Immer mehr Deutsche sprechen mit digitalen Sprachassistenten

Von den Bundesbürgern über 40 Jahren, den so genannten Digital Immigrants, waren es im vergangenen Jahr erst 25 Prozent, die digitale Sprachassistenten nutzten. In diesem Jahr sprechen bereits 38 Prozent von ihnen mit einem solchen digitalen Helfer. „Der sprunghafte Anstieg und das große Interesse der älteren Generation liegt in der Natur der Sache: Den Älteren, die nicht mit digitalen Geräten groß geworden sind, liegt die Nutzung von Sprachassistenten deutlich näher. Tippen, Scrollen und Wischen wird eher als umständlich empfunden“, sagt Thomas Brosch, Chief Digital Officer bei der Postbank.
Den digitalen Alltag sortieren
„Aber auch bei den jüngeren Deutschen steigt das Interesse weiter an. Kein Wunder, denn digitale Sprachassistenten sind praktische Alltagshelfer, die viele Prozesse beschleunigen“, sagt Brosch. In der Altersgruppe der unter 40-Jährigen sind die Nutzer digitaler Sprachassistenten in diesem Jahr erstmals in der Mehrheit: 59 Prozent nutzen ihre Unterstützung, im vergangenen Jahr waren es 48 Prozent. Die Einsatzmöglichkeiten der digitalen Helfer sind vielfältig. Sie können auf Zuruf zum Beispiel den Wetterbericht ansagen, Fragen beantworten, Musik, Podcasts oder Hörbücher abspielen oder die Terminplanung übernehmen. Auch im Smart Home sind digitale Assistenten zur Stelle. Per Sprachsteuerung lassen sich etwa die Beleuchtung oder elektronische Geräte im Haushalt ein- und ausschalten.
Google vor Alexa und Siri
Am häufigsten sprechen die Deutschen mit Google Assistant, 23 Prozent nutzen ihn. Alexa hat zugelegt und verdrängt in diesem Jahr Siri auf Platz drei. Amazons Echo mit Alexa kommt auf 18 Prozent, Siri von Apple auf 15 Prozent und Cortana von Microsoft auf 13 Prozent. Google Home wird von 13 Prozent genutzt, Alexa auf dem Tablet von 10 Prozent, sodass Google auch insgesamt in diesem Segment Marktführer ist. Die Jüngeren unter 40 Jahren nutzen Siri noch genauso häufig wie Amazons Echo, aber auch in dieser Altersgruppe ist Google Assistant am beliebtesten.
Familien leben häufiger mit digitalen Assistenten
Überdurchschnittlich häufig werden Sprachassistenten in großen Familien genutzt. 59 Prozent der Haushalte mit vier Personen und mehr sprechen mit digitalen Assistenten. In Drei-Personen-Haushalten sind es ebenfalls noch überdurchschnittliche 58 Prozent. Wer allein lebt, nutzt auch eher selten einen digitalen Helfer wie Siri oder Alexa: Nur gut ein Drittel der Single-Haushalte spricht mit digitalen Assistenten.
Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2020
Für die „Postbank Digitalstudie 2020 – Die digitalen Deutschen“ wurden im Februar und März dieses Jahres 3.035 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im sechsten Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.
ots
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BusinessEine gebuchte Messefläche ist noch kein fertiges Konzept. Bevor Besucher einen Stand betreten, müssen Unternehmen entscheiden, wen sie erreichen wollen, welche Gespräche dort stattfinden sollen und was dafür räumlich und technisch nötig ist. Wer diese Fragen zuerst beantwortet, kann Gestaltung, Budget und Ablauf aufeinander abstimmen. Das erleichtert auch die Wahl zwischen einem Systemstand, einer individuellen Fertigung und einer Kombination aus beidem. Erst das Ziel klären, dann den Stand gestalten
