Finanzen·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
5. Mai 2021

Gemeinsame Investmentkraft für eine grünere Zukunft -„Greentech ist auch für die Finanzbranche überlebenswichtig“

Forscherinnen und Forscher machen trotz der neuen Klimaziele der EU und der Bundesregierung immer wieder darauf aufmerksam, dass es deutlich mehr Anstrengungen und auch Investitionen benötigt, um diese Ziele zu erreichen.„Selbst wenn alle Klimaschutzmaßnahmen wie geplant umgesetzt werden, wird das globale 1,5-Gradziel laut Forschern nicht erreicht. Dafür müssten bis 2030 die Emissionen halbiert werden!“, schreibt das Handelsblatt Anfang Mai 2021. Dazu will die vor zwei Jahren gegründete Bullfinch AG einen Beitrag leisten: Bullfinch bringt Anleger und Investoren, Kommunen und Immobilienentwickler mit den Anbietern und Entwicklern „grüner Technologie“ zusammen. Das Ziel: Investitionen in eine nachhaltige und dezentrale Energieversorgung einfacher und sicherer machen.

Ohne neue Finanzierungsmodelle wird es keine Klimaneutralität geben

„Eine Welt nur mit sauberer Energie“ ist das erklärte Ziel des Frankfurter Unternehmens. Der Gründer der AG, Robin Haack: „Nachhaltigkeit in der Finanzbranche ist kein nice-to-have, sondern eine immens wichtige Strategie“. Die Folgen einer Klimakatstrophe würden schließlich keine Branche verschonen. Ohne, dass es für die Produktion klimaneutraler Energie oder schadstoffneutralem Beton neue Technologien gibt, wird es schwer für Deutschland, bis 2050 klimaneutral zu sein. Gar keine Schadstoffe mehr, das ist nicht nur eine technologische Herausforderung, dafür werden auch neue Finanzierungswege wie die von Bullfinch gebraucht.

Bullfinch schließt eine Lücke: Finanzierungen für die dezentrale Energiewende

Glaubt man dem weltweit renommierten Analyse-Institut Gartner, dann hätte die Gründung von Bullfinch kaum zu einem besseren Zeitpunkt erfolgen können: Die grundlegenden Technologien für Cleantech sind entwickelt und die Preise für Hardware wie Solar- oder Windanlagen dramatisch gefallen. Dies ermöglicht auch immer mehr kleinere Projekte, die im Fokus von CEO Haack stehen: „Wir mussten feststellen, dass es in Kontinentaleuropa keinen Vermögensverwalter gab, der das kleinteilige und profitablere Geschäft der dezentralen Energiewende abdecken kann“. Sein Unternehmen ist in diese Lücke gesprungen. Die neue Plattform, die die Bullfinch AG entwickelt hat, bietet sowohl Großinvestoren als auch Privatanleger die Chance, in grüne, nachhaltige Energie- und Infrastrukturprojekte zu investieren. Wirklich vergleichbare Asset-Plattformen für Greentech gibt es nicht.

Eine kleine Revolution: Saubere Technologie zum Leasen oder Mieten

Bis auf ganz wenige Ausnahmen haben alle Regierungen und Nationen erkannt, dass dem Planeten ohne saubere Energie früher oder später die Luft ausgeht – also wird investiert. Über Bullfinch in ganz konkrete Projekte und Produkte. „Wir geben unseren Partnern die Möglichkeit, ihre Hardware wie Solarzellen, Wärmepumpen, Batterien oder Ladesäulen in verschiedensten Investitionsformen zu vertreiben – etwa in Form von Miet-, Leasing- oder Kreditprodukten. Das ermöglicht es einerseits Großinvestoren, in Kleinprojekte zu investieren. Andererseits können Kleininvestoren ihr Kapital auch in Großprojekten platzieren“, erläutert der Vorstandsvorsitzende.

Gemeinsame Investmentkraft für eine grünere Zukunft

Der fünftgrößte Energieversorger Deutschlands, die EWE, investierte Ende vergangenen Jahres einen Millionenbetrag in die gerade mal zwei Jahre alte AG. Das erste gemeinsame Projekt: EIGENSONNE, die Tochtergesellschaft des 6 Milliarden Euro Umsatz-Giganten, bietet mit „Solarmiete“ ein Mietmodell für Solaranlagen an. Für eine passende Finanzierungslösung dieses Mietmodells arbeitet die EWE-Tochter mit Bullfinch zusammen. Diese Partnerschaft entspricht genau dem Modell von Bullfinch: Als Mittler zwischen Technik-Betreiber und Investoren ist es finanzkräftigen Anlegern nun möglich, sich ohne großen eigenen Aufwand an einem vergleichsweise kleinen Projekt zu beteiligen. Auf der anderen Seite können kleinere Investoren in Projekte wie Offshore-Windparks oder Solarparks zu investieren.

Wie sehr immer mehr Investmentgesellschaften, -verwalter und Energiekonzerne erkannt haben, dass sie gemeinsam für eine grünere und nachhaltige Zukunft kooperieren müssen, zeigt auch das neue Joint Venture Vehicle der Bullfinch AG mit dem Investmentmanager Aquila Capital. Die beiden Unternehmen bündeln dabei ihre Expertisen und Netzwerke und gaben bekannt, in den nächsten zwei Jahren über 200 Millionen Euro zu investieren. Man arbeite so an der gemeinsamen Vision „einer Welt, die ausschließlich von grüner Energie versorgt wird“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Investitionen in saubere Zukunftstechnologien nehmen weltweit massiv zu

Das Interesse, Geld in die saubere Energie der Zukunft zu investieren, ist in den vergangenen 24 Monaten massiv gewachsen. Dies spiegelt der wichtigste Index für die Aktienkurse von Herstellern grüner Energietechnologie wider: Robert Wilders „Wilderhill Clean Energy Index“ hat sich in den vergangenen 12 Monaten verdreifacht. Dieser Index genießt eine hohe Glaubwürdigkeit bei Anlegern, denn Wilder, Umweltschützer und Finanzexperte, baute den Index bereits 2004 auf – lange vor jedem Boom dieser Branche. Von fast allen Börsen wurde sein Index inzwischen kopiert. Übrigens: Der wirtschaftlich überaus erfolgreiche Index-Erfinder dokumentiert seinen privaten Energieverbrauch auf einer Website und leitet ehrenamtlich eine Waldschutz-Organisation. Die Finanzbranche hat nach Wilders Vorbild die Nachhaltigkeit nicht nur entdeckt, sondern treibt die grüne Revolution durch Unternehmen wie Bullfinch maßgeblich mit voran.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Patentanwältin in Heidenheim gesucht? Wie Unternehmen Erfindungen und Marken wirksam schützen
Verbraucher
Patentanwältin in Heidenheim gesucht? Wie Unternehmen Erfindungen und Marken wirksam schützen

Eine gute Idee allein ist noch kein Vermögenswert. Erst wenn Erfindungen, Markennamen oder Produktdesigns rechtlich abgesichert sind, lassen sie sich wirtschaftlich nutzen und im Zweifel auch verteidigen. Genau das ist die Aufgabe einer Patentanwältin in Heidenheim: Sie prüft, welches Schutzrecht zu einer Entwicklung passt, begleitet die Anmeldung beim zuständigen Amt und hilft, die Rechte im Streitfall durchzusetzen. Viele Gründer und mittelständische Unternehmen unterschätzen, wie schnell eine ungeschützte Entwicklung von Wettbewerbern aufgegriffen wird. Gewerblicher Rechtsschutz sorgt dafür, dass aus geistigem Eigentum ein echter Wettbewerbsvorteil entsteht. Warum gewerblicher Rechtsschutz für Unternehmen zum Wettbewerbsfaktor wird Für viele Unternehmen gehört das eigene Know-how zum wichtigsten Kapital überhaupt. Eine neue Technik, ein prägnanter Markenname oder eine eigenständige Produktgestaltung entstehen durch erhebliche Investitionen in Entwicklung und Marktpositionierung. Ohne rechtlichen Schutz lässt sich dieser Wert jedoch nur schwer verteidigen: Wettbewerber können erfolgreiche Produkte imitieren, ähnliche Namen nutzen oder Gestaltungen übernehmen.

6 Min. LesezeitLesen
Pflegeplatz organisieren neben dem Job: Was das Pflegezeitgesetz Angehörigen erlaubt
Verbraucher
Pflegeplatz organisieren neben dem Job: Was das Pflegezeitgesetz Angehörigen erlaubt

Wenn Mutter, Vater oder Partner plötzlich nicht mehr allein zurechtkommen, beginnt für berufstätige Angehörige oft eine Doppelbelastung: Pflegegrad beantragen, Heime vergleichen, Besichtigungstermine koordinieren und all das neben Dienstterminen und Abgabefristen. Was viele nicht wissen: Der Gesetzgeber hat für genau diese Konstellation Freistellungsrechte geschaffen, die Beschäftigten Zeit verschaffen, ohne den Job aufzugeben. Dieser Beitrag erklärt, welche Ansprüche das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz vorsehen und wie Angehörige die freigewordene Zeit für die Organisation eines Heimplatzes nutzen können.

6 Min. LesezeitLesen
Rollläden und Sonnenschutz aus einer Hand: Ein Fachbetrieb im Landkreis Ebersberg
Business
Rollläden und Sonnenschutz aus einer Hand: Ein Fachbetrieb im Landkreis Ebersberg

Rollläden und Sonnenschutzsysteme gehören zu den unterschätzten Komponenten eines Gebäudes. In der Bauphase stehen Dämmung, Fenster und Heiztechnik im Vordergrund dabei beeinflusst die Beschattung maßgeblich, wie angenehm und energieeffizient ein Haus im Alltag funktioniert. Angesichts steigender Energiekosten und immer heißerer Sommer rückt sie auch bei der Sanierung älterer Gebäude stärker in den Blick. Ein gut geplanter Rollladen hält im Sommer die Hitze draußen, reduziert in der kalten Jahreszeit Wärmeverluste über die Fensterflächen, schirmt gegen neugierige Blicke und Straßenlärm ab und erschwert unbefugten Zutritt. Markisen und Fensterbeschattungen ergänzen diesen Schutz und machen Terrassen, Balkone und Arbeitsräume auch bei starker Sonneneinstrahlung nutzbar. Damit aus den einzelnen Komponenten ein stimmiges Gesamtsystem wird, braucht es fachkundige Beratung und sorgfältige Montage. Genau diesem Zusammenspiel hat sich die Christoph Trenkler GmbH verschrieben, ein Fachbetrieb für Rollladen- und Sonnenschutztechnik im Landkreis Ebersberg östlich von München. Ein Fachbetrieb im Landkreis Ebersberg

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite