Personal·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
9. März 2022

Agile Arbeitsmethoden verändern unsere Arbeitswelt

Digitalisierung als Ausgangspunkt der Entwicklung

Im Zuge der Digitalisierung hat sich die Art und Weise, wie Aufgaben bei der Arbeit gehandhabt werden, gravierend geändert. Dabei treffen diese Veränderungen auf beinahe alle Aspekte zu. So ermöglicht die digitale Infrastruktur die Verteilung von Aufgaben, deren Überwachung und birgt einen detaillierten Einblick in die Vorgehensweise und Fortschritte der Angestellten. In Summe werden Effizienz und Effektivität der Arbeitsleistung erhöht – unabhängig davon, welche Arbeitsmethoden Anwendung finden.

Fokus der neuen Generationen ändert sich

Parallel zu den sich verändernden Arbeitsmethoden orientiert sich die heranwachsende Generation an anderen Zielen. So fallen flotte Firmenwagen oder die Sicherheit im Beruf nicht mehr so stark ins Gewicht wie noch vor einigen Jahren. Vielmehr verfolgt die Generation das Ziel, sich selbst zu verwirklichen und im Berufsleben über einen ausreichenden Gestaltungsspielraum zu verfügen. Nur wenn dieser Spielraum gewährt wird, können junge Arbeitnehmer ihr Potenzial sinnstiftend entfalten. Hierzu zählt auch die Tatsache, dass sich junge Arbeitnehmer zunehmend mit ihrem Unternehmen identifizieren möchten. Dies kann mithilfe moderner Arbeitsmethoden erreicht werden, da die Hierarchie innerhalb der Aufgabenbewältigung auf das Nötigste begrenzt ist. Als Resultat daraus sehen sich junge Arbeitnehmer deutlich häufiger als wichtigen Pfeiler ihres Unternehmens.

New Work – der neue Standard in vielen Unternehmen

Zusammengenommen sorgen die Entwicklung in den Unternehmen sowie die Vorstellungen der Arbeitnehmer für eine grundlegende Veränderung des alltäglichen Ablaufs. Grundlage dieser Veränderungen sind neben der Digitalisierung die Globalisierung und die zunehmende Entwicklung und Nutzung künstlicher Intelligenz. Der daraus resultierende strukturelle Wandel der Arbeitswelt wird heutzutage als New Work bezeichnet. Während einerseits diverse Automatisierungen dafür sorgen, dass Arbeitsplätze wegfallen, entstehen zeitgleich offene Stellen für geschulte Fachkräfte. Diese Dynamik trägt dazu bei, dass einst lineare Abläufe und Konzepte angepasst werden. An ihre Stelle rücken zunehmend flexible Lösungen, die Individualität, Kreativität und Innovation in den Vordergrund rücken. Diese sind angesichts der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen unabdingbar. Wesentlicher Bestandteil der New Work sind insbesondere die sogenannten agilen Arbeitsmethoden. Agile Arbeitsmethoden wurden erstmal im Jahr 2001 im sogenannten Agile Manifest zusammengefasst. Ursprünglich verbargen sich dahinter Lösungsansätze für die Umsetzung agiler Softwareentwicklung. Auf Basis dieses Manifests entwickelten sich binnen weniger Jahre zahlreiche Methoden, die für andere Industrien abseits der Softwareentwicklung kompatibel und als Werkzeuge zu verstehen sind, die Unternehmen flexibel machen. Sie sollen dabei helfen, den Anforderungen der sich rasch verändernden und zunehmend digitalen Welt standzuhalten.

Beispiele für agile Arbeitsmethoden

Zwei konkrete Beispiele für agile Arbeitsmethoden sind Scrum und Kanban. Letztere ist besonders hervorzuheben, da sie bereits in den 1940er Jahren und somit weit vor den heutigen vielfältigen agilen Arbeitsmethoden erstmal umgesetzt wurde.

Bei der Scrum-Methode handelt es sich grundlegend um ein definiertes Rahmenwerk, das die Zusammenarbeit unterschiedlicher Teams optimiert, indem sowohl die Struktur der Teams als auch die Arbeitsprozesse klar definiert werden. Der Terminus Teams definiert allerdings nur die Aufgabenverteilung. Tatsächlich bestehen zwei der drei Teams innerhalb der Scrum-Methode oftmals aus nur einer Person. So gibt es zunächst den Product Owner, dessen Aufgabe es ist, das Maximum aus einem Projekt oder einem Produkt herauszuholen. Das Entwicklungsteam besteht in der Regel aus bis zu acht Personen und ist für die Umsetzung verantwortlich. Die Aufgaben innerhalb des Teams werden durch das Team selbst nach interdisziplinären Kompetenzen vergeben. Diesen Teams übergeordnet agiert der Scrum Master, welcher sicherstellen muss, dass die Teams möglichst ohne Hindernisse effizient an der Umsetzung arbeiten können.

Einen anderen Ansatz verfolgt die Kanban-Methode. Ursprünglich aus Japan stammend, hat sich dieses Produktionssystem in vielen Industrien etabliert. Sie fußt auf dem Umstand, dass sich die Produktion eines Unternehmens ausschließlich an der Kundennachfrage orientiert. Die Produktion bestimmter Mengen für den freien Markt entfällt hierbei ganz oder weitestgehend. Somit ist es dem Unternehmen möglich, den Einsatz von Ressourcen minutiös zu steuern. Der Fokus der Kanban Methode liegt daher sowohl auf der Minimierung von Verlusten ohne Nachteil für die Produktion und andererseits auf der Möglichkeit, den Wert für Kunden durch die Verringerung von Zusatzkosten zu erhöhen.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist
    Business
    Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist

    Passwörter als unterschätztes Sicherheitsrisiko Digitale Konten und Anwendungen sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. E-Mail-Postfächer, Cloud-Dienste, Onlineshops, Banking-Systeme und interne Plattformen erfordern meist eigene Zugangsdaten. Mit der wachsenden Zahl an Accounts steigt jedoch auch die Gefahr, dass Passwörter mehrfach verwendet, zu einfach gewählt oder unsicher abgelegt werden. Gerade für Unternehmen kann daraus ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen. Wird ein Zugang kompromittiert, können nicht nur einzelne Konten betroffen sein. Unter Umständen erhalten Angreifer Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, Kundendaten oder interne Systeme. Ein durchdachtes Passwort-Management sollte deshalb ein fester Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie sein.

    3 Min. LesezeitLesen
    Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten
    Business
    Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten

    Verträge gehören zum Fundament jedes Unternehmens. Sie regeln Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten, definieren Zahlungsbedingungen, Laufzeiten und Verantwortlichkeiten und können im Streitfall entscheidend sein. Trotzdem werden Verträge in vielen Unternehmen noch immer über verschiedene Ordner, E-Mail-Postfächer, Netzlaufwerke oder Tabellen verwaltet. Mit zunehmender Vertragsmenge wird dieses Vorgehen unübersichtlich und kann unnötige Risiken verursachen. Vom Dokumentenarchiv zum aktiven Vertragsmanagement Nach der Unterzeichnung beginnt für Unternehmen die laufende Vertragsverwaltung. Dazu gehören die Überwachung von Fristen, die Kontrolle vereinbarter Leistungen und die rechtzeitige Prüfung von Verlängerungen. Gerade automatische Vertragsverlängerungen können zum Problem werden, wenn Kündigungsfristen nicht rechtzeitig beachtet werden.

    4 Min. LesezeitLesen
    Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt
    Expertentalk
    Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt

    Ob Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?

    6 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite