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23. Juni 2014

Sabbatjahr in der freien Wirtschaft – Was haben Angestellte zu beachten?

Das Sabbatjahr, auf Englisch und Neudeutsch auch Sabbatical genannt, ist eine Möglichkeit, die Auszeit umzusetzen. Was dabei beachtet werden sollte, ist im Folgenden erklärt; weiterführende Informationen sind auf www.sabbatjahr.org zu finden.

  • Habe ich als Angestellter Anspruch auf das Sabbatjahr?
  • Bekomme ich in der Zeit mein Gehalt ?
  • Wie lange dauert die Vorbereitung?
  • Wie lange dauert das Sabbatjahr genau?

Habe ich als Angestellter Anspruch auf das Sabbatjahr?

Dies kommt darauf an, wie das Unternehmen dazu steht. In großen Konzerne ist dieser Trend mittlerweile angekommen, Siemens, die Deutsche Bank oder Volkswagen räumen ihren Mitarbeitern nach einer bestimmten Zeit der Zugehörigkeit diesen Anspruch ein. Die meisten Firmen in Deutschland, 80-90 %, bieten dies aber nicht an. In diesem Fall hilft es nur, das Sabbatjahr mit dem Chef zu besprechen und ihn zu überzeugen, sodass der Arbeitnehmer sein OK dafür bekommt.

Bekomme ich in der Zeit mein Gehalt?

Nein, ein Sabbatjahr ist unentgeltlich und auf eigenes finanzielles Risiko des Angestellten. Einzig die Deutsche Bahn bot seinen Führungskräften bisher eine bezahlte Auszeit an – dies ist aber auch schon wieder einige Jahre her.

Wie lange dauert die Vorbereitung?

Dies hängt mit dem jeweiligen Menschen zusammen, der die Auszeit nehmen möchte. Es gilt, Geld zu sparen, damit die Zeit des Verdienstausfalls zu überbrücken ist. Dies kann ein oder zwei Jahre Vorlaufzeit bedeuten. Außerdem ist es wichtig, herauszufinden, was jemand in dem Jahr machen möchte: Soziale Projekte unterstützen, fremde Länder bereisen oder sich einfach intensiver um die Familie kümmern? Die ersten beiden Punkte brauchen mehr Vorbereitung als der letzte Punkt.

Wie lange dauert das Sabbatjahr genau?

Der Begriff „Jahr“ ist hier nicht zu ernst zu nehmen. Es kann auch eine Auszeit von ein paar Monaten gemeint sein. Vielen reichen drei oder sechs Monate, um danach frisch und erholt wieder in das Arbeitsleben einzutreten. Die Länge ist aber auf jeden Fall vorher mit dem Vorgesetzten zu besprechen und schriftlich festzuhalten.

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