Neuer Fortschritt bei PCR-Tests: Warum Teststrategien im Coronaherbst effizienter werden könnten

Maskenpflicht, Lock-Downs, Testnachweise – das scheint für viele in den Sommermonaten weit weg. Jedoch nicht für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Er warnte jüngst: „Wir könnten im Herbst wieder eine Omikron-Welle bekommen“ und denkt laut über mögliche Maßnahmen nach. Anders als im letzten Winter könnte dabei das PCR-Testen dank neuer Fortschritte deutlich häufiger zum Einsatz kommen als bisher und so eine zuverlässigere Datengrundlage für die Pandemiebekämpfung liefern.
Bioingenieur: „Viele Coronatests sind weniger aussagekräftig als allgemein angenommen“
Laut Experten wie dem Präsidenten der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, ist die mangelhafte Datengrundlage eine Achillesferse des Corona-Managements in Deutschland. Für ihn glichen die letzten zweieinhalb Jahre einem „Datenblindflug“, der, so Reinhardt, „keine gute Grundlage für rationale Entscheidungen war.“
Aus Sicht von Michele Gregorini und Phillippe Bechtold, die Bioingenieure und Gründer der Diaxxo AG, bereits seit mehr als sieben Jahren unter anderem PCR-Testgeräte entwickeln, sind die mangelnde Qualität vieler Tests eine zentrale Ursache für die immer noch löchrige Datenlage hierzulande. „Viele Coronatests sind weniger aussagekräftig als allgemein angenommen“, gibt Gregorini zu Bedenken. Das gelte allen voran für die immer noch in der Breite eingesetzten Antigentests, aber auch einige der Point-of-Care PCR-Tests erreichten nicht die notwendige Qualität, so der Wissenschaftler.
Günstig und trotzdem zuverlässig: Mit verbesserten PCR-Tests auf dem Weg zum Goldstandard?
Dass die Antigentests trotz ihrer Schwächen als Mittel der Wahl gelten und deutlich häufiger zum Einsatz kommen als die PCR-Methoden, dürfte vor allem den ungleich höheren Kosten für einen PCR-Test geschuldet sein. Bechtold und Gregorini zufolge sind es allen voran die Anforderungen an eine ununterbrochene Kühlkette von der Probenentnahme bis zum Labor, welche die Preise für die regelmäßig zuverlässigeren PCR-Tests in die Höhe treiben. Gemeinsam haben sie deshalb ein Testgerät entwickelt, das auch ohne komplizierte Kühlverfahren, Laborqualität liefert. Mit der Vision den Zugang zu einer sicheren Testdiagnostik für alle Bevölkerungsschichten zu erleichtern, haben die beiden Wissenschaftler der ETH Zürich dazu die Diaxxo AG gegründet. Offenbar mit Erfolg. „Mit unserer Technologie können wir PCR-Tests für weniger als 10 Euro pro Stück anbieten“. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass durch die neue Kosteneffizienz den PCR-Tests in kommenden Pandemiewellen eine neue Bedeutung zukommt. Einer Stellungnahme des Corona-Expertenrats der Bundesregierung zufolge zählt eine „leistungsfähige Testinfrastruktur“ mit deutlich verbesserter Qualitätskontrolle zu den zentralen Herausforderungen für das Winterhalbjahr.
Seriöses Testen oder schnelles Geld? – Zulassungspraxis auf dem Prüfstand
Geht es nach Gregorini und Bechtold, ist dafür auch eine deutlich schärfere Zulassungskontrolle der marktgängigen Tests erforderlich. Denn es gebe immer noch zu viele Anbieter, die mit geringwertigen Tests operierten. „Viele Anbieter haben nicht das Wohl der Bevölkerung im Visier, sondern betreiben nur Geldmacherei“, wird von den Gründern kritisiert. Als Beispiel nennen sie genehmigte Geräte, die auf eine Säuberung der RNA in den Proben verzichteten und so weniger Akkurate Ergebnisse ermöglichen. Was zunächst technisch klingt, könnte für die Glaubwürdigkeit der Pandemiepolitik zu einem ernsthaften Problem werden. Sollte die Politik die Zügel für die Testzulassungen anziehen, dürfte sich auch der Kreis der Anbieter deutlich verkleinern. Um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, fokussierten sich Gregorini und Bechtold deshalb schon früh neben dem Preis auf eine einfache Handhabung, die das Testen mobil und schnell möglich macht.
Mehr als nur Corona: Multisensible Testgeräte als Teil des globalen Infektionsschutzes
Auch wenn in der öffentlichen Gesundheitsdebatte Corona das allbeherrschende Thema ist, zeigt nicht zuletzt das Auftreten der Affenpocken: Auch andere Infektionskrankheiten wie etwa Malaria oder Dengue stellen die Gesundheitssysteme überall auf der Welt immer wieder vor neue Herausforderungen. Testanbieter, wie auch die Diaxxo AG setzen deshalb vermehrt auf Technologien, mit denen sämtliche Viren bestimmt werden können. So wollen sie nicht nur der Corona-Pandemie etwas entgegensetzen, sondern gleichzeitig den Gesundheitsschutz gegen Infektionskrankheiten global stärken.
- Titelbild: Pexels.com
BusinessWer den Umsatz in der Gastronomie steigern will, denkt oft zuerst an mehr Gäste. Doch die größeren Hebel liegen häufig in Bonwert, Abläufen, Zusatzangeboten und Daten. Die Branche arbeitet 2026 in einem engen Korridor aus preissensiblen Gästen, höheren Löhnen und einer neuen steuerlichen Entlastung. Der reale Gastgewerbeumsatz sank 2025 um 2,1 Prozent, nominal stieg er um 1,4 Prozent. Seit 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie wieder der ermäßigte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent. Zugleich stieg der gesetzliche Mindestlohn im Januar 2026 auf 13,90 Euro. Mehr Ertrag entsteht nur, wenn Preise, Wareneinsatz und Abläufe zusammenpassen. Auslastung ist gut, Bonwert ist besser Viele Betriebe schauen zuerst auf volle Tische. Wirtschaftlich spannender ist oft, was pro Bestellung passiert. Ein kleiner Snack zur Hauptzeit, ein clever kalkuliertes Dessert, ein stimmiges Getränkepairing oder ein Mittagsmenü mit klarer Preisspanne erhöhen den Betrag pro Bestellung. Digitale Kassendaten zeigen, welche Gerichte häufig gewählt werden, welche Marge bringen und welche Kombinationen funktionieren. Daraus entsteht eine Speisekarte mit weniger Zufall und einer klareren Ertragslogik.
FinanzenEine hohe Abfindung kann Führungskräften finanziellen Spielraum eröffnen, erhöht im Auszahlungsjahr aber oft die steuerliche Belastung. Wer die Einmalzahlung strategisch einsetzen möchte, kann PV-Direktinvestments als unternehmerische Anlageform prüfen. Besonders laufende Bestandsanlagen sind interessant, weil Ertragsdaten, Einspeisevergütung und technische Kennzahlen bereits vorliegen. Steuerlich rückt dabei der Investitionsabzugsbetrag in den Fokus, der die Bemessungsgrundlage unter bestimmten Voraussetzungen senken kann. In diesem Beitrag wird erklärt, wie PV-Direktinvestments funktionieren und wie der IAB anhand eines Rechenbeispiels wirken kann. Warum Abfindungen steuerlich anspruchsvoll sind
WirtschaftBei Eigentumswohnungen wird beim Kauf oft zuerst auf Lage, Grundriss, Kaufpreis und monatliches Hausgeld geschaut. Das ist verständlich, reicht aber nicht aus. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft können Kosten entstehen, die nicht direkt in der eigenen Wohnung sichtbar sind. Ein undichtes Dach, alte Leitungen, eine marode Fassade oder verschlissene Fenster betreffen schnell die ganze Gemeinschaft. Wer diese Punkte zu spät erkennt, erlebt Sanierungsstau nicht als abstraktes Immobilienthema, sondern als konkrete Rechnung. Warum Sanierungsstau in WEGs oft unterschätzt wird Sanierungsstau entsteht selten über Nacht. Meist werden kleine Mängel jahrelang vertagt, weil die Rücklage knapp ist, die Eigentümer sich nicht einigen oder größere Maßnahmen unangenehm teuer wirken. Irgendwann wird aus dem kleinen Problem ein Beschluss mit fünfstelligen Kosten. Für Selbstnutzer ist das ärgerlich, für Kapitalanleger kann es die Rendite deutlich verändern.
