Venture Capital – Wagniskapital für riskante Unternehmungen
An wen richtet sich das Venture Capital?
Eine solche Beteiligung richtet sich an junge Startup -Unternehmen, die noch nicht an der Börse notiert sind. Sie müssen von außen gefördert werden, da sie für einen Kredit häufig nicht die erforderlichen Sicherheiten aufbringen. Das Venture Capital wird dabei für einen unbefristeten Zeitraum (zur Definition Zeitraum) gewährt, üblich ist jedoch eine Gewinnbeteiligung beim Verkauf des Unternehmens. Prinzipiell geht die Venture-Capital-Gesellschaft ein hohes Risiko bei einer solchen Finanzierung ein, andererseits stehen bei einem erfolgreichen Startup-Unternehmen hohe Rendite -die-ertragsarten-der-rendite-_id42442.html“ target=“_self“>Renditen in Aussicht. Neben den monetären Mitteln übermittelt die VCG auch wertvolles Wissen. Sie unterstützen den Gründer , vorrangig um die Gewinnbeteiligung zu erhöhen. In diesem Zusammenhang findet sich auch der Begriff „smart capital“, der Finanzierer hat im Gegenzug ein Mitspracherecht.
Wie sieht die Finanzierung über ein Venture Capital aus?
Im Vorfeld eines Venture Capitals stehen häufig andere Finanzierungsmöglichkeiten für junge Unternehmen zur Verfügung. Dazu gehört nicht nur das Kapital, welches von Freunden und der Familie bereitgestellt wird, sondern auch eine sogenannte Anschubfinanzierung durch Business Angels. Erst danach kommt die Risikokapitalgesellschaft ins Spiel. Anfangs wird noch in die Marktforschung und Produktentwicklung investiert. Erst nach der Marktreife des Unternehmensprodukts fällt das Risiko für die VCG. In einem Zeitraum zwischen zwei und sieben Jahren wird der Exit, der Austritt aus der Unternehmung angestrebt.
Venture Capital: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
Spricht man von Finanzierungsmöglichkeiten in Form von vollhaftendem Eigenkapital, ist meist vom Venture Capital die Rede. Der Trend der vergangenen Jahre zeigt, dass analog zum Anstieg der IPO`s (Initial Public Offering) an den Kapitalmärkten, Eigenkapitalfinanzierungen als Geldquelle für junge Unternehmen eine immer bedeutendere Rolle einnimmt. Das Venture Capital oder auch Wagniskapital genannt, stellt eine weitere entscheidende Alternative zur bankgestützten Fremdfinanzierung dar.
Gerade die Gründungsphase stellt für Jungunternehmer auf dem Weg in die Selbstständigkeit und der oftmals mühsamen Marktetablierung eine Herausforderung dar, der sich viele Start-Ups meist völlig alleine gegenüber gestellt sehen. Insbesondere Probleme bei der Finanzierung werden von Jungunternehmen hierbei oft an erster Stelle genannt; gerade in den frühen Phasen der Gründung ist der Finanzierungsbedarf sehr hoch – andererseits das Fremdkapital, aufgrund mangelnder Sicherheiten für Kreditgeber, viel zu gering. Kapitalengpässe führen nicht selten zum Scheitern selbst erfolgversprechender Geschäftsideen. Als Finanzierungsalternative bietet sich hier die Aufstockung des Eigenkapitals in Form einer Beteiligungsfinanzierung durch das sogenannte „Venture Capital“ an.
Venture Capital – oftmals im Zusammenhang mit dem Oberbegriff „Private Equity“ (zur Private Equity Definition) verwendet – wurde im Deutschen häufig mit Risiko-Kapital übersetzt. Um dieser Finanzierungsform jedoch den negativen Beigeschmack von unsicheren Spekulationsgeschäften zu nehmen, tendiert man heute mehr und mehr zu den Begriffen „Wagnis – oder besser: Chancenkapital“.
Diese Art der Beteiligungsfinanzierung erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit: Nach einem Rekordjahr in 2006, in welchem europäische Beteiligungsfirmen mit 112 Milliarden Euro mehr als doppelt soviel Geld (zur Geld Definition) einsammelten wie noch in 2005 (60 Mrd. EUR). Und die in Deutschland aktiven Beteiligungsgesellschaften haben im Jahr 2007 mit 4,1 Milliarden Euro rund 13 Prozent mehr investiert als im Jahr zuvor. Zwar sind hierbei die Venture Capital Investitionen leicht zurück gegangen, jedoch steht diesem Volumenrückgang allerdings eine deutlich gestiegene Zahl der mit Venture Capital finanzierten Unternehmen gegenüber. Innerhalb des gesamtes Venture Capital-Bereiches verzeichneten die Frühphaseninvestitionen erfreuliche Zugewinne. Deren Volumen kletterte von 264 Mio. auf 349 Mio. und deren Anzahl von 337 auf 467. Nicht grundlos, denn das Venture Capital wartet mit einer Vielzahl von Vorzügen für das junge Unternehmen auf:
Das besondere an dieser Finanzierungsform ist die Kombination einer temporären Beteiligung von VC-Investoren an Firmenanteilen junger wachstumsstarker Unternehmen, sowie einer strategischen und operativen Unterstützung des Managements während des Beteiligungszeitraums. Der Kapitalgeber von Risikokapital investiert direkt in das Eigenkapital des Unternehmens, bleibt aber meist mit einem Anteil unter 50 Prozent Minderheitsgesellschafter. Die Höhe des bereitgestellten Venture Capitals ist abhängig von den Bedürfnissen des Unternehmens und zum anderen vom Angebot des Investors bzw. der Beteiligungsgesellschaft selbst, beginnt aber bereits bei 10.000 Euro.
Man unterscheidet zwischen zwei Beteilungsformen: die Investoren können sich direkt oder indirekt an einem Unternehmen einbeziehen. Der Kapitalgeber ist daher nicht immer mit dem Anbieter des Kapitals gleichzusetzen. Bei einer direkten Beteiligung investiert der Kapitalgeber selbst, wohingegen bei einer indirekten Beteiligung der Investor sein Kapital einer Venture Capital-Gesellschaft zur Verfügung stellt, die wiederum in Unternehmen investiert.
Bei den meisten Definitionen zum Wagniskapital liegt die Betonung oft mehr auf der Partnerschaft zwischen Venture Capitalist (VC) und Unternehmenseigner als auf monetären Komponenten.
In der Tat stellt der Kapitalgeber neben der finanziellen Unterstützung auch sein Wissen sowie seine Kontakte zur Verfügung und greift teilweise aktiv in die unternehmerischen Tätigkeiten ein. Der Gründer hat somit einen erfahrenen Helfer an seiner Seite und der Venture Capitalist fördert das Wachstum des Unternehmenswertes aktiv. Im Gegenzug profitiert der VC vom wachsenden Wert des Unternehmens: die angestrebten, durchschnittlich zu erzielenden Rendite liegen mit 15 bis 25 Prozent jährlich überdurchschnittlich hoch. Der wirtschaftliche Ertrag ergibt sich jedoch nicht aus laufenden Zahlungen, wie beispielsweise Zinsen, sondern werden am Ende der Investitionsphase durch den Exit realisiert.
Der Rückzug des Kapitalgebers aus dem Unternehmen wird in der Regel nach zwei bis fünf Jahren angestrebt. Hierfür kann der VC seine Anteile an der Börse verkaufen (Initial Public Offering), an andere Unternehmen der selben Branche (Trade Sale), an Venture-Capital-Gesellschaften (Secondary Sale) oder er bietet sie dem Unternehmenseigner zum Rückkauf an (Company Buy Out). Pioniere dieses Finanzierungstrends sind die in den USA ansässigen 600 VCG, die seit den 40er Jahren erfolgreich die 17 größten Unternehmen der Welt – gemessen an der Marktkapitalisierung – wie z.B. Intel, Microsoft oder Cisco Systems bei der Finanzierung mit VC unterstützt haben.
Begriffsabgrenzung: Venture Capital heißt nicht gleich Private Equity
Fälschlicherweise werden die beiden Ausdrücke Venture Capital und Private Equity oft als Synonyme gebraucht. Zwar organisiert sich das Venture Capital ebenfalls abseits des (börsennotierten) geregelten Kapitalmarkts, jedoch liegt der Unterschied in der Festlegung als Eigenkapitalfinanzierung junger Hightech Unternehmen in der Frühphase (Early Stage). Venture Capital investiert hauptsächlich in Startups; nur eher selten profitieren schon länger bestehende Unternehmen von dieser Finanzierungsmöglichkeit („Venture“ zu deutsch: „Wagnis“, „Projekt“, „Vorhaben“). Einerseits werden die Begriffe als Bezeichnungen für verschiedene Formen der Eigenkapitalbeteiligung verstanden und damit auf eine Stufe gestellt. Andererseits wird Venture Capital als Teilmenge von Private Equity verstanden. Diese, in den USA verwendete, Auslegung hat sich auch im europäischen Raum durchgesetzt. Dabei stellt Private Equity den Oberbegriff für außerbörsliche Eigenkapitalbeteiligung dar, der mehrere Formen der Beteiligungsfinanzierung umfasst.
Finanzierungsphasen durch Venture Capital
Bevor Venture Capital Gesellschaften als Investoren auftreten, werden junge Unternehmen häufig aus anderen Quellen mitfinanziert. Freunde und Angehörige gehören ebenso dazu, wie Förderprogramme und sogenannte Business Angels. Diese investieren bereits von Beginn an in ein Unternehmen und erhoffen sich durch diese Anschubfinanzierung besonders hohe Gewinne. Erst in den folgenden Stadien werden Unternehmen für Venture Capital Gesellschaften interessant.Je nachdem in welcher Phase sich das Unternehmen befindet, unterscheidet man zwischen folgenden Formen der Risikokapitalbeteiligung:
Seed Stage Capital – man erntet, was man säht
In dieser frühen Finanzierungsphase geht der Großteil des Startkapitals in die Forschung und Entwicklung der Produkte und Dienstleistungen. Das Kapital wird benötigt, um die geplanten Produkte zur Marktreife zu führen. Das Problem: Da noch kein fertiges Produkt vorliegt und der kommerzielle Erfolg nur schwer abschätzbar ist, ist diese Phase durch ein hohes Risiko gekennzeichnet. Kapitalgeber werden in dieser Phase daher eine eher hohe Gewinnbeteiligung verlangen, da sie das Risiko mittragen. Das bedeutet, der Einkauf in das Unternehmen erfolgt zu einem niedrigeren Preis, dafür ist aber auch das Risiko dementsprechend groß.
Early Stage Capital – Finanzierung während der Markteinführung
In dieser Finanzierungsphase geht es darum, das fertige Produkt auf dem Markt einzuführen. Das Risiko für den Anleger ist hier etwas geringer, da man ein funktionsfähiges Produkt bzw. eine ausgefeilte Dienstleistung vorzuweisen hat. Das Kapital wird nun dazu verwendet, die nötigen Marketingkampagnen einzuleiten und die Produktionskapazitäten aufzubauen. All das wird mit dem Ziel unternommen, die Markteinführung erfolgreich zu gestalten. Dennoch ist in dieser Phase unklar, ob sich der kommerzielle Erfolg eines Unternehmens einstellt. Das Risiko für die Anleger ist dementsprechend niedriger als in der Seed Stage, aber immer noch nicht zu vernachlässigen.
Later Stage Capital – Wachstum fördern durch Anlagen
Die wohl risikoärmste Phase der Investition ist das sogenannte Later Stage Capital. In dieser Phase ist das junge Unternehmen mit seiner Leistung marktreif und generiert bereits Umsätze aus dem Verkauf der Produkte. Hier geht es vor allem darum, die Umsätze zu maximieren und die Expansion des Unternehmens voranzutreiben. Das Unternehmen benötigt also Kapital, um weitere Produktionskapazitäten und Vertriebskanäle auszubauen. Das Risiko für den Kapitalanleger ist dementsprechend gering, umso teurer ist jedoch auch der Preis, für den er sich in das Unternehmen einkauft.
Christian Weis
BusinessWer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.
Guide'sIn Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.
RatgeberWer eine Wohnung, ein Haus oder Geschäftsräume renovieren lässt, denkt meist zuerst an das sichtbare Ergebnis: glatte Wände, neue Oberflächen, eine durchdachte Raumaufteilung. Ob ein Vorhaben tatsächlich gelingt, entscheidet sich jedoch lange vor dem letzten Anstrich. Die Abstimmung der beteiligten Gewerke, ein nachvollziehbarer Ablauf und feste Ansprechpartner bestimmen maßgeblich, ob ein Projekt für Eigentümer planbar bleibt insbesondere dann, wenn Innenausbau, Trockenbau und Verputzarbeiten zusammenkommen. Dieses Porträt zeigt, wie ein regionaler Handwerksbetrieb diesen gebündelten Ansatz umsetzt, und benennt die Punkte, die Auftraggeber vor dem Projektstart klären sollten. Renovieren als Organisationsaufgabe Eine Renovierung ist selten eine einzelne Maßnahme. Wer etwa die Aufteilung einer Altbauwohnung verändern möchte, benötigt zunächst neue Wände im Trockenbau, anschließend Putz und Oberflächen, häufig ergänzt um weitere Arbeiten im Innenausbau. Jedes Gewerk baut auf dem vorherigen auf und jede Unklarheit an einer Schnittstelle wirkt sich auf das Gesamtergebnis aus.
