Finanzen·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
8. Mai 2020

Was sind die größten Schwierigkeiten für Unternehmen im Import?

Wo haben Unternehmen Schwierigkeiten?

Nehmen wir ein Beispiel eines durchschnittlichen Unternehmens aus der Automobilbranche. Hat dieses zehn Autos in den USA bestellt und bekam dafür einen Preis von 400.000 US-Dollar berechnet, ist noch alles in Ordnung. Gewinnt allerdings zum Zeitpunkt der Auslieferung und der Vollendung des Vertrags der Euro an Wert, so kann dies zu Problemen aufseiten des Importeurs führen. Zwar müssen nach wie vor 400.000 US-Dollar bezahlt werden, diese sind aber auf einmal nicht mehr 365.000, sondern 380.000 Euro wert. Für das deutsche Unternehmen würde dies einen Verlust von 15.000 Euro bedeuten – ohne jegliche Zusatzleistung für die finanziellen Verluste. Das gleiche Problem kann in umgekehrter Form ebenfalls für den Exporteur auftreten.

Daher sorgen entsprechende Vertragsklauseln immer öfter dafür, solchen Entwicklungen entgegenzutreten. Um Streit von vornherein zu vermeiden, kann es ebenfalls sinnvoll sein, Rechnungen in der Währung des Importlandes zu schreiben. Somit werden 10.000 Euro auch in einem Monat noch 10.000 Euro entsprechen. Ist das nicht möglich, ist es umso sinnvoller, sich ausführlich mit Kursbewegungen auf den Forex-Märkten zu beschäftigen. Doch was ist Forex und wie kommen Veränderungen auf den Währungsmärkten zustande? Die meisten Trader handeln mit Währungen, um Gewinn zu erzielen. Wenn der Betrag der umgerechneten Währung steigt oder sinkt, macht dies einige Währungen – vor allem die kleineren abseits der Hauptwährungen wie US-Dollar und Euro – sehr volatil. Dementsprechend entstehen Möglichkeiten für den Händler, dies auszunutzen, während Im- und Exporteure eher im Alltag davon beeinflusst werden.

Weitere Faktoren können das Leben erschweren

Während der Handel in der Europäischen Union recht einfach ist, da unzählige Handelsabkommen bestehen, ist dieser vor allem mit Nicht-EU-Ländern etwas komplizierter. Blicken wir auf das Beispiel China, wo Händler oftmals größere Mengen einkaufen müssen, damit eine Bestellung überhaupt angenommen wird. Das liegt am Seeweg, über den große und schwere Produkte – zum Beispiel Polyresin in die EU geliefert werden. Einer der Hauptgründe für die zusätzlichen Einschränkungen sind die Gebühren, die etwa am Hafen anfallen. Dazu kommen die entsprechend längeren Lieferzeiten, die gerne einmal acht Wochen in Anspruch nehmen können. Nach vier Wochen reinem Seeweg werden noch vier Wochen in den Häfen anberaumt.

Doch damit nicht genug der potenziellen Schwierigkeiten, denn der Importeur trägt weiterhin die vollständige Verantwortung für die Konformität des importierten Produktes mit den nationalen Standards. Das gilt vor allem dann, wenn ein Produkt für den täglichen Gebrauch mit menschlichem Kontakt hergestellt wurde, zum Beispiel repräsentiert durch ein CE-Zeichen auf Elektronikprodukten. Vor allem bei Trendprodukten ist es daher äußerst wichtig, möglichst schnell auf einen neuen Trend aufzuspringen, bevor dieser schon wieder vorbei ist. Bei achtwöchigen Lieferzeiten aus China oder einem anderen Ort der Welt ist die benötigte Geschwindigkeit nicht gegeben.

Letztlich lässt sich festhalten, dass viele Faktoren eine Rolle für Importe spielen können. Neben den Währungskursen sind das vor allem Liefermengen, Wartezeiten und die Erfüllung sämtlicher Richtlinien.

Teilen:
Weitere Artikel
Warum Sponsoring im Mittelstand oft am falschen Ort stattfindet und weshalb Reichweite nicht automatisch Wirkung bedeutet
Marketing
Warum Sponsoring im Mittelstand oft am falschen Ort stattfindet und weshalb Reichweite nicht automatisch Wirkung bedeutet

Sponsoring wird in vielen Unternehmen noch immer nach einem einfachen Prinzip bewertet: je größer die Bühne, desto besser die Wirkung. Wer sichtbar sein will, muss dorthin, wo Millionen hinschauen: so zumindest die gängige Annahme. Im Gespräch mit der Business-on.de Redaktion ordnet Patrick Markert, Chief Sales & Marketing Officer von WIRmachenDRUCK, diese verbreitete Sichtweise ein:“Für global agierende Konzerne mag diese Logik aufgehen. Für viele mittelständische Unternehmen ist sie jedoch zu kurz gedacht. Denn sie übersieht einen entscheidenden Punkt: Sichtbarkeit allein ist kein Wert. Relevanz ist es“. Im Fokus steht die Frage, warum Sponsoring im Mittelstand oft sein Potenzial nicht entfaltet und wie Unternehmen durch gezielte Auswahl, Aktivierung und Passung deutlich mehr Wirkung erzielen können.

4 Min. LesezeitLesen
Green Employer Branding – beliebte Maßnahmen im Fokus
Business
Green Employer Branding – beliebte Maßnahmen im Fokus

Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels und des verschärften Wettbewerbs um Talente reicht es für Unternehmen längst nicht mehr aus, allein mit Gehalt und Karriereperspektiven zu überzeugen. Fachkräfte legen bei der Wahl ihres Arbeitgebers heute verstärkt Wert auf Faktoren wie Unternehmenskultur, Sinnhaftigkeit der Arbeit, Umweltbewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung. Gerade die Generation Z und jüngere Millennials verlangen, dass Arbeitgeber Klimaschutz nicht nur versprechen, sondern täglich praktizieren. Unternehmen, die diesen Wandel frühzeitig erkennen und ihr Arbeitgeberprofil gezielt grün ausrichten, verschaffen sich einen spürbaren Vorteil im zunehmend härteren Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Der folgende Beitrag stellt zentrale Maßnahmen vor und zeigt, wie Unternehmen diese wirksam und glaubwürdig umsetzen können.

5 Min. LesezeitLesen
Architektur als Aushängeschild: die Rückkehr des Natursteins im modernen Unternehmensbau
Lifestyle
Architektur als Aushängeschild: die Rückkehr des Natursteins im modernen Unternehmensbau

Der erste Eindruck eines Unternehmens entsteht oft lange vor dem ersten Gespräch. Wer ein Firmengebäude betritt, nimmt die Identität und die Werte des Betriebs unbewusst über die Architektur wahr. In den vergangenen Jahrzehnten dominierten vor allem Glas und Stahl das Bild moderner Gewerbegebiete. Diese Fassaden wirken zwar funktional, lassen aber häufig eine individuelle Persönlichkeit vermissen. Genau hier setzt ein aktuelles Umdenken in der Wirtschaft an. Viele Betriebe suchen nach Wegen, Beständigkeit und verlässliche Qualität wieder greifbar zu machen. Naturstein erlebt deshalb im zeitgenössischen Unternehmensbau eine Renaissance. Das Material verbindet zeitlose Ästhetik mit handwerklicher Substanz und signalisiert Stabilität in einem dynamischen Marktumfeld. Materialien mit Charakter und regionaler Verankerung

3 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite