IT & Software·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
30. Juni 2020

Immer mehr Deutsche sprechen mit digitalen Sprachassistenten

Von den Bundesbürgern über 40 Jahren, den so genannten Digital Immigrants, waren es im vergangenen Jahr erst 25 Prozent, die digitale Sprachassistenten nutzten. In diesem Jahr sprechen bereits 38 Prozent von ihnen mit einem solchen digitalen Helfer. „Der sprunghafte Anstieg und das große Interesse der älteren Generation liegt in der Natur der Sache: Den Älteren, die nicht mit digitalen Geräten groß geworden sind, liegt die Nutzung von Sprachassistenten deutlich näher. Tippen, Scrollen und Wischen wird eher als umständlich empfunden“, sagt Thomas Brosch, Chief Digital Officer bei der Postbank.

Den digitalen Alltag sortieren

„Aber auch bei den jüngeren Deutschen steigt das Interesse weiter an. Kein Wunder, denn digitale Sprachassistenten sind praktische Alltagshelfer, die viele Prozesse beschleunigen“, sagt Brosch. In der Altersgruppe der unter 40-Jährigen sind die Nutzer digitaler Sprachassistenten in diesem Jahr erstmals in der Mehrheit: 59 Prozent nutzen ihre Unterstützung, im vergangenen Jahr waren es 48 Prozent. Die Einsatzmöglichkeiten der digitalen Helfer sind vielfältig. Sie können auf Zuruf zum Beispiel den Wetterbericht ansagen, Fragen beantworten, Musik, Podcasts oder Hörbücher abspielen oder die Terminplanung übernehmen. Auch im Smart Home sind digitale Assistenten zur Stelle. Per Sprachsteuerung lassen sich etwa die Beleuchtung oder elektronische Geräte im Haushalt ein- und ausschalten.

Google vor Alexa und Siri

Am häufigsten sprechen die Deutschen mit Google Assistant, 23 Prozent nutzen ihn. Alexa hat zugelegt und verdrängt in diesem Jahr Siri auf Platz drei. Amazons Echo mit Alexa kommt auf 18 Prozent, Siri von Apple auf 15 Prozent und Cortana von Microsoft auf 13 Prozent. Google Home wird von 13 Prozent genutzt, Alexa auf dem Tablet von 10 Prozent, sodass Google auch insgesamt in diesem Segment Marktführer ist. Die Jüngeren unter 40 Jahren nutzen Siri noch genauso häufig wie Amazons Echo, aber auch in dieser Altersgruppe ist Google Assistant am beliebtesten.

Familien leben häufiger mit digitalen Assistenten

Überdurchschnittlich häufig werden Sprachassistenten in großen Familien genutzt. 59 Prozent der Haushalte mit vier Personen und mehr sprechen mit digitalen Assistenten. In Drei-Personen-Haushalten sind es ebenfalls noch überdurchschnittliche 58 Prozent. Wer allein lebt, nutzt auch eher selten einen digitalen Helfer wie Siri oder Alexa: Nur gut ein Drittel der Single-Haushalte spricht mit digitalen Assistenten.

Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2020

Für die „Postbank Digitalstudie 2020 – Die digitalen Deutschen“ wurden im Februar und März dieses Jahres 3.035 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im sechsten Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.

ots

Teilen:
Weitere Artikel
Standortqualität in Hockenheim: Was Unternehmen und Beschäftigte neben Verkehr und Gewerbeflächen berücksichtigen sollten
Guide's
Standortqualität in Hockenheim: Was Unternehmen und Beschäftigte neben Verkehr und Gewerbeflächen berücksichtigen sollten

Bei einer Standortentscheidung stehen häufig Gewerbeflächen, Kosten und Verkehrsanbindung zuerst auf dem Prüfstand. Für Unternehmen ist das nachvollziehbar: Ohne geeignete Räume und funktionierende Wege lassen sich betriebliche Abläufe schwer planen. Beschäftigte erleben einen Standort jedoch auch nach Feierabend. Wer Hockenheim wirtschaftlich einordnen möchte, sollte deshalb ebenso auf Wohnen, Freizeit, Familienalltag und die Einbindung in die Region schauen. Standortentscheidungen enden nicht am Werkstor

6 Min. LesezeitLesen
Rollende Innovation: Wie moderner Reifenservice Fuhrparks und Fahrzeughalter entlastet
Innovation
Rollende Innovation: Wie moderner Reifenservice Fuhrparks und Fahrzeughalter entlastet

Reifen gelten im Alltag oft als reines Verschleißteil. Doch im modernen Straßenverkehr spielen sie eine strategische Rolle. Für Flottenbetreiber und Fahrzeughalter sind sie ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Sicherheit, den Kraftstoffverbrauch und die gesamten Betriebskosten eines Fahrzeugs geht. Ein klassischer Werkstattbesuch für den reinen Radwechsel deckt die heutigen Anforderungen oft nicht mehr ab. Der Reifenservice hat sich im Laufe der Zeit von einer handwerklichen Aufgabe zu einer umfassenden Dienstleistung entwickelt. Moderne Konzepte und gut abgestimmte Prozesse helfen inzwischen maßgeblich dabei, die Mobilität auf der Straße effizienter, sicherer und vor allem planbarer zu gestalten.

3 Min. LesezeitLesen
Immobilienverkauf mit Weitblick: Franz Knon über Vorbereitung, Vermarktung und Übergabe
Expertentalk
Immobilienverkauf mit Weitblick: Franz Knon über Vorbereitung, Vermarktung und Übergabe

Ein Immobilienverkauf beginnt nicht mit dem Inserat. Für Eigentümer stellt sich zuerst die Frage, welcher Preis unter den konkreten Bedingungen plausibel ist, welche Unterlagen fehlen und wie viel Abstimmung der Prozess erfordert. Wer hier zu schnell startet, riskiert falsche Erwartungen und unnötige Verzögerungen. Im Interview erklärt Franz Knon, der nach eigenen Angaben seit 1999 gemeinsam mit Manuela Karl-Knon in Niederbayern tätig ist, welche Schritte beim Immobilienverkauf für Eigentümer aus seiner Sicht für eine belastbare Vorbereitung entscheidend sind. business-on.de: Warum sollte der Verkauf nicht mit dem Inserat beginnen? Franz Knon: Weil ein Inserat nur funktioniert, wenn vorher die grundlegenden Fragen geklärt sind. Häufig haben Eigentümer bereits eine konkrete Preisvorstellung und einen Wunschtermin im Kopf, bevor überhaupt klar ist, in welchem Zustand das Objekt ist oder welche Unterlagen fehlen. Dann entsteht Druck, der im weiteren Verlauf teuer werden kann. Am Anfang sollte eine ehrliche Bestandsaufnahme stehen: Was ist der Anlass des Verkaufs, welches Ziel verfolgt der Eigentümer, und wie sieht der realistische Zeitrahmen aus? Gerade bei familiären Anlässen wie einer Erbschaft oder einer Trennung spielen oft mehrere Personen und unterschiedliche Erwartungen hinein, die frühzeitig auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen. Erst wenn diese Punkte benannt sind, lohnt es sich, über Vermarktung und Veröffentlichung nachzudenken. Diese Reihenfolge kostet am Anfang etwas Zeit, spart aber später deutlich mehr Zeit und Nerven. Ein überstürzter Start führt dagegen häufig dazu, dass Fragen erst dann auftauchen, wenn Interessenten bereits vor der Tür stehen.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite