Millionen Deutsche im Esport aktiv: Vereinsperspektive wäre wichtiges Signal der neuen Bundesregierung

Der Esport im Amateurbereich hat sich in Deutschland nach Ansicht des game – Verband der deutschen Games-Branche fest etabliert, benötigt jedoch dringend politische Unterstützung, damit sein gesellschaftliches Potenzial vollständig genutzt werden kann. So nehmen zwar immer mehr Menschen an den digitalen Wettkämpfen teil, dies geschieht aber größtenteils außerhalb klassischer Vereinsstrukturen. Grund hierfür ist insbesondere die weiterhin fehlende Gemeinnützigkeit von Esport in Deutschland. Auch bestehende Sportvereine schrecken häufig vor dem Aufbau einer Esport-Sparte zurück, da ihnen der Entzug der Gemeinnützigkeit droht. Das große gesellschaftliche Potenzial, etwa bei der Vermittlung von Esport-Werten wie Fairplay, Teamgeist und dem Leistungsgedanken bis hin zu Nachwuchsarbeit, Medienkompetenz und Jugendschutz, bleibe laut game so größtenteils ungenutzt. Daher sei die kommende Bundesregierung gefragt, den Millionen Esportlerinnen und Esportlern in Deutschland eine Vereinsperspektive zu geben und die Gemeinnützigkeit von Esport zu ermöglichen. Hierfür ist die Frage, ob Esport Sport ist, völlig unerheblich. Die Gemeinnützigkeit sollte unabhängig von dieser Frage einfach über die Abgabenordnung umgesetzt werden.
Insgesamt hat knapp jeder fünfte Spielende in Deutschland (18 Prozent) bereits an Esport-Wettkämpfen teilgenommen. Das entspricht rund 7,8 Millionen Menschen. Am häufigsten nehmen Gamerinnen und Gamer in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre an Esport-Wettkämpfen teil: Bei ihnen ist es nahezu jeder Dritte (30 Prozent). Aber auch ältere Spielerinnen und Spieler sind in Turnieren und Ligen aktiv: So sagt knapp jeder fünfte Spielende in der Altersgruppe 35 bis 44 Jahre, dass er an entsprechenden Wettkämpfen teilgenommen hat. Die Bekanntheit von Esport ist zudem weiter gestiegen: Rund 59 Millionen Deutsche von den digitalen Wettkämpfen schon gehört, knapp jeder Zweite (45 Prozent) weiß, was Esport ist. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von YouGov im Auftrag des game, deren Ergebnisse in der Publikation „game Fokus Esport“ präsentiert werden. Der Fokus enthält einen Überblick über die Entwicklung des Esports und liefert hierzu Daten und Fakten sowie spannende Einblicke durch zahlreiche Gastbeiträge von Expertinnen und Experten aus der Esport-Welt.
„Millionen Spielerinnen und Spieler nehmen in Deutschland an Esport-Wettkämpfen teil – häufig außerhalb von Vereinsstrukturen. Dabei könnten ausgerechnet diese helfen, das große gesellschaftliche Potenzial von Esport zu nutzen. Denn ob Medienkompetenz und Nachwuchsarbeit oder Teamgeist, Fairplay und der Leistungsgedanke: All das sind wichtige Werte und Kompetenzen, die der Esport besonders gut in Vereinen vermitteln könnte. Wer dagegen die Gemeinnützigkeit von Esport nicht umsetzt, weil er sich ausschließlich auf die Frage konzentriert, ob Esport Sport ist, verpasst eine große gesellschaftspolitische Chance. Daher sollte die nächste Bundesregierung dem Esport endlich die gesellschaftliche Anerkennung zukommen lassen, die ihm nicht zuletzt aufgrund seiner Bedeutung im Leben von Millionen Menschen in Deutschland längst zusteht“, sagt game-Geschäftsführer Felix Falk.
(ots)
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KarriereWer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?
