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business-on.de Redaktion
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15. April 2022

Produktverpackung: Selber machen oder auslagern?

Doch ein Produkt zu entwickeln und herzustellen, ist noch nicht alles. Auch die Verpackung muss organisiert werden. Und da stellt sich nun mal für jeden Unternehmer die Frage, ob dieser Prozess ausgelagert oder selbst übernommen werden soll. Im Folgenden werden die Vorteile beider Optionen einmal genauer beleuchtet.

Verpackung selbst übernehmen: Das sind die Vorteile

Wer mit einem Dienstleister für Verpackungsarbeiten (z.B. Fulfillment) zusammenarbeitet, der schafft Abhängigkeit. Und genau das ist einer der Hauptgründe dafür, dass Unternehmer lieber im eigenen Haus verpacken. Sie sind für alles selbst verantwortlich und genau so soll es sein.

Stromausfälle, Insolvenzen, krankheitsbedingte Schließungen – wenn solche Dinge bei einem Partnerunternehmen auftreten, herrscht völliges Chaos. Im eigenen Unternehmen kann schnell reagiert werden, man findet irgendwie Lösungen. Diese Kontrolle ist etwas, was viele Unternehmer schätzen. Außerdem können Anpassungen schnell und einfach umgesetzt werden, was größtmögliche Flexibilität schafft.

Ein weiterer Vorteil der Verpackung im eigenen Haus ist das große Angebot an Herstellern. Ein seriöser Hersteller für Verpackungsmaschinen liefert nicht nur die Maschine, sondern gibt auch Tipps zur Wartung und ist bei Problemen erreichbar. Einige Unternehmen in der Verpackungsbranche haben bereits digitale Sonderlösungen entwickelt oder setzen auf Nachhaltigkeit. Somit ist das Finden eines Herstellers, der genau zu den eigenen Ansprüchen passt und spezifische Lösungen anbietet, mittlerweile kein Problem mehr.

Verpackung auslagern: Das spricht dafür

Verpackungsaufgaben auszulagern, liegt aktuell stark im Trend. Denn Lagerung von Verpackungsmaterialien kann teuer werden. Gleiches gilt für die Anschaffung und Wartung von Verpackungsmaschinen. Somit kann ein externer Dienstleister aus wirtschaftlicher Sicht einfach die sinnvollste Lösung sein.

Es braucht keine Schulung der eigenen Mitarbeiter und gleichzeitig macht man sich die Expertise des Partners zu Nutze. Nicht nur das, Verpackungsmaschinen entwickeln sich auch weiter, zum Beispiel durch Softwareupdates. Ein guter Dienstleister wird stets auf dem neuesten Stand sein und kann in Zukunft vielleicht neue oder effektivere Lösungen anbieten.

Sollen Verpackungen nicht nur einfach und effektiv sein, sondern auch anspruchsvoll, können viele Dienstleister in der Lohnverpackung genau das übernehmen. Sonderfarben, Logoaufdruck oder besondere Verpackungsformen sind für Experten kein Problem.

Mittelweg wählen: Verpackung nach Bedarf

Die Frage danach, was die beste Lösung für das eigene Unternehmen ist, kann schwer beantwortet werden, ohne alle Umstände zu bedenken. Gerade für jüngere Unternehmen kann es aus Kostengründen notwendig sein, die Verpackung auszulagern – da die Maschinen einfach zu teuer in der Anschaffung wären. Gleichzeitig kann das Alter des Unternehmens genau der Grund sein, warum eine interne Verpackungslösung richtig sein kann – denn so behält man Flexibilität, was gerade in der Entwicklung von Produkten sehr wichtig ist.

Größere Unternehmen wählen häufig sogar einen Mittelweg. Sie kümmern sich um bestimmte Verpackungsprozesse intern, lassen andere aber extern übernehmen. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn man nur begrenzte Lagerflächen zur Verfügung hat. Verpackungsmaterial braucht Platz – für kleinere Produkte aber weniger als für große. So können Kleinteile, die direkt an den Kunden geliefert werden, intern verpackt werden, während größere Produkte über Dienstleister verpackt werden, die diese auch gleich für den Versand vorbereiten.

So oder so sollten sich Unternehmer über die Vor- und Nachteile eigener Verpackungsmaschinen informieren. Aus Prinzip eine der beiden Lösungen zu wählen, kann zwar mit etwas Glück funktionieren, lässt aber Optimierungsoptionen auf der Strecke.

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