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27. März 2020

Goodbye, Blue Ocean: In diesen gut besetzten Red Oceans lohnt sich Gründen immer noch

Was sind Red Oceans eigentlich?

Früher ging es im wirtschaftlichen Bereich ausschließlich um Red Oceans. Die Blue Oceans-Strategie hingegen hat sich erst in den letzten Jahren etabliert. Grundsätzlich kann man die beiden Bereiche ganz klar voneinander abgrenzen. Während Red Oceans bekannte Märkte sind, in denen hoher Wettbewerb herrscht, sind Blue Oceans neue Märkte, die noch nicht erschlossen sind. Zunächst erscheint es sinnvoll, in einen Blue Ocean zu investieren. Hier gibt es wenig Konkurrenz. Dennoch ist der Blue Ocean mit einigen Risiken verbunden. So ist nicht jeder neue Markt auch lukrativ. Im Gegensatz dazu sind die bekannten Märkte offensichtlich eine gute Wahl, weil sich hier bereits viele Unternehmen etablieren konnten. Bei Red Oceans dreht sich alles um den Zusammenhang von Kosten und Nutzen. Die Nachfrage ist bekannt und so kann das Geschäftsbudget direkt darauf ausgelegt werden. Im Gegenzug gibt es natürlich einen hohen Wettbewerb und viel Konkurrenz, die es zu schlagen gilt. Mit der richtigen Geschäftsstrategie und einer guten Kosten-Nutzen-Rechnung sollte das jedoch kein Problem sein – wenn der richtige Markt ausgewählt wird.

Vorteile von Red Ocean-Märkten

Der größte Vorteil liegt darin, dass Red Oceans bereits bekannt sind. Es gibt viele Zahlen, mit denen Gründer arbeiten können. Das schlägt sich unter anderem im Business- und Finanzplan nieder. Welche Rechtsform zu wählen ist, können Gründer beispielsweise an anderen Unternehmen im gleichen Sektor ablesen. Außerdem können Existenzgründer relativ genau berechnen, mit welchen Kosten und welchem Kapital sie arbeiten müssen, um mit ihrem Unternehmen Erfolg zu haben. So ist häufig auch eine Finanzierung kein Problem. Die Kreditinstitute sind bei noch nicht erschlossenen Märkten oft kritischer als bei bereits bekannten Märkten. Deshalb gestaltet sich die Finanzierung eines Projekts im Red Ocean oft einfacher.

Im Rahmen des Businessplans müssen Existenzgründer in vielen Branchen den Bezug eines Ladenlokals oder Büros berücksichtigen. Wer plant, innerhalb kurzer Zeit Mitarbeiter einzustellen oder Kunden im Laden zu empfangen, sollte früh Wert auf eine gute Immobilie legen. Wichtig ist dabei unter anderem, dass es sich um ausgewiesene Geschäftsräume handelt. Bei bereits erschlossenen Märkten ist es tendenziell weniger problematisch, Vermieter und Kreditgeber für Baufinanzierungen für sich zu gewinnen. Anbieter wie der Finanzierungsvermittler Hüttig & Rompf hilft in diesem Rahmen dabei, eine passende Finanzierung für die Geschäftsimmobilie zu finden. Auch hier liegt der Vorteil darin, dass der Markt bereits erschlossen ist.

Ein weiterer Vorteil von Red Oceans ist, dass potentielle Kunden bereits existieren. Eine völlig neue Geschäftsidee muss zunächst beworben werden. Mögliche Kunden sind skeptisch und verstehen nicht immer sofort, worum es im Detail geht. Bei Red Oceans können Gründer von der existierenden Nachfrage profitieren und sich so leichter am Markt etablieren. Wichtig ist dabei lediglich, sich auf die richtigen Märkte zu konzentrieren.

Lebensmittelindustrie und Lieferservices – immer einen Blick wert

In der heutigen Zeit boomen Lieferservices. Ob Restaurant, Schnellimbiss oder Supermarkt – fast jeder Lebensmittelkonzern bietet die Lieferung seiner Waren an. So ist es wenig verwunderlich, dass sich immer wieder neue Liefersysteme etablieren und damit Erfolg haben. Ein Beispiel:

Flaschenpost – Getränke innerhalb kürzester Zeit

Der Lieferservice „Flaschenpost“ arbeitet App-basiert. Mit wenigen Klicks können Kunden die gewünschten Getränke auswählen und zu sich nach Hause bestellen. Dabei gibt es Wasser und Softdrinks ebenso wie Wein, Bier und Spirituosen. Zuletzt erweiterte die Flaschenpost das Sortiment um Haushaltsartikel und ausgewählte Lebensmittel. Der Clou: Jede Lieferung soll innerhalb von 120 Minuten beim Kunden ankommen. Auf Wunsch nehmen die Lieferanten auch Pfand mit, der Betrag wird dann mit dem Kaufpreis verrechnet.

Neben dieser Art von „besonderen“ Lieferdiensten gibt es natürlich nach wie vor zahlreiche Pizzerien, Imbisse und Restaurants, die ihr Essen nach Hause liefern. Dabei setzen immer mehr Unternehmen auf Nachhaltigkeit und hochwertige Lebensmittel. So erschließen sich die neuen Lieferanten eine jüngere Zielgruppe, die Wert auf Qualität legt.

Technologie, Streaming und Co. boomen

Im Technologie-Sektor gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. In unserer heutigen, digitalisierten Welt schießen Apps und Programme praktisch wie Pilze aus dem Boden. Jedes neue Netzwerk, jeder neue Streaming-Service wird zunächst kritisch beäugt und dann doch schnell von zahlreichen Nutzerinnen und Nutzern angenommen. Hier besteht ebenfalls die Möglichkeit, sich schnell und unkompliziert eine Nische aufzubauen. Dabei gibt es verschiedene Bereiche:

  • Streaming-Apps, die die Möglichkeit bieten, unkompliziert mit Followern in Kontakt zu treten.
  • Nachrichtendienste, die mit einer besonders guten Verschlüsselung arbeiten.
  • Portale, auf denen verschiedenste Funktionen, die besonders beliebt sind, zusammengeführt werden.

Dabei wird auch das gemeinsame Spielen von Onlinegames und E-Sports immer zentraler. Je sozialer eine neue Anwendung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von den Nutzerinnen und Nutzern angenommen wird.

Wichtig: Auch beim Red Ocean den USP nicht vernachlässigen

Ein zentraler Punkt bei jeder Gründung ist das Alleinstellungsmerkmal, der Unique Selling Point. Das bedeutet, das jedes Unternehmen irgendetwas besitzen muss, was etwas Besonderes ist. Das Unternehmen muss sich von den Mitbewerbern abheben, um gesehen zu werden. Konkret bedeutet das:

  1. Einen besonderen Service bieten. Bei den Lieferservices wurde bereits klar: Jeder Lieferant hat einen anderen Schwerpunkt. Ob es die Produkte sind oder die Qualität oder die besondere Lieferart – Hauptsache ist, sich abzuheben.
  2. Besonders auf Nachhaltigkeit achten. Produkte sollten die Umwelt wenig belasten, wenig Müll produzieren und umweltschonend hergestellt werden. So wird der Klimawandel ins Bewusstsein gerückt und das eigene Unternehmen als „grüne Firma“ kennengelernt. Das ist unter anderem gut für das spätere Marketing.
  3. Ein neues Produkt liefern. Wer ein besonderes Produkt entwickelt hat, kann damit auch einen Red Ocean erobern. So hat er eine Nische in einem bekannten Markt.

Wer sich von den Mitbewerbern abhebt, hat auch im Red Ocean bessere Chancen, sich zu etablieren.

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