Über die Wichtigkeit der Fußgesundheit: ein Interview mit Frank Hepper

Erkrankungen des Bewegungsapparats und Beeinträchtigungen der Fußgesundheit sind ein wachsendes Problem in westlichen Gesellschaften und werden weiter verstärkt durch Faktoren wie das zunehmende Alter der Bevölkerung, die vorherrschende Büroarbeit und einen allgemein sitzenden Lebensstil. Diese Entwicklungen führen zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können.
Mit dem Alter nehmen die natürliche Abnutzung und der Verschleiß des Bewegungsapparats zu, was zu Erkrankungen wie Arthrose, Osteoporose und einer generellen Abnahme der Muskelkraft und -flexibilität führt. Diese altersbedingten Veränderungen können die Mobilität einschränken, Schmerzen verursachen und die Selbstständigkeit beeinträchtigen.
Parallel dazu hat die moderne Arbeitswelt, die oft durch lange Stunden des Sitzens vor dem Computer gekennzeichnet ist, ihren eigenen Anteil an der Zunahme von Beschwerden des Bewegungsapparats. Büroarbeit fördert eine statische Körperhaltung, die zu Muskelverspannungen, Fehlbelastungen und einer Schwächung des muskuloskelettalen Systems führen kann. Insbesondere der Mangel an Bewegung trägt zur Entwicklung von Rückenproblemen, Nackenschmerzen, Sehnenverkürzung, Rückentwicklung der Muskulatur, pathologischen Fehlstellungen und anderen Erkrankungen bei, die durch eine unzureichende Körperhaltung und ergonomische Mängel am Arbeitsplatz verstärkt werden.
Die Kombination aus zu wenig Bewegung, langfristigen Fehlhaltungen und einer sitzenden Lebensweise begünstigt zudem die Entstehung von Fußproblemen. Ohne regelmäßige, vielfältige Bewegung fehlt den Füßen die notwendige Stimulation, um gesund zu bleiben. Dies kann zu einer Reihe von Beschwerden führen, darunter Plantarfasziitis, Fersensporn und eine generelle Schwächung der Fußmuskulatur.
Angesichts dieser Herausforderungen ist es von entscheidender Bedeutung, präventive Maßnahmen zu ergreifen und einen aktiveren Lebensstil zu fördern. Dazu gehören regelmäßige Pausen während der Arbeit, um die Position zu wechseln und leichte Übungen durchzuführen, die Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes, die Förderung von Bewegung und Sport außerhalb der Arbeitszeiten sowie die Beachtung einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Ruhephasen. Darüber hinaus können individuell passende Schuheinlagen und gezielte Übungen zur Stärkung der Füße und des gesamten Bewegungsapparats dazu beitragen, bestehenden Beschwerden entgegenzuwirken und die allgemeine Gesundheit und Mobilität zu verbessern.
Wir sprachen über das Thema mit Frank Hepper vom Einlagenhersteller Springer Aktiv AG.
Business On: Guten Tag Herr Hepper, Sie sind seit 1. März 2023 Vorstandssprecher der Springer Aktiv AG, Deutschlands ältestem Einlagenhersteller, bringen 15 Jahre Erfahrung in verschiedenen Führungspositionen des Unternehmens mit und beschäftigen sich praktisch den ganzen Tag mit unterschiedlichen Beschwerden und Erkrankungen der Füße. Wie verbreitet ist das Phänomen Ihrer Erfahrung nach?
Frank Hepper: Im Laufe unseres Lebens legen wir rund 160.000 Kilometer zu Fuß zurück. Vielen bereitet das mit der Zeit Probleme. Denn rund jeder zweite Deutsche hat schmerzhafte Fußprobleme. Fußerkrankungen können vielfältige Ursachen haben und betreffen verschiedene Bereiche des Fußes. Erkrankungen des Fußes treten in unzähligen Formen und Ausprägungen auf, von der lokalen, vorübergehenden Störung bis zum Symptom einer schwerwiegenden systemischen Erkrankung.
Einige der häufigsten Fußprobleme sind der Knick-Senk-Spreizfuß, Plattfuß, Hohlfuß, das Morton-Metatarsalgie-Syndrom, deformierte Zehen, Fersensporn, Schmerzen an der Achillessehne, Hallux Rigidus, Hallux Valgus, Ermüdungsbrüche und das diabetische Fußsyndrom. Eines haben sie alle gemeinsam: Ein kranker Fuß macht sich bei jedem Schritt bemerkbar und beeinträchtigt unsere Lebensqualität nachhaltig.
Die Ursache von Fußschmerzen und Fehlstellungen (wie Hallux valgus), Entzündungen von Sehnen und Bändern sowie Gelenkverschleiß (Arthrose) liegt oft in der einseitigen und unausgewogenen Bewegung unserer Füße. Das sorgt für verkürzte Muskeln und Faszien, wodurch häufig Fußschmerzen entstehen.

Business On: Sind dies eigenständige Erkrankungen oder sollte man den ganzen Bereich besser im Kontext allgemeiner Erkrankungen des Bewegungsapparats betrachten?
Frank Hepper: Fußerkrankungen können sowohl eigenständige Erkrankungen als auch Symptome anderer zugrunde liegender Gesundheitsprobleme, die mit der modernen Lebensweise einhergehen, sein. Einige Erkrankungen beginnen direkt im Fuß, z. B. infolge einer Fußverletzung. Dazu gehören Fuß- und Knöchelbrüche, Hühneraugen, Fersensporn und Hallux valgus.
Andere Fußprobleme können durch systemische Erkrankungen verursacht werden, die viele Bereiche des Körpers betreffen. Beispiele hierfür sind:
- Diabetes mellitus: Diabetes kann zu Nervenschäden (diabetische Neuropathie) führen, die die Empfindlichkeit der Füße beeinträchtigen und das Risiko von Verletzungen erhöhen.
- Gicht: Gicht kann zu schmerzhaften Entzündungen in den Gelenken, einschließlich der Fußgelenke, führen.
- Andere Arthritisformen: Entzündliche Arthritis wie rheumatoide Arthritis oder Psoriasis-Arthritis kann auch die Füße betreffen.
Unsere Füße spiegeln die Bewegungskoordination unseres gesamten Körpers wider. Wenn etwas “schief läuft“, zeigt es sich oft zuerst in den Füßen.
Business On: Sie betonen also die westliche Lebensweise als eine der Hauptursachen für Fehlhaltungen und Rückbildungen von Muskeln und Sehnen, die eine Vielzahl von weiteren Beschwerden nach sich ziehen können. Kann der Einzelne sich dann überhaupt vor diesen Risiken und Belastungen schützen und falls ja, wie konkret?
Frank Hepper: Orthopädische Einlagen, ausreichende Bewegung und Physiotherapie sind wichtige Ansätze zur Behandlung von Fußschmerzen und -erkrankungen. Einlagen können dazu beitragen, die Fußstellung zu korrigieren und den Druck auf bestimmte Bereiche zu verteilen. Sie können bei verschiedenen Fußproblemen wie Plattfüßen, Fersensporn oder Spreizfuß helfen.
Außerdem ist regelmäßige Bewegung entscheidend für die Gesundheit der Füße. Durch Bewegung werden die Muskeln gestärkt, die Durchblutung gefördert und die Gelenke geschmeidig gehalten. Ein Physiotherapeut kann Ihnen gezielte Übungen und Techniken zeigen, um die Muskulatur im Fuß zu stärken, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Dazu gehören Dehnübungen, Kräftigungsübungen und Massagen.
Business On: Vielen Dank für Ihre Einsichten und Einschätzungen zum Thema Fußgesundheit und Prävention im Bereich des Bewegungsapparats, Frank Hepper, Vorstandssprecher der Springer Aktiv AG.
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
LifestyleWer über Firmenflächen spricht, denkt schnell an Parkplätze, Wege, Eingänge und vielleicht noch ein paar Beete vor dem Gebäude. Genau da beginnt das Problem. Außenflächen werden in vielen Betrieben noch immer wie Restflächen behandelt, obwohl sie im Alltag viel entscheiden: den ersten Eindruck bei Kunden, die Aufenthaltsqualität für Mitarbeiter, die Sicherheit auf dem Gelände und den Aufwand für Pflege und Instandhaltung. Hinzu kommt ein Punkt, der in den vergangenen Jahren deutlich wichtiger geworden ist: versiegelte Grundstücke reagieren empfindlich auf Hitze und Starkregen. Entsiegelung und grüne Infrastruktur gelten deshalb inzwischen als wichtige Bausteine der Klimaanpassung. Für Unternehmen heißt das: Gartengestaltung ist nicht einfach nur ein Randthema. Eine gute Planung schafft Orientierung, verbessert die Umgebung rund ums Gebäude und verhindert, dass Flächen zwar ordentlich aussehen, im Alltag aber wenig taugen. Wer das Thema von Beginn an richtig angeht, spart sich spätere Korrekturen an Wegen, Pflanzflächen, Entwässerung und Pflege. Warum Außenflächen für Unternehmen heute anders geplant werden müssen
ArbeitslebenWer im Büro arbeitet, kennt das Muster nur zu gut: Der Tag beginnt fit und konzentriert, es folgen Meetings, Mails und das Brüten über Tabellen – und irgendwann fangen die Schmerzen zwischen Schulterblättern, Nackenansatz und oberer Brustwirbelsäule an. Das wirkt im ersten Moment wie eine normale Folge langer Bildschirmarbeit. Doch genau darin liegt das Problem: Was als kleine Alltagsbeschwerden beginnt, wird schnell still und heimlich zu einem dauerhaften Begleiter. Der obere Rücken reagiert besonders empfindlich auf starre Haltungen. Schon wenige Stunden in einer nach vorn gezogenen Arbeitsposition reichen, damit die Schultern hochwandern, die Brustwirbelsäule einrundet und die Muskulatur in eine Art Dauerdienst geht. Wer dazu noch mit dem Laptop arbeitet, kaum aufsteht und unter Zeitdruck steht, sammelt im Lauf der Woche viele kleine Belastungen, die sich addieren. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beschreibt statische, physiologisch ungünstige Haltungen ausdrücklich als wichtigen Auslöser muskuloskelettaler Beschwerden bei Bildschirmarbeit. Für Unternehmen ist das kein Randthema: Rückenbeschwerden gehören seit Jahren zu den häufigsten Gründen für Fehlzeiten. Nach Angaben der AOK lagen Muskel- und Skeletterkrankungen 2023 bei den Krankschreibungen von AOK-Versicherten mit 19,5 Prozent auf Platz eins.
