Neukundengewinnung durch B2B-Video-Marketing – Expertentalk mit Timo Meierdreeß

B2B-Video-Marketing ist eine äußerst effektive Methode, um komplexe Produkte und Dienstleistungen verständlich und ansprechend zu präsentieren. Diese Marketingstrategie nutzt verschiedene Videoformate, um potenzielle Kunden zu informieren und zu überzeugen. Zu den wichtigsten Videoformaten zählen Erklärvideos, Produktdemos, Kundenreferenzen sowie Webinare und Live-Streams.
Erklärvideos beispielsweise sind ideal, um komplizierte Ideen und Konzepte auf einfache und gut verständliche Art und Weise darzustellen. Sie helfen dabei, neue Produkte oder Dienstleistungen potenziellen Kunden näherzubringen. Eine wichtige Unterkategorie sind dieProduktdemos. Sie zeigen die Funktionsweise eines Produkts in Aktion und verdeutlichen dessen Nutzen und Vorteile. Dabei geht es jedoch mindestens genauso um die Form wie um den Inhalt. Das beste Produkt kann langweilig und irrelevant erscheinen, wenn es schlecht präsentiert wird und umgekehrt.
Ein wesentlicher Bestandteil erfolgreichen B2B-Video-Marketings ist daher das Storytelling. Durch das Erzählen fesselnder Geschichten, die Kundenprobleme lösen oder Erfolge hervorheben, wird eine emotionale Verbindung zum Publikum aufgebaut. Dabei sind hochwertige Audio- und Videoaufnahmen unerlässlich. Gute Ausrüstung oder professionelle Unterstützung sorgen dafür, dass die Videos optisch und akustisch überzeugen.
Zur Optimierung der Sichtbarkeit sollten die Videos außerdem für Suchmaschinen optimiert werden. Relevante Schlüsselwörter in Titeln, Beschreibungen und Tags sowie benutzerdefinierte Thumbnails und Transkripte erhöhen die Auffindbarkeit der Videos. Zudem ist die Auswahl der richtigen Verbreitungskanäle entscheidend. Plattformen wie LinkedIn, YouTube, andere Social Media Kanäle und branchenspezifische Nischenplattformen sollten genutzt werden, um die Zielgruppe effektiv zu erreichen.
Ein klarer Call-to-Action (CTA) am Ende jedes Videos ist essenziell. Er leitet die Zuschauer zur nächsten Aktion, sei es der Besuch einer Website oder das Anmelden für weitere Informationen. Die Erfolgsmessung durch Analysen wie Views, Engagement-Raten und Konversionen hilft dabei, die Wirkung der Videos zu verstehen und die Strategie kontinuierlich zu verbessern.
Kundenreferenzen wiederum stärken das Vertrauen in das Unternehmen, indem zufriedene Kunden ihre positiven Erfahrungen teilen. Webinare und Live-Streams ermöglichen eine Echtzeit-Interaktion mit dem Publikum und etablieren das Unternehmen als Vordenker in der Branche.
Erfahrungsgemäß nutzen jedoch nur die wenigsten Unternehmen das volle Potenzial des Video-Marketings oder investieren Unsummen für eine Agenturbetreuung und die externe Content-Produktion, obwohl sie selbst über viele der benötigten Ressourcen verfügen, um sich und ihre Produkte eigenständig, authentisch und informativ präsentieren zu können. Auf diese ungenutzten Potenziale weisen spezialisierte Agenturen wie die camgula GmbH hin. Sie beraten Geschäftsleute zu geeigneten Formaten, Kanälen und stellen selbst insbesondere Experten-Erklär-Videos her, die komplexe Produkte oder Dienstleistungen einfach, aber nicht oberflächlich präsentieren. Wir sprachen über das Thema und den speziellen Ansatz von camgula mit deren Geschäftsführer Timo Meierdreeß.
Business-On: Herzlich Willkommen, Herr Meierdreeß. Sie sind Geschäftsführer der Imagefilm Agentur camgula. Erzählen Sie unseren Lesern doch bitte einmal, wie es sie dorthin verschlagen hat und was das Besondere an Ihrer Agentur ist.
Timo Meierdreeß: Videos waren einfach immer mein Ding. Mit 12 Jahren habe ich damals schon kleine Technik-Videos gedreht und auf YouTube veröffentlicht. In den folgenden Jahren bin ich immer drangeblieben, habe meine Fähigkeiten verbessert und konnte dann mit meinem YouTube-Kanal 2014 erste Erfolge feiern. In dieser Zeit durfte ich lernen, was es heißt, ein für den Zuschauer tatsächlich spannendes Video zu produzieren. Als ich dann erste Anfragen von Unternehmen erhielt, war ich überrascht, wie konventionelle Videoproduktion im Unternehmensbereich abläuft. Viele Unternehmen fokussieren sich nur auf die Selbstdarstellung, statt auf das, was den Kunden wirklich interessiert.
Business-On: Ein Imagefilm ist also nicht immer das richtige Format für die Erweiterung des Kundenstamms?
Timo Meierdreeß: Für 98 % der kleinen und mittelständischen Unternehmen im DACH-Raum ist ein Imagefilm Geldverschwendung. Der Kunde ist “egoistisch” und interessiert sich beim ersten Kontakt nicht für die Unternehmensphilosophie oder technische Details. Es gilt eine Frage klar zu beantworten: Welchen konkreten Nutzen erzielt das Produkt und warum ist es das Geld wert? Gerade Unternehmen mit technischen und daher erklärungsbedürftigen Angeboten tun sich hier schwer.

Business-On: Sie haben sich also auf komplizierte Technikprodukte und -dienstleistungen spezialisiert. Was macht diesen Bereich so herausfordernd?
Timo Meierdreeß: Die Personen, die solche Produkte einkaufen, sind größtenteils selbst keine Techniker. Hier muss also eine Übersetzung stattfinden von technischen Funktionen, hin zu erlebbarem Alltags-Nutzen. Schafft man das nicht, wird man entweder von Entscheidern gar nicht wahrgenommen, oder muss über den Preis verkaufen (was niemand will).
Business-On: Trotz dieser Komplexität betonen Sie die Bedeutung der 7-Sekunden-Regel. Viele haben bereits davon gehört, aber klären Sie unsere Leser bitte noch einmal über ihre Bedeutung auf.
Timo Meierdreeß: Egal wie man es dreht und wendet, die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen ist geringer denn je. Das liegt am Informationsüberfluss in unserer Gesellschaft, an Social-Media-Plattformen, die auf ultrakurze Inhalte optimiert sind und vielen weiteren Faktoren. Fakt ist: Der Mensch entscheidet innerhalb von 7 Sekunden, ob er sich weiter mit z. B. einem Video beschäftigt oder nicht. Weil auch B2B Entscheider am Ende nur Menschen sind, gilt dies nicht nur für “Privatpersonen” oder Jugendliche. Heißt: Unternehmen müssen sich hierauf einstellen und Inhalte anbieten, die die Aufmerksamkeit der Zielgruppen in wenigen Sekunden einfangen.
Dadurch ist bei uns die 7-Sekunden-Regel entstanden: in den ersten 7 Sekunden des Videos muss sofort spannender oder polarisierender Inhalt geliefert werden, damit Menschen weiterschauen. In z. B. den Expertenvideos, die wir für unsere Kunden produzieren, lösen wir das, indem wir eine dringende Problemstellung der Zielgruppe konkret aufgreifen und eine Lösung unterbewusst in Aussicht stellen.
Business-On: Sind Experten- oder Erklärvideos immer das richtige Format?
Timo Meierdreeß: Für Unternehmen, die bisher noch nicht auf Video-Marketing setzen, ist ein Expertenvideo immer der beste Start. In diesem Format werden die Alleinstellungsmerkmale des eigenen Produkts oder der Dienstleistung auf den Punkt gebracht, und der praktische Nutzen wird plausibel dargestellt. So ein Video hilft immer, egal welche Marketing- oder Vertriebskanäle man einsetzt. Weitere Formate wie Erklärvideos oder Video-Referenzen sind in bestimmten Fällen sinnvoll, aber oft eben auch nicht. Hier bedarf es einer Beratung von einem B2B Video-Marketing Experten.
Business-On: Sie bieten neben den Agentur-Dienstleistungen auch kostenlose Ressourcen für das Inhouse-Marketing an. Wie kam es hierzu und glauben Sie wirklich, dass eine typische Tech-Firma zusätzlich zu ihren Produkten auch noch ansprechenden Video-Content produzieren kann?
Timo Meierdreeß: In unseren kostenfreien Webinaren zeigen wir B2B KMUs aus der DACH-Region, was Sie bei einer Videoproduktion unbedingt beachten sollten und was der günstigste Weg ist, ein Verkaufsvideo umzusetzen. Wir schauen uns auch an, wann eine Verkaufsvideoproduktion überhaupt sinnvoll ist und welche Stolpersteine Unternehmen unbedingt vermeiden sollten. In manchen Fällen ist es tatsächlich günstig und sinnvoll selbst zu produzieren und in anderen Fällen eben nicht. Das kommt sehr auf die Marketing- und Vertriebsziele des Unternehmens und die internen Ressourcen an. Aber genau dafür ist das Webinar ja da: Alle Möglichkeiten kennen, und am Ende fundiert für den besten Weg entscheiden.
Business-On: Vielen Dank für dieses informative Interview, Timo Meierdreeß, Geschäftsführer der camgula GmbH.
- Titelbild: Bild von tonefotografia aus IStockPhoto
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
ArbeitslebenArbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.
AktuellWer heute ein Bürogebäude, einen Handelsstandort oder eine gemischt genutzte Gewerbeimmobilie modernisiert, landet schnell bei derselben Frage: Reicht ein konventionelles Heizsystem noch aus, wenn Energiekosten, CO2-Emissionen und regulatorische Vorgaben gleichzeitig Druck machen? Genau an diesem Punkt wird die Wärmepumpe für viele Unternehmen interessant. Das zeigt auch der Blick auf den Markt. In Nichtwohngebäuden lag der Wärmeverbrauch 2023 bei 207 TWh. Davon entfielen noch 69 Prozent auf Öl, Gas und Kohle. Zugleich gewinnen Wärmepumpen im Neubau und bei neuen Projekten spürbar an Bedeutung. Die Debatte wird trotzdem noch zu grob geführt. In vielen Gesprächen geht es nur um die Frage, ob eine Wärmepumpe funktioniert. Die bessere Frage lautet: In welchem Gebäude, mit welcher Wärmequelle und unter welchen Lastprofilen rechnet sie sich? Für eine kleine Büroeinheit gelten andere Maßstäbe als für ein Produktionsgebäude mit hohem Wärmebedarf, langen Laufzeiten oder zusätzlicher Kälteversorgung. Genau deshalb braucht das Thema eine wirtschaftliche und technische Einordnung, die näher an der Praxis bleibt. Warum Wärmepumpen im Gewerbe gerade jetzt ein reales Entscheidungsthema sind
