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business-on.de Redaktion
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22. Januar 2025

Expertentalk mit Helen Caesar Betreiberin der St.Helens Praxis für Osteopathie in München

Die St.Helens Praxis für Osteopathie in München ist bekannt für ihre ganzheitliche und individuell abgestimmte Betreuung von Patienten jeden Alters. Geleitet wird die Praxis von Helen Caesar, einer erfahrenen Heilpraktikerin und Osteopathin mit einem Master of Science in Osteopathie. Ihr breites Leistungsspektrum umfasst die Behandlung von Säuglingen, Kindern, Schwangeren, Sportlern sowie Menschen mit chronischen Beschwerden. Die Philosophie der Praxis beruht auf der Überzeugung, dass der Körper über starke Selbstheilungskräfte verfügt, die durch osteopathische Techniken aktiviert werden können. Im Gespräch mit Frau Caesar möchten wir nicht nur mehr über ihre persönliche Motivation und die angebotenen Dienstleistungen erfahren, sondern auch darüber, wie die Osteopathie als medizinische Disziplin zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt.

Business-On: Herzlich Willkommen, Helen Caesar. Sie sind staatlich geprüfte Heilpraktikerin in München und betreiben Ihre eigene Praxis für osteopathische Therapie in München. Erklären Sie unseren Lesern doch bitte zu Beginn, was genau es mit der Osteopathie und den entsprechenden Therapien auf sich hat.

Helen Caesar: Vielen Dank für die Einladung! In der Osteopathie betrachten wir den Körper als ein zusammenhängendes System, in dem alles miteinander verbunden ist: Arterien, Venen, Lymphe, Faszien, Muskeln, Skelett und Organe. Alles beeinflusst sich gegenseitig – manchmal direkt, manchmal indirekt.

Mein Ziel ist es, Blockaden oder Spannungen zu lösen, damit der Körper wieder optimal arbeiten kann. Wenn wir von „Selbstheilung“ sprechen, meinen wir damit keine Magie, sondern die natürliche Fähigkeit des Körpers, sich selbst zu regulieren und gesund zu halten. Ein Beispiel: Wunden heilen von allein, das Immunsystem bekämpft Infektionen, und der Blutfluss sorgt dafür, dass alle Zellen ausreichend versorgt werden. Wenn jedoch irgendwo Bewegungseinschränkungen oder Störungen vorliegen, kann dieser Prozess ins Stocken geraten – und genau hier setzt die Osteopathie an.

Ich betrachte den Menschen immer als Ganzes und wähle individuell angepasste Techniken: mal sanft, mal intensiver – je nachdem, was der Körper braucht. So helfe ich dabei, den natürlichen Fluss wiederherzustellen und das Gleichgewicht im Körper zu fördern.

Business-On: Können Sie uns noch etwas mehr über Ihren beruflichen Werdegang und Ihre Motivation erzählen, die St.Helens Praxis zu gründen?

Helen Caesar: Schon als Kind war ich von der Verbindung zwischen Struktur, Funktion und Ästhetik fasziniert – inspiriert durch meine Familie und Vorfahren, die alle im Bereich der Architektur und im Ingenieurwesen tätig waren. Diese Leidenschaft für Form und Funktion zog sich durch mein Leben und führte mich letztlich zur Osteopathie, wo ich den Körper als ein System aus zusammenhängenden Strukturen und Funktionen erkenne. Alles im Körper beeinflusst sich gegenseitig, wie in einem gut gestalteten Gebäude, in dem jedes Element harmonisch zusammenarbeitet.

Mein Weg in die Osteopathie begann durch persönliche Erfahrungen, als mein Vater von einem Osteopathen begleitet wurde, der ihm sehr half. Diese Erfahrung öffnete mir die Augen für die Osteopathie. Nach meinem Bachelor in Osteopathie, einer psychotherapeutischen Ausbildung und meinem Masterabschluss, habe ich gleichzeitig meine Heilpraktikerprüfung abgelegt und in verschiedenen Praxen gearbeitet.

Die Gründung meiner eigenen Praxis war für mich immer der Traum, einen Raum zu schaffen, der meine Werte und Techniken widerspiegelt – einen Ort, an dem ich den Menschen ganzheitlich begegnen kann. Mit St. Helens habe ich diesen Traum verwirklicht und arbeite jeden Tag daran, Menschen in ihrer Gesundheit zu unterstützen, in einem Raum, der genauso harmonisch ist wie der Körper, den wir behandeln.

Der Name „St. Helens“ kam mir, weil ich einen Ort schaffen wollte, der Ruhe, Heilung und ein Gefühl von Geborgenheit ausstrahlt – fast etwas Heiliges. Für mich ist dieser Raum mehr als nur eine Praxis; er ist ein Rückzugsort, an dem sich Menschen von ihren Beschwerden befreien und zu sich selbst finden können. Der Name „St. Helens“ soll diese besondere Atmosphäre widerspiegeln, eine Verbindung von Ruhe und Kraft, die in jedem Raum und in jeder Behandlung spürbar ist.

Business-On: Zu Ihren Patienten zählen sowohl Babys als auch Sportler – Wie unterscheiden sich Therapien für diese unterschiedlichen Zielgruppen, oder ist Ihr Ansatz so ganzheitlich, dass er auf ganz unterschiedliche Patient:innen relativ ähnlich angewandt werden kann?

Helen Caesar: Mein Ansatz in der Osteopathie ist tatsächlich ganzheitlich, was bedeutet, dass ich den Körper immer in seiner Gesamtheit betrachte, unabhängig vom Alter oder der Lebenssituation der Patienten. Die Grundprinzipien sind für alle ähnlich: Es geht darum, Blockaden zu lösen, den Fluss von Flüssigkeiten wie Blut und Lymphe zu fördern und das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen. Doch je nach Zielgruppe wende ich unterschiedliche Techniken und Schwerpunkte an.

Bei Babys liegt der Fokus oft auf der Unterstützung ihrer natürlichen Entwicklung. Hier geht es vor allem um sanfte Techniken, die das Nervensystem beruhigen, die Bewegungsfreiheit fördern und die Struktur des Körpers im Hinblick auf das Wachstum und die frühkindliche Entwicklung unterstützen.

Bei Sportlern wiederum richtet sich die Therapie stärker auf die Prävention von Verletzungen und die Verbesserung der Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit. Hier nutze ich oft intensivere, gezielte Techniken, um Muskelverspannungen zu lösen, die Gelenkfunktion zu optimieren und die Regeneration nach Belastung zu unterstützen.

Trotz dieser Unterschiede bleibt der grundlegende Ansatz gleich: Ich arbeite immer individuell, gehe auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen ein und passe die Behandlung an, um den Körper in seinem natürlichen Zustand zu unterstützen – sei es bei einem Baby oder einem Sportler.

Bild mit freundlicher Genehmigung: Helen Caesar

Business-On: Die Osteopathie wird oft als Ergänzung zur Schulmedizin gesehen. Wie stehen Sie zu dieser Einschätzung, und welche Rolle spielen die unterschiedlichen Krankenkassen bei einer Finanzierung der Therapien?

Helen Caesar: Ich betrachte die Osteopathie als komplementäre Medizin, die hervorragend mit der Schulmedizin zusammenarbeitet – nicht als Ersatz, sondern als wertvolle Ergänzung. Sie hilft dabei, das natürliche Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen und unterstützt die Selbstheilungskräfte. Gerade in Kombination mit schulmedizinischen Behandlungen kann sie den Heilungsprozess oft deutlich fördern.

Ich arbeite eng mit Ärzten aus verschiedenen Disziplinen zusammen und viele meiner Patienten kommen auch selber aus der Schulmedizin, um die osteopathische Behandlung als Ergänzung zu nutzen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung, die den individuellen Bedürfnissen meiner Patienten gerecht wird.

Was die Finanzierung betrifft, übernehmen viele private Krankenversicherungen die Kosten für osteopathische Behandlungen. Auch gesetzliche Krankenkassen erstatten einen Teilbetrag, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Es lohnt sich, bei der eigenen Krankenkasse nach den genauen Erstattungsbedingungen zu fragen.

Business-On: Vielen Dank für diese spannenden Einblicke und Erläuterungen einer oft unterschätzten Disziplin, Helen Caesar von der St.Helens Praxis für Osteopathie in München.

Hier weiterlesen: Culture eats strategy for breakfast: Wie wichtig die Unternehmenskultur für Wohlbefinden und Produktivität ist.

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