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business-on.de Redaktion
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19. Oktober 2020

Mit Kundenzentrierung neu durchstarten

„Digitalisierung kann nicht von außen aufgedrückt werden. Sie braucht eine unternehmermische Vision mit fachlicher, technischer und organisatorischer Zielsetzung“, weiß Bettina Vier, die als Top-Profi gilt, wenn es um digitalen Wandel geht. „Dann entwickelt sich die digitale Dynamik von innen heraus und entfaltet sich wie ein Spinnennetz über das gesamte Unternehmen hinweg.“ Dies gelte auch für die Kundenzentrierung, also den strategischen Aufbau und die Pflege einer Beziehung zum Kunden. „Nahezu jeder Bereich eines Unternehmens muss sich die Frage stellen, wer sein Kunde ist und wie er sich noch stärker am Kunden ausrichten kann“, so die Expertin. Die Kundenzentrierung bedeutet nicht nur kundengerechte Produkte zu entwickeln. Das Unternehmen muss auch verstehen, wie das Produkt eingesetzt wird und welche Zusatzprodukte und Services für den Kunden hierbei wichtig sein könnten. „Erst, wenn verstanden wird, was den Kunden beschäftigt, können Lösungen geschaffen werden, die dem Kunden Erleichterung bringen. Idealerweise entdecken die Experten beim Kunden Verbesserungspotenziale, die dieser selbst noch nicht erkannt hat“, betont Interim Managerin Bettina Vier, die seit vielen Jahren branchenübergreifend als freiberufliche Digitalisierungs- und Veränderungsexpertin in Unternehmen geholt wird.

Darüber, mit welchen digitalen Unterstützungen, Services und Produktentwicklungen die Beziehung zum Kunden verbessert werden kann, entscheiden laut Bettina Vier die Qualität der gesammelten Daten über Kunden sowie die digitalen Prozesse im Unternehmen und die digitalen Prozesse in der Kundeninteraktion. Am Anfang der Kundenzentrierung und Datensammlung stehe die Planung: „Wie soll die Kundenbeziehung in drei Jahren aussehen? Welche Daten müssen wie gesammelt und ausgewertet werden? Welche Prozesse müssen digitalisiert werden? Reichen die vorhandenen Systeme, wenn sie effizienter genutzt werden, oder müssen neue angeschafft werden? Wie können moderne Technologien wie Smart Systems, KI, Augmented Reality eingesetzt werden? Vielleicht macht es Sinn, zunächst mit einem einfachen, günstigen System oder Prototypen erste Erfahrungen zu sammeln.“ Dabei könne und müsse eine Digitalstrategie nicht von Anfang an perfekt sein. „Sie muss sich agil weiterentwickeln und Fehler sowie ein Ausprobieren zulassen“, macht die Fachfrau deutlich. Die Kundenzentrierung und bereichsübergreifende Digitalisierung selbst sei Chefsache: „Um Kunden glücklich zu machen, müssen Führungskräfte auf den Ebenen Digitalisierung, Organisation und Change zusammenarbeiten und reines Bereichsdenken überwinden!“

In „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ berichten sieben erfolgreiche Interim Manager direkt aus der Praxis. Sie beleuchten Megatrends und technische Innovationen, sprechen unternehmerische, prozessuale, ethische, gesellschaftliche und globale Fragen genauso an wie das Verhältnis von Führungskräften und Mitarbeitern. Die sieben Autoren kommen aus unterschiedlichen Branchen und Fachbereichen und tragen in „Digital Insights“ ihr gesamtes Fachwissen zusammen, machen es nutzbar für kleine und mittlere Betriebe. Das Buch versteht sich als Praxisleitfaden, vermittelt wertvolle Denkanstöße genauso wie handfeste Tipps. Der Wert des Werkes liegt in der interdisziplinären Zusammensetzung des Autorenkreises und in der leicht verständlichen Vermittlung der Botschaften. Das Buch ist kein technologisches Kauderwelsch, sondern bietet konkrete Unterstützung für die ersten Schritte im Unternehmen.

Die Autoren Elmar M. Gorich (Business 2030: die Geschäftsmodelle der Zukunft), Mathias Hess (Von IT bis Change Management – der menschliche Faktor der Digitalisierung), Matthias Koppe (Digitalisierung ist Vernetzung), Eberhard Müller (Wettbewerbsfähig durch kundenfokussierte Mehrwertsysteme), Uwe Seidel (Alles andere als Standard: Digitalisierung braucht eine klare Strategie), Bettina Vier (Jongleur-Arbeit: Kundenzentrierung in der B2B-Beziehung) und Ludger Wiedemeier (Governance und Transformation) reden Klartext und zeichnen ein realistisches Bild von den Chancen und Möglichkeiten, aber auch von den Herausforderungen und Risiken. Sie gewähren Einblicke aus der harten Praxis dutzender Projekte in mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen und betrachten das Thema Digitalisierung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Alle Autoren sind Mitglied der „Arbeitsgruppe Digitalisierung und Industrie 4.0“ der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) und zählen in ihrem jeweiligen Fachgebiet zu den anerkanntesten Experten ihres Fachs.

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