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business-on.de Redaktion
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1. August 2023

Was tun, wenn die Unternehmensnachfolge zur Existenzfrage wird?

Unternehmensaufgaben im Mittelstand gefährden die Gesamtwirtschaft

Die Zahlen einer aktuellen KfW-Studie wirken wie das Alarmsignal eines sinkenden Schiffes: Bei der Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand hakt es gewaltig! Denn laut der Studie werden bis Ende 2026 rund 560.000 der insgesamt rund 3,8 Millionen mittelständischen Unternehmen neue Chefs und Chefinnen suchen, weil die jetzigen Inhaber aus Alters- oder anderen Gründen in den Ruhestand gehen. Die eigentlich alarmierende Botschaft der KfW-Studie ist aber, dass rund 190.000 mittelständische Unternehmen dem Markt verloren gehen und nicht weitergeführt werden können, weil sie keinen neuen „Steuermann“ bzw. keine neue „Steuerfrau“ finden.

Vor allem in ohnehin wirtschaftlich schwachen Regionen kann dies extreme Folgen haben. Die Schließung von Unternehmen bedeutet nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch sinkende Steuereinnahmen für Städte, Gemeinden und Kommunen sowie eine nachlassende Konsumbereitschaft. Darüber hinaus gehen über Jahre und Jahrzehnte aufgebautes Know-how und unschätzbare Erfahrungen verloren. Aus diesen Gründen ist es wichtig, den Mittelstand in allen Regionen der Republik, in denen er tätig ist, zu unterstützen.

Beteiligungsgesellschaft als Anker beim Thema Unternehmensnachfolge?

Das Management-Team von realkapital: v.l.n.r.: Nikolaus Lange, Andreas Schramm, Torsten Lucas

In beispielsweise Niedersachsen gibt es derzeit mehr als 320.000 kleine und mittlere Unternehmen, davon rund 70.000 Handwerksbetriebe. In diesen Betrieben ist rund ein Drittel der Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber älter als 60 Jahre. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2026 rund 17.400 Unternehmen in Niedersachsen zur Übergabe anstehen. Allein für den IHK-Bezirk Braunschweig heißt dies beispielsweise, dass jedes Jahr ungefähr 580 Betriebe Nachfolger:innen suchen.

Die Verantwortlichen der realkapital Mittelstand KGaA wollen sich nicht damit abfinden, dass viele traditionsreiche Unternehmen einfach ins unternehmerische Nirwana verschwinden und gründeten 2017 eine Beteiligungsgesellschaft. Unter dem Motto „Aus der Region für die Region“ engagieren sie sich seitdem für den Mittelstand in Niedersachsen.

Kapital bereitstellen, Übernahme ermöglichen, von Renditen profitieren

Das Engagement von Beteiligungsgesellschaften ist schnell erklärt. Sowohl innerhalb der jeweiligen Unternehmerfamilie (viele Unternehmen im Mittelstand sind Familienunternehmen) als auch extern gibt es Kandidat:innen, die fachlich geeignet sind, den Markt und das Unternehmen kennen und sich zutrauen, das Ruder eines Unternehmens zu übernehmen. Das größte Hindernis ist das fehlende Kapital für die Übernahme.

Hier kommen Beteiligungsgesellschaften wie die realkapital Mittelstand ins Spiel, die bereits zehn Unternehmensnachfolgen realisiert hat und kurz vor dem erfolgreichen Abschluss des elften „Deals“ steht. Große Beteiligungsgesellschaften und Private-Equity-Fonds gibt es zahlreiche. Diese richten ihren Blick jedoch weniger auf einzelne Regionen, sondern konzentrieren sich vor allem auf kurzfristige Beteiligungen an größeren mittelständischen Unternehmen. Dadurch verschwinden kleinere, inhabergeführte Mittelständler vom Radar und geraten in eine Abwärtsspirale.

Wenn sich Beteiligungsgesellschaften auf solche Unternehmen konzentrieren und mit langfristigen Engagements arbeiten, schaffen sie sich ein Alleinstellungsmerkmal, das auch für Investoren interessant ist. Neben dem wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft bietet diese Form des Investments auch die Chance auf attraktive Renditen, die deutlich über denen klassischer Anlagevermögen liegen.

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