur einige Themen des Zusammentreffens der Geschäftsführung der Bautzener Hentschke Bau GmbH mit dem Ministerpräsidenten...

News

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein "grünes" Thema. Zwei Randstad Studien zeigen, dass auch HR von den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung profitiert.

News

Der Tech-Personalservice Zenjob aus Berlin bietet eine schnelle Lösung bei Personalschwankungen mit studentischem Personal. Interview mit Fritz Trott, einer der Gründer.

Aktuell

Erfolgreiches Mitarbeiterrecruitment ist keine Hexerei. Wer allerdings glaubt, dass er gute Leute schnell mal nebenbei findet, der sitzt einem Irrtum auf: Es braucht schon...

Aktuell

Manche Entscheidungen sind relevant für das ganze Leben, sind irreversibel. Dazu zählen zum Beispiel die Wahl der Ausbildung, des Berufsweges und der ersten Stelle,...

HR-Themen

Der Fachkräftemangel in Deutschland wächst, und es scheint keine Besserung in Sicht zu sein. Vor allem der demografische Wandel macht der deutschen Wirtschaft zu...

HR-Themen

Der Begriff Employer Branding steht für eine noch relativ junge Disziplin, die durch den branchenübergreifenden kontinuierlich zunehmenden Fachkräftemangel immer präsenter wird. Betriebe, die kompetente...

Employer Branding

Bis vor kurzem standen Unternehmen vor einer luxuriösen Situation, meist ohne es überhaupt wahrzunehmen. Es gab ein Überangebot qualifizierter Arbeitnehmer. Man konnte zwischen Kandidaten...

Anzeige
Send this to a friend