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business-on.de Redaktion
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9. September 2021

Börsenprofi Alexander Schneider über nachhaltige Geldanlage – „An der Börse führt kein Weg vorbei“

Alexander Schneider weist auf Gefahren der Realzinsfalle hin

Wie eine aktuelle Studie der Marburger Philipps-Universität im Auftrag von Union Investment zeigt, wuchs das Vermögen der deutschen Sparer innerhalb der letzten 20 Jahre um 95 Prozent. Dieses Plus ist allerdings nicht durch Renditen erwirtschaftet worden, sondern das Ergebnis konsequenten Sparens. Das bedeutet, dass der Großteil der Deutschen sein Kapital zwar nominal vergrößert, real aber Verluste verzeichnet hat. Diese beliefen sich laut Studienautor Oscar Stolper allein 2019 auf 380 Euro pro Person.

Verantwortlich dafür ist vor allem das Anlageverhalten der deutschen Sparer. Insgesamt sind 1,9 Billionen Euro des deutschen Sparvermögens auf Sichteinlagen verteilt. Deren Realverzinsung war in den letzten Jahren fast durchgängig negativ. Zwar erhalten die Sparer nominal minimale Renditen, durch die Inflation werden diese aber schnell wieder aufgezehrt.

Noch deutlicher zeigt sich das Problem, wenn man sich den Anteil der Sichteinlagen und des Bargelds am gesamten Geldvermögen vor Augen führt. Seit 2000 hat er sich von 10 auf 28 Prozent fast verdreifacht. Das entspricht allein in den letzten zehn Jahren einem Verlust von 130 Milliarden Euro.

Alexander Schneider empfiehlt den Börsenhandel als Alternative zu inflationsanfälligen Investments

An der Entwicklung wird deutlich, dass Sparer gut daran tun, ihr Vermögen in Werte zu investieren, die einerseits gegen Inflation geschützt sind, andererseits aber auch Möglichkeiten für lukrative Renditen eröffnen. Börsen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Hier kann man sowohl sichere Werte wie Aktien von Blue Chips als auch spekulativere Assets wie Derivate und Zertifikate kaufen.

Vor allem Aktien sollten in keinem Portfolio fehlen. Da es sich dabei um Unternehmensbeteiligungen handelt, erwirbt der Anleger reale physische Werte, die in deutlich geringerem Ausmaß von Inflation bedroht sind als Papier- und Buchgeld. Darüber hinaus bestehen zusätzliche Renditepotenziale in Form von Dividendenzahlungen.

Dennoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der Börsenhandel sehr komplex ist und sich Kurse in Abhängigkeit von vielfältigsten Parametern ständig verändern. Entsprechend wichtig ist es, sich vor einer Investitionsentscheidung genau mit dem Thema zu beschäftigen und seine Anlageentscheidung sorgfältig abzuwägen. Zu beachten sind dabei vor allem harte Unternehmenskennzahlen, die Portfolio-Streuung und psychologische Effekte.

Wichtige Unternehmenskennzahlen berücksichtigen

Welche Anlagestrategie man auch wählt, ihr sollte eine genaue Kenntnis der ausgewählten Werte zugrunde liegen. Dabei sind nicht nur fundamentale Kennzahlen wie das KGV und der Cashflow zu berücksichtigen. Auch Aspekte wie das Marktumfeld, Devisen- und Arbeitsmarkt sowie die Konjunkturentwicklung haben einen relevanten Einfluss auf die Entwicklung von Kursen. Erst mit diesem Wissen lassen sich Prognosen über die Entwicklung der Marktkapitalisierung von Unternehmen abgeben.

Mit der Vorarbeit geht natürlich ein gewisser zeitlicher Aufwand einher. Deshalb nutzen Privatanleger oft Orientierungshilfen wie professionelle Börsenbriefe und Indizes wie den DAX oder den Dow Jones. Auch gemanagte Fonds erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier stellen erfahrene Anlageexperten eine unter Risiko- und Renditegesichtspunkten optimale Wertverteilung sicher.

Angemessene Risiko-Strategie – ein Eckpfeiler der Alexander-Schneider-Strategie

Ein weiterer zentraler Aspekt bei der langfristigen Anlage ist das Thema Risikodiversifizierung. Grundsätzlich empfiehlt es sich, in verschiedene Länder, Unternehmen und Branchen zu investieren. Treten in einem Bereich Kursverluste auf, können diese durch Gewinne in anderen Segmenten wieder ausgeglichen werden.

Sicherheitsbewusste Anleger sollten einen größeren Teil ihres Portfolios in solide Werte wie Blue Chips investieren. Stehen hingegen höhere Renditen im Fokus, investiert man in Futures, Hebelzertifikate oder Aktien junger innovativer Startups. Hier eröffnen sich mitunter Potenziale für überproportionale Gewinne.

Letztlich ergibt sich der langfristige Erfolg beim Börsenhandel aus einer Kombination beider Ansätze, wie sie auch bei der Alexander-Schneider-Strategie zentral ist. Indem parallel in sicherheitsorientierte Aktien und spekulative Hebelscheine investiert wird, holt man das meiste aus seinem Investment heraus. Grundlage ist dabei stets eine gewissenhafte Marktrecherche.

Vorsicht vor psychologischen Effekten

Beim Handel an der Börse spielen aber nicht nur nackte Zahlen eine Rolle. Vor allem hat die psychologische Komponente einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Kursen. Gerade in Zeiten der Hochkonjunktur lassen sich viele Börseneinsteiger von der allgemeinen Euphorie anstecken und kaufen Aktien, die längst überbewertet sind. Oft ist auch zu beobachten, dass Anleger Aktien während kurzer Abwärtstrends abstoßen, obwohl die dahinterstehenden Unternehmen solide Kennzahlen aufweisen. Hier empfiehlt es sich grundsätzlich, sich nicht von anderen Anlegern nervös machen zu lassen und sich bei der Bewertung von Aktien auf fundierte Werte zu verlassen.

Über Alexander Schneider

Alexander Schneider ist ein erfahrener Börsenexperte, der Einsteigern und Fortgeschrittenen professionelle Anlagestrategien mit seinen erfolgreichen Publikationen zugänglich macht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kombination sicherheitsorientierter Aktien mit spekulativen Hebelscheinen zur Performance-Optimierung. Dabei setzt Alexander Schneider auf eine intensive Marktbeobachtung und den Einsatz innovativer Analysetechniken, die Anlegern verschiedenster Kategorien neue Renditepotenziale eröffnen.

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