Fremdvergabe von Aufträgen (Outsourcing)
Derartige Entscheidungen des Unternehmers unterliegen nur einer beschränkten gerichtlichen Missbrauchskontrolle dahin, ob sie offensichtlich unsachlich oder willkürlich sind. Dies bedeutet zugleich, dass die Gerichte nicht zu prüfen haben, ob die Vorteile, die der Arbeitgeber auf Grund seiner Entscheidung, Arbeitsaufgaben durch andere Unternehmen ausführen zu lassen, erwartet, in einem „vernünftigen Verhältnis“ zu den Nachteilen stehen, die die Arbeitnehmer durch eine Kündigung erleiden (BAG, Urteil vom 30.4.1987, NJW 1987, 3216 = DB 1987, 2207 = BB 1987, 2303).
Bei der Verlagerung von Aufgaben auf eine Fremdfirma kommt regelmäßig eine betriebsbedingte Kündigung in Betracht. Derartige Kündigungen sind aber nur dann sozial gerechtfertigt, wenn
- die von der Verlagerung betroffenen Arbeitnehmer nicht auf andere freie oder in absehbarer Zeit frei werdende Arbeitsplätze (ggf. nach Durchführung zumutbarer Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen) versetzt werden können und
- die Grundsätze der Sozialauswahl hinreichend berücksichtigt werden (vgl. zur Sozialauswahl Kapitel 3.1.2.3).
Demgegenüber ist es für die soziale Rechtfertigung einer betriebsbedingten Kündigung nicht erforderlich, dass die Verlagerung der Aufgaben auf eine Fremdfirma „erkennbar eine Ersparnis bringt“ (so aber Preis/Stahlhacke/Vossen, Rdnr. 657).
Ist mit dem Outsourcing (Definition Outsourcing) ein Betriebsübergang verbunden, gehen die Arbeitsverhältnisse der betroffenen Arbeitnehmer auf die Fremdfirma kraft Gesetzes (§ 613 a BGB) über, es sei denn, sie widersprechen dem Übergang ihres Arbeitsverhältnisses. Dabei haben insbesondere die Fremdfirmen zu berücksichtigen, dass die Rechtsprechung in der Folge der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) (Urteil vom 14.4.1994 – Christel Schmidt – DB 1994, 1370), einen Betriebsübergang auch dann annimmt, wenn die Fremdfirma von der Firma, die das Outsourcing betreibt, keine Betriebsmittel erwirbt. Ausreichend ist, wenn diese Fremdfirma die bisherige Tätigkeit weiterführt und einen Großteil der Belegschaft übernimmt.
Literatur: Berkowsky, Die betriebsbedingte Kündigung, § 7 Rdnr. 105 ff, § 13 Rdnr. 7 f; Henssler, Aufspaltung, Ausgliederung und Fremdvergabe, NZA 1994, 294 ff, bes. 304; Hönsch/Natzel, Kapitel D Rdnr. 329; Kittner, KSchG, § 1 Rdnr. 336; Willemsen, Aktuelle Tendenzen zur Abgrenzung des Betriebsübergangs, DB 1995, 924 ff.
Fremdvergabe von Aufträgen
VSRW-Verlag
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
LeadershipDie Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahren spürbar gewandelt. Lange Zeit prägten starre Hierarchien und strenge Vorgaben den Alltag in vielen Betrieben. Heute rücken zunehmend kooperative Modelle in den Mittelpunkt, bei denen das gemeinsame Gestalten eine zentrale Rolle spielt. Dabei ist ein respektvoller Umgang mehr als nur ein weicher Faktor für ein angenehmes Betriebsklima. Echte Wertschätzung erweist sich als messbarer Antrieb für den wirtschaftlichen Erfolg. Wenn Menschen spüren, dass ihre Arbeit gesehen und geachtet wird, steigen Motivation und Produktivität merklich an. Der entscheidende Schlüssel für diese Entwicklung liegt beim Führungspersonal. Es liegt in der Verantwortung der leitenden Positionen, eine solche Kultur im beruflichen Alltag aktiv und glaubhaft vorzuleben.
IT & SoftwareMobilität ist das Herzstück vieler regionaler Betriebe. Ohne funktionierende Autos, Lieferwagen oder Lkw steht der Arbeitsalltag schnell still. Ein zuverlässiger Fuhrpark sorgt dafür, dass Waren pünktlich ankommen und Dienstleistungen reibungslos erbracht werden. Letztendlich ist diese stetige Einsatzbereitschaft die feste Basis für zufriedene Kunden und den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Gleichzeitig stehen Firmen heute vor immer größeren Herausforderungen. Die Preise für Energie und Kraftstoffe schwanken stark und belasten die finanziellen Mittel spürbar. Hinzu kommen strengere gesetzliche Vorgaben für den Umweltschutz und der stetig wachsende Druck, veraltete Arbeitsabläufe zu digitalisieren.
