Die Thematik der Nachhaltigkeit gewinnt bereits seit Jahren an Gewichtung und wirkt sich zunehmend auf Handwerksbetriebe aus. Denn aufgrund der fehlenden Fachkräfte können die ambitionierten Klimaziele des Landes nicht erreicht werden – wie eine Studie aus Freiburg aufzeigt. Auch die Lieferengpässe tragen dazu bei, dass Aufträge kaum bearbeitet werden können.
Der Fachkräftemangel ist längst nicht mehr nur das Problem der Handwerksbranche. Denn die Auswirkungen sind sehr viel weitreichender. Daher sollte auch die Regierung damit beginnen, dem Mangel entgegenzuwirken und die Branche dabei unterstützen, Nachwuchs zu erreichen“, erklärt Deniz Akpinar, Experte der Handwerksbranche. In folgendem Gastbeitrag verrät er, warum das Fehlen der Fachkräfte die Erreichung der Klimaziele beeinflusst und wie dem entgegenzuwirken ist.
Viele Aufträge – wenig Mitarbeiter
„Es ist wichtig, dass sich die Bundesregierung für das Erreichen ehrgeiziger Klimaziele einsetzt. Ein Umstand, der nicht nur dem Planeten helfen und die Zukunft der nachfolgenden Generationen sichern wird, sondern der zugleich einen wahren Boom im Handwerk auslösen könnte“, sagt Deniz Akpinar. Denn letztlich seien es die Handwerker, die für die bauliche Umsetzung der Energiewende sorgen, indem sie Solaranlagen, Wärmepumpen und Wallboxen installieren. Der Trend der Nachhaltigkeit hat bereits viele Betriebe erreicht und deren Auftragsbücher zuweilen für Monate im Voraus gut gefüllt. Doch damit zeigt sich das Problem des Fachkräftemangels umso schonungsloser, denn schon längst fehlt es an gutem Personal, um alle Aufträge zu erledigen.
Der Mangel an Fachkräften weitet sich aus
Dass in vielen Firmen aktuell kaum genügend Personal vorhanden ist, mag auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen sein. Am gravierendsten stellt sich dabei der Umstand ein, dass altgediente Mitarbeiter nach und nach in den wohlverdienten Ruhestand gehen – während gleichzeitig nicht genügend junge Fachkräfte nachkommen, um die frei werdenden Stellen künftig zu besetzen. Die Konsequenzen davon sind jedoch weitreichend, denn sie betreffen längst die Existenz vieler Unternehmen. So mangelt es nicht nur an gut ausgebildeten Kollegen – ebenso fehlen Meister, die bereit sind, einen Handwerksbetrieb zu übernehmen und ihn in die Zukunft zu führen.
Das Handwerk muss auf sich aufmerksam machen
Wie der Fachkräftemangel gelöst werden kann, lässt sich nicht pauschal sagen. Erkennbar ist aber, dass sich die Handwerksbranche wieder attraktiver präsentieren muss. Ihre Aufgabe besteht darin, jungen Schulabgängern und deren Eltern zu vermitteln, dass eine Ausbildung im Handwerk nicht schlechter als ein Studium sein muss. Die Information, dass ein Handwerker einer weitgehend gesicherten Zukunft entgegenblickt, muss stärker Gehör finden. Nur so kann es gelingen, junge Menschen wieder mehr für die Arbeit in den unterschiedlichen Handwerksberufen zu begeistern. Hier ist es also wichtig, die Vermarktung der Branche professioneller durchzuführen – und dafür wird Mut benötigt.
Für mehr Attraktivität sorgen
Sicherlich wäre es demgegenüber wichtig, dass auch die Schulen wieder verstärkt mithelfen, die Absolventen auf eine Ausbildung im Handwerk vorzubereiten. Etwa, indem in den naturwissenschaftlichen Fächern die Grundlagen für ein Wissen gelegt werden, das anschließend im Beruf genutzt werden kann – ein größerer Praxis- und Realitätsbezug ist also sinnvoll. Aber auch die Handwerksfirmen selbst sind gefragt: Sie dürfen sich nicht auf den prall gefüllten Auftragsbüchern ausruhen, sondern müssen ihre Zukunft aktiv mitgestalten. Von ihnen wird gefordert, sich als gute Arbeitgeber zu präsentierten, die dem Nachwuchs eine Chance für eine optimale Entwicklung und für eine gesicherte Zukunft bieten.
(ots)
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
ArbeitslebenArbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.
AktuellWer heute ein Bürogebäude, einen Handelsstandort oder eine gemischt genutzte Gewerbeimmobilie modernisiert, landet schnell bei derselben Frage: Reicht ein konventionelles Heizsystem noch aus, wenn Energiekosten, CO2-Emissionen und regulatorische Vorgaben gleichzeitig Druck machen? Genau an diesem Punkt wird die Wärmepumpe für viele Unternehmen interessant. Das zeigt auch der Blick auf den Markt. In Nichtwohngebäuden lag der Wärmeverbrauch 2023 bei 207 TWh. Davon entfielen noch 69 Prozent auf Öl, Gas und Kohle. Zugleich gewinnen Wärmepumpen im Neubau und bei neuen Projekten spürbar an Bedeutung. Die Debatte wird trotzdem noch zu grob geführt. In vielen Gesprächen geht es nur um die Frage, ob eine Wärmepumpe funktioniert. Die bessere Frage lautet: In welchem Gebäude, mit welcher Wärmequelle und unter welchen Lastprofilen rechnet sie sich? Für eine kleine Büroeinheit gelten andere Maßstäbe als für ein Produktionsgebäude mit hohem Wärmebedarf, langen Laufzeiten oder zusätzlicher Kälteversorgung. Genau deshalb braucht das Thema eine wirtschaftliche und technische Einordnung, die näher an der Praxis bleibt. Warum Wärmepumpen im Gewerbe gerade jetzt ein reales Entscheidungsthema sind

