News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
6. Juni 2023

Warum eignen sich Quizze besser als Umfragen, um wertige Leads zu generieren?

Ohne eine präzise und aussagekräftige Zielgruppenanalyse wird verständlicherweise kein Produkt, keine Dienstleistung mehr auf den Markt gebracht. An den Kundenwünschen vorbei zu entwickeln und zu kommunizieren, ist der einfachste und schnellste Weg in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. Dementsprechend suchen verantwortungsbewusste Marketing- und Vertriebsverantwortliche ständig nach passenden Möglichkeiten, authentische und gehaltvolle Informationen zu erheben, zu speichern und auszuwerten. Nicht selten fällt der erste Blick auf Umfragen, die zur Steigerung der Attraktivität oft mit Gewinnspielen verknüpft werden. Tatsächlich erzielen Umfragen nur durchschnittliche Rücklaufquoten von 20 bis 30 Prozent, weiterhin erfordert es viel Vorarbeit und Know-how, um Fragen zu entwickeln, die auch zu verwertbaren Antworten führen. Ansonsten verspüren die Teilnehmer wenig Motivation, ihre tatsächliche Meinung mitzuteilen. Ganz anders sieht es bei Quizzen aus, die einige klare Vorteile gegenüber Umfragen aufweisen.

Das Quiz, ein regelmäßig unterschätztes Tool zur Lead-Generierung

Obwohl Quizze im Marketing-Kontext oft weniger bekannt sind als Umfragen, liegen sie gerade in den besonders relevanten Bereichen deutlich vorne. Folgende Kategorien spielen bei der Lead-Generierung eine wichtige Rolle:

Attraktivität und User-Engagement

Wie bereits erwähnt, wissen die heutigen Konsumenten ganz genau, wie wertvoll ihre personenbezogenen Daten für die Wirtschaft sind und geben diese nicht mehr preis, ohne eine nennenswerte Gegenleistung zu erhalten. Die Ersteller von Umfragen stützen sich diesbezüglich auf direkte Belohnungen oder Verlosungen, um das Engagement der Teilnehmer zu honorieren. Viel einfacher und spielerischer löst man dieses Problem, wenn man sorgfältig ausgearbeitete Quizze einsetzt, die den Nutzern hilfreiche Einsichten und Informationen bereitstellen oder zumindest schmeicheln bzw. unterhalten. Die Erfahrung in den Sozialen Medien zeigt, dass Menschen Quizze nicht nur lieben, sondern auch gerne bereit sind, die Ergebnisse mit ihren Followern/Friends zu teilen. Im Rahmen eines produktbezogenen Persönlichkeitstests lässt sich dann nicht nur ein Nutzer-Profil herausarbeiten, das dem Teilnehmer konkrete Tipps und nützliche Hinweise gibt, sondern auch die weitere Ansprache durch das Unternehmen individualisiert und erleichtert. Als Resultat winken hervorragende Rücklaufquoten (im Idealfall bis weit über 90 Prozent) und eine Multiplikation durch das Teilen mit Personen, die dem Urheber des Quiz dann schon positiv gegenüberstehen.

Qualität der Ergebnisse

Die Ergebnisse eines Quiz weisen im Vergleich zu Umfragen prinzipiell einen sehr hohen Wahrheitsgehalt auf, da die Teilnehmer von sich aus ein großes Eigeninteresse mitbringen, mehr über sich selbst bzw. ein bestimmtes Persönlichkeits-Merkmal oder Verhalten zu erfahren. Dies bestätigt auch Boris Pfeiffer, CEO & Founder von Riddle, einem Online-Quiz-Tool, das in Deutschland gehostet wird: „Nur freiwillig preisgegebene Daten sind gute und wertvolle Daten.“ Entsprechend empfiehlt Pfeiffer, bei der Vorbereitung und Erstellung des Quiz viel Sorgfalt walten zu lassen. Sowohl die Fragen als auch die Schlussfolgerungen sollten zwischen Produkt/Dienstleistung/Unternehmen auf der einen und Teilnehmern auf der anderen Seite eine positiv besetzte Brücke schlagen und dazu animieren, das Quiz zu teilen.

Universalität

Im praktischen Einsatz eignen sich geschickt aufgebaute Quizze dann auch besser als Umfragen, um für erklärungsbedürftige Branchen oder weniger bekannte Marken aussagekräftige Resultate zu generieren. Denn im Mittelpunkt steht hier immer der Teilnehmer und nicht der Auftraggeber oder die Marke. Tatsächlich lässt sich auch viel mit angemessenem Humor, Selbstironie oder einem Augenzwinkern arbeiten, ohne die Qualität der Ergebnisse zu beeinträchtigen.

Erfolgsfaktoren bei der Quiz-Erstellung

Damit die Vorteile von Quizzen dann auch vollumfänglich ausgespielt werden können, sollten bei der Konzeption und Realisierung bestimmte Aspekte beachtet werden:

Eindeutiger Nutzen und/oder Unterhaltungswert

Der Vorteil für den Teilnehmer – oder zumindest ein gewisser Unterhaltungswert – muss sofort erkennbar sein. Ohne diese Voraussetzung wird es sehr schwierig, die Zielgruppe zu motivieren, ein Mindestmaß an Zeit zu investieren, Fragen zu beantworten, Informationen zu übermitteln oder den Quiz sogar mit Dritten zu teilen. Aus dem Nutzen für den Teilnehmer leitet sich dann direkt das Maß an Individualisierung für die weitere Kommunikation ab. Die ist eindeutig im Sinne des Teilnehmers, der eben auch von einer vorqualifizierter Ansprache profitiert und unnötige Informationen vermeidet.

Transparenz und DSGVO-Konformität

Um tatsächlich auch relevante Informationen sammeln und weiterverarbeiten zu können, sollten die Ergebnisse dem Teilnehmer im Double-Opt-In-Verfahren via E-Mail übermittelt werden. Hierfür ist natürlich eine explizite Zustimmung erforderlich, deren Einholung man geschickt in den Verlauf des Quiz integrieren kann. Nichtsdestotrotz muss der Interessent vorher über diesen Feedback-Kanal informiert werden. Kompromisslose DSGVO-Konformität des gesamten Prozesses ist Boris Pfeiffer besonders wichtig: „Wir haben uns schon direkt nach der ersten Ankündigung der EU-DSGVO im Jahre 2016 intensiv Gedanken darüber gemacht, ob und wie unser Geschäftsmodell unter diesen Voraussetzungen weiter fortgeführt werden kann. Schlussendlich haben wir uns entschieden, die strengen Regeln nicht als Hindernis, sondern als Wettbewerbsvorteil zu sehen – mit Erfolg. Ich kann allen Marktteilnehmern nur empfehlen, auch im Sinne der Verbraucher zu agieren.“

Tonalität und Umfang

Die Aufmerksamkeitsspanne der Online-User nimmt immer mehr ab. Schon 2015 stellte eine Microsoft-Studie fest, dass ein Mensch eine Aufmerksamkeitsspanne von 8 Sekunden besitzt – ein Goldfisch wendet sich erst nach 9 Sekunden dem nächsten Reiz zu. Daraus resultiert die Forderung, schnell und ohne Umwege zum Punkt zu kommen, nicht nur auf Text, sondern auch auf Bilder zu setzen und sich auf wenige eindeutige Fragen zu konzentrieren.

Fazit und Ausblick

Die Bedeutung von Quizzen zur DSGVO-konformen Lead-Generierung wird weiter zunehmen, da ist sich auch Boris Pfeiffer sicher. Mit der Weiterentwicklung von KI-Tools sinkt der Aufwand deutlich, passende Quiz-Fragen zu entwickeln, die sich idealerweise in den Sozialen Netzen weiterverbreiten. Dem User sollte fair, transparent und auf Augenhöhe begegnet werden, andernfalls wenden sich die selbstbewussten Nutzer schnell anderen Angeboten zu. Gleichzeitig zahlen sich angesichts der zunehmenden Aktivität von Datenschutzbehörden DSGVO-Konformität und Trennung von Anbieter und User-Informationen laut Boris Pfeiffer umfassend aus: „Wir haben keinerlei Einblicke in die Daten unserer Kunden und der User, die ein Quiz machen und speichern diese auch nicht.“

Teilen:
Weitere Artikel
Welche Quellen vertraut KI? Was Unternehmen über Erwähnungen, Verlinkungen und digitale Autorität wissen sollten
Künstliche Intelligenz
Welche Quellen vertraut KI? Was Unternehmen über Erwähnungen, Verlinkungen und digitale Autorität wissen sollten

KI-gestützte Suchsysteme verändern, wie Menschen Informationen recherchieren und Unternehmen wahrnehmen. Dabei bewerten sie verfügbare Informationen nach eigenen Kriterien und wählen daraus gezielt Quellen für ihre Antworten aus. Damit rückt eine neue Frage in den Mittelpunkt: Welche Quellen werden von KI-Systemen für eine Antwort ausgewählt und zitiert? Dabei gibt es keine allgemeingültige Liste vertrauenswürdiger Websites. Google AI Overviews und der KI-Modus greifen auf Webinhalte zurück, zerlegen komplexe Fragen in Teilthemen und verknüpfen Informationen aus mehreren Quellen. Untersuchungen zu Generative Engine Optimization zeigen zudem, dass sich die Quellenauswahl zwischen ChatGPT, Google und Perplexity deutlich unterscheiden kann. Wissenswertes in Kürze

8 Min. LesezeitLesen
„Das teuerste Wort im Lager heißt‚ austauschen" – Daniel Plapp im Interview über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel
Wirtschaft
„Das teuerste Wort im Lager heißt‚ austauschen" – Daniel Plapp im Interview über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel

Neukauf oder Reparatur? Ein Rechenfehler, der Lager Millionen kostet Daniel Plapp, Geschäftsführer der ROS Deutschland GmbH, über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel – und warum sich Inspektion, Reparatur und Schutz doppelt rechnen: für die Bilanz und für die Haftung. business on: Herr Plapp, ROS Deutschland kümmert sich seit 2009 um die Sicherheit von Lagerregalen. In vielen Unternehmen klingt das nach einem Randthema. Zu Unrecht? Daniel Plapp: Eindeutig zu Unrecht. Das Lager ist das pochende Herz der Lieferkette – und gleichzeitig oft ihr blinder Fleck. Solange alles läuft, schaut niemand hin. Genau das ist das Problem: Eine angefahrene Regalstütze, eine verformte Strebe – das sieht harmlos aus, bis die Tragkraft kippt. Dann reden wir nicht über eine Reparatur, sondern über einen Stillstand, eine Sperrung ganzer Gassen oder im Extremfall über einen Einsturz. Wir holen dieses Thema aus der Ecke „lästige Pflicht" heraus und machen daraus, was es ist: eine strategische Führungsaufgabe.

5 Min. LesezeitLesen
Leimeister Immobilien: Ein Makler mit langer Geschichte in Aschaffenburg
Growing Business
Leimeister Immobilien: Ein Makler mit langer Geschichte in Aschaffenburg

Ein Immobilienverkauf gehört für die meisten Eigentümer zu den größten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens. Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen oder vermieten möchte, sucht deshalb einen Partner, der den regionalen Markt kennt, transparent kommuniziert und auch in schwierigen Verhandlungssituationen einen kühlen Kopf bewahrt. Gerade weil solche Entscheidungen selten wiederholt werden, lohnt sich ein genauer Blick auf die Frage, welche Kriterien einen professionellen Immobilienpartner tatsächlich ausmachen. In Aschaffenburg und dem Rhein-Main-Gebiet zählt Leimeister Immobilien zu den Unternehmen, die sich seit Jahrzehnten genau darauf spezialisiert haben Anlass genug, einen Blick auf das Leistungsspektrum eines etablierten regionalen Maklers zu werfen. Ein Makler mit langer regionaler Geschichte Kontinuität spielt bei der Wahl eines Immobilienpartners eine größere Rolle, als es auf den ersten Blick scheint. Wer eine Immobilie verkauft oder vermietet, profitiert von einem Makler, der die lokalen Preisentwicklungen, Baugebiete und Nachfragetrends über einen längeren Zeitraum beobachtet hat und nicht erst seit Kurzem im Markt aktiv ist. Leimeister Immobilien ist seit über 50 Jahren in Aschaffenburg tätig und hat sein Geschäft im Laufe der Zeit auf das gesamte Rhein-Main-Gebiet sowie den Landkreis Aschaffenburg ausgeweitet.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite